Gesundheitspolitik

Als größte onkologische Fachgesellschaft in Deutschland setzt sich die Deutsche Krebsgesellschaft nicht nur mit Fragen der onkologischen Versorgung auseinander. Sie gibt auch fachlichen Input bei gesundheitspolitischen Themen: in Gremien, Diskussionsveranstaltungen und Stellungnahmen. Die Veranstaltungsreihe Brennpunkt Onkologie der Deutschen Krebsgesellschaft findet dreimal jährlich statt und greift wichtige gesundheitspolitische Themen auf.

Der Nationale Krebsplan

Gemeinsam mit der Deutschen Krebshilfe und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren ist die Deutsche Krebsgesellschaft Mitinitiator des Nationalen Krebsplans, der 2008 vom Bundesministerium für Gesundheit ins Leben gerufen wurde. Die Schwerpunkte des Nationalen Krebsplans liegen zunächst auf folgenden vier Handlungsfeldern:

  • Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung,
  • Weiterentwicklung der onkologischen Versorgungsstrukturen und der Qualitätssicherung,
  • Sicherstellung einer effizienten onkologischen Behandlung (Schwerpunkt zunächst auf onkologischer Arzneimitteltherapie),
  • Stärkung der Patientenorientierung.


Die Deutsche Krebsgesellschaft arbeitet in einer Reihe von Arbeitsgruppen gemeinsam mit Partnern an der Umsetzung des Nationalen Krebsplans.

Klinische Krebsregister

Ein Meilenstein bei der Umsetzung des Nationalen Krebsplans ist die Verabschiedung des Krebsfrüherkennungs- und -registergesetzes (KFRG) im Frühjahr 2013. Im Rahmen des KFRG werden bestimmte Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung künftig als organisierte Früherkennungsprogramme durchgeführt. Darüber hinaus sieht das Gesetz die Einrichtung flächendeckender klinischer Krebsregister durch alle Bundesländer vor.

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