Deutscher Krebspreis

Deutscher Krebspreis 2018

Die Deutsche Krebsgesellschaft und die Deutsche Krebsstiftung haben den Deutschen Krebspreis 2018 ausgeschrieben. Die Verleihung findet auf dem Deutschen Krebskongress 2018 im Februar in Berlin statt.
Die Nominierungsunterlagen sind per Post bis zum 31.12.2017 (Datum des Poststempels) vollständig einzureichen und zu adressieren an

Dr. Johannes Bruns
Generalsekretär der Deutschen Krebsgesellschaft
Kuno-Fischer-Straße 8
14057 Berlin

Kategorien

Der Deutsche Krebspreis wird in drei Kategorien vergeben und ist jeweils mit 7.500 Euro dotiert. Die Kategorien sind:

  • experimentelle onkologische Grundlagenforschung (experimenteller Teil),
  • Tumordiagnostik und -behandlung (klinischer Teil),
  • Transfer experimenteller Grundlagenforschungsergebnisse in den klinischen Bereich (translationaler Teil).

Wer darf nominieren?

Vorschläge für potenzielle Preisträger können nur von Mitgliedern der Deutschen Krebsgesellschaft eingereicht werden. Die Vorschläge müssen begründet sein. Eine Eigenbewerbung ist nicht möglich. Nominierte müssen nicht Mitglied der Deutschen Krebsgesellschaft sein.

Wer darf und sollte nominiert werden?

Der Deutsche Krebspreis ehrt Persönlichkeiten, deren Arbeit durch herausragende wissenschaftliche Qualität und Originalität sowie richtungweisende Innovationen in der Onkologie überzeugt. Diese Leistungen sind durch mehrere bedeutende Beiträge zur Erforschung der Entstehung, der Diagnose oder der Therapie von Krebserkrankungen in einem bestimmten Forschungsgebiet zu begründen. Der Nominierte für den Deutschen Krebspreis muss nicht Mitglied der Deutschen Krebsgesellschaft sein.

Es gibt keine Altersbegrenzung. Der Deutsche Krebspreis will zu herausragenden wissenschaftlichen Leistungen motivieren und fördert daher junge Wissenschaftler und Forscher. Die wissenschaftlichen Leistungen müssen im Wesentlichen im deutschsprachigen Raum erbracht worden sein und einen aktuellen Bezug aufweisen.

Einzureichende Nominierungsunterlagen (ausschließlich per Post)

Bitte reichen Sie folgende Unterlagen vollständig ein. Eine einfache Namensnennung des Kandidaten reicht nicht aus.

  1. offizielles Nominierungsblatt (siehe Download-Dokument)
  2. aussagekräftige, informative Begründung der Nominierung (Text von max. 1 A4-Seite)
  3. Lebenslauf des nominierten Kandidaten
  4. bis zu 5 Abstracts/Sonderdrucke von aktuellen Arbeiten des nominierten Kandidaten

Einreichungsfrist und Anschrift

Die vollständigen Nominierungsunterlagen sind ausschließlich per Post bis zum 31.12.2017 (Datum des Poststempels) einzureichen und zu adressieren an

Dr. Johannes Bruns
Generalsekretär der Deutschen Krebsgesellschaft
Kuno-Fischer-Straße 8
14057 Berlin

Preisverleihung

Die Preisverleihung findet im Februar 2018 auf dem Deutschen Krebskongress 2018 in Berlin statt. Der Kongress ist der wichtigste und größte wissenschaftlich-onkologische Fachkongress im deutschsprachigen Raum. Die Ehrung wird durch Maßnahmen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit begleitet.

Satzung

Deutscher Krebspreis 2017

Die Krebsforschung und -behandlung gehört zu den Bereichen in der Medizin, die sich am dynamischsten entwickeln. Wer sind dabei die Protagonisten? Wer sind die Vorreiter? Wer sind die Unermüdlichen, die in der experimentellen, der klinischen oder der translationalen Krebsforschung Maßstäbe setzen? Diese Persönlichkeiten werden jedes Jahr mit dem Deutschen Krebspreis geehrt - die Preisträger 2017 stellen wir hier im Video vor: ein ganzes Forscher- und Berufsleben in jeweils zehn Minuten.

Kategorie experimentelle Krebsforschung

Wir beglückwünschen Prof. Dr. Petra Boukamp, DKFZ Heidelberg, zum Deutschen Krebspreis 2017 in der Kategorie experimentelle Krebsforschung.

Im Zentrum der Forschungsarbeiten von Prof. Boukamp steht die Frage nach der Entstehung von Hautkrebs, insbesondere die Entstehung des Plattenepithelkarzinoms. Wichtige Erfolge erzielte sie durch die Entwicklung eines in-vitro Hautkarzinogenese-Modells, dem HaCaT-Modell, das Aufschluss über die schrittweise Entwicklung eines Plattenepithelkarzinoms gibt, und aus der Entwicklung dreidimensionaler Hautmodelle, die es erlauben, die Regulation sowohl von normalen humanen epidermalen Stammzellen als auch von Tumorstammzellen zu untersuchen. Mittlerweile wurden diese humanen 3D-Kulturen so weiterentwickelt, dass heute die Regulationsmechanismen beispielweise zur Wirkung bzw. Nebenwirkung sowie Resistenzbildung moderner Therapeutika untersucht werden können.

Kategorie experimentelle Krebsforschung

Wir beglückwünschen Priv.-Doz. Dr. Martin Lipp, Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin Berlin, zum Deutschen Krebspreis 2017 in der Kategorie experimentelle Krebsforschung.

Martin Lipp hat sich vor allem um die Aufklärung der Funktion sogenannter Chemokinrezeptoren verdient gemacht. Diese Eiweißmoleküle spielen eine wichtige Rolle für die Immunabwehr, unter anderem bei der Organisation der Lymphorgane und bei der Zirkulation von Lymphozyten, aber auch bei der Ausbreitung und Metastasierung von Tumorzellen. Auf der Grundlage dieser Befunde konnten Antikörper gegen bestimmte Arten von Blutkrebs entwickelt werden – sie erwiesen sich in vorklinischen Mausmodellen als erfolgreich.

Kategorie translationale Krebsforschung

Wir beglückwünschen Prof. Dr. Guido Reifenberger, Institut für Neuropathologie Düsseldorf, zum Deutschen Krebspreis 2017 in der Kategorie translationale Krebsforschung.

Guido Reifenberger zählt zu den weltweit renommiertesten Neuropathologen. Sein wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt auf der Erforschung der molekularen Ursachen von Hirntumoren bei Kindern und Erwachsenen. Seine Arbeit prägte die molekulare Klassifikation und die Entwicklung zielgerichteter Therapien bei Gliomen ─ darunter versteht man Hirntumoren, die aus den Stützzellen des Nervengewebes (Gliazellen) entstehen. Reifenberger beteiligt sich außerdem an der Identifizierung und Bewertung neuer molekularer Marker bei Hirnmetastasen und an der Suche nach charakteristischen Biomarkern für das Langzeitüberleben bei Glioblastomen.

Kategorie klinische Krebsforschung

Wir beglückwünschen Prof. Dr. Michael Hallek, Klinik I für Innere Medizin der Uni Köln, zum Deutschen Krebspreis 2017 in der Kategorie klinische Krebsforschung.

Michael Hallek widmet seine wissenschaftliche Tätigkeit der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL). Auf der Grundlage der Erkenntnisse der molekularen Tumorbiologie entwickelte er Behandlungsansätze, die die Prognose für CLL-Patienten nachhaltig verbessert haben. Michael Hallek leitet die Deutsche CLL-Studiengruppe (DCLLSG) seit ihrer Gründung im Jahr 1996. Diese Studiengruppe ist die weltweit größte im Bereich CLL; sie führte mehrere Studien durch, die unter anderem  zur Zulassung verschiedener neuer Medikamente geführt haben. Über 10.000 Patienten wurden bis heute in den Studien der DCLLSG behandelt.

Ansprechpartnerin in der Geschäftsstelle:

Nora Nürnberg
Tel: 030 322932924
Fax: 030 322932922
E-Mail: nuernberg@krebsgesellschaft.de

Fotoquellen: privat, Gruppenbild: Brigitte Engelhardt