10/2021: Neues Projekt zur intensivierten Begleitung bei der Rückkehr in den Beruf

Eine von der Deutschen Rentenversicherung Bund geförderte Studie untersucht, wie nach einer Krebserkrankung Betroffene mehr Unterstützung bekommen können: Die Studie mit dem Namen „CARES: Cancer rehabilitation support by cancer counseling centers” soll eine Intervention zur intensivierten und bedürfnisorientierten Begleitung von Krebspatient*innen bei der Rückkehr in den Beruf entwickeln und auf ihre Akzeptanz, Machbarkeit und Implementierungsbedingungen untersuchen. Die Laufzeit des Projekts beginnt im Oktober 2021 und endet im Dezember 2023. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Weitere Infos zum CARES-Projekt.

09/2021: Bedeutung Patient-Reported Outcomes für Kliniker*innen

Im Rahmen der EDIUM-Studie wurde untersucht, welche Dimensionen aus den bei EDIUM verwendeten EORTC-Fragebogen aus Sicht von Kliniker*innen am relevantesten sind, um Darmkrebsbetroffene prätherapeutisch zu beurteilen. Die Ergebnisse zeigen, dass sich das Interesse der Kliniker*innen bei der prätherapeutischen Beurteilung von Darmkrebspatient*innen insbesondere auf die selbstberichtete Lebensqualität konzentriert. Darüber hinaus werden auch krankheitsspezifische Symptome als wichtig empfunden, wie z. B. Stuhlinkontinenz (für Rektum). Die Ergebnisse können für die Auswahl spezifischer Dimensionen von Patient-Reported Outcomes und für die Weiterentwicklung dieser Instrumente genutzt werden.

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09/2021: Unbekannte Versorgungsituation bei krebserkrankten Menschen mit geistiger Behinderung

Daten aus dem europäischen und außereuropäischen Ausland legen nahe, dass teils erhebliche onkologische Versorgungsdefizite für Menschen mit geistiger Behinderung bestehen. Die Autor*innen einer aktuellen Bestandsaufnahme umreißen das Problem kurz, stellen den internationalen Forschungsstand und die (limitierte) Datenlage in Deutschland dar und skizzieren erforderliche Forschungsschritte und Empfehlungen für die Praxis. Hierzu gehören u. a. die bessere Erfassung von Menschen mit geistiger Behinderung zur Abbildung epidemiologischer Kennzahlen, bessere Früherkennungsroutinen zur Vermeidung verspäteter Diagnosen, Kommunikationsschulungen für Behandelnde und die Integration spezialisierter Krebsversorgung mit bestehenden Angeboten spezialisierter Versorgung für Menschen mit geistiger Behinderung.

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08/2021: Entwicklung und Implementierung von Qualitätsindikatoren für Nieren- und Harnblasenkrebs

In einer aktuellen Publikation werden der Prozess der Entwicklung und die Umsetzung von Qualitätsindikatoren (QI) für Nieren und Harnblasenkrebs in zertifizierten Krebszentren dargestellt. Von Leitlinien abgeleitete QI machen relevante Aspekte der Patientenversorgung messbar und damit verbesserungsfähig. Die ersten QI-Ergebnisse sind ermutigend. Das DKG-Zertifizierungssystem und die Methoden zur Qualitätsmessung befinden sich jedoch noch in der Entwicklung. Eine systematische QI-Implementierung und -Evaluierung kann dazu beitragen, eine breitere Datenbasis zu schaffen und damit das Wissen zu erweitern.

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08/2021: Casemix-Adjustierung bei Patient-Reported Outcomes

In einer aktuellen Veröffentlichung in Cancers wurden verschiedene Casemix-Adjustierungs-Ansätze für Patient-Reported Outcomes (PRO) systematisch recherchiert. Da ein standardisierter Ansatz noch nicht etabliert ist, schlagen die Autor*innen vor, einen konsensbasierten methodischen Leitfaden für die Casemix-Adjustierung von PROs zu erstellen.

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08/2021: Europe’s Beating Cancer Plan

Ein aktueller Beitrag im FORUM gibt Einblick in die Hintergründe, den Aufbau und die Implementierung des Europe’s Beating Cancer Plan (EBCP). Ausgewählte Maßnahmen des EBCP anhand der 4 Säulen Prävention, Früherkennung, Diagnose und Behandlung sowie Verbesserung der Lebensqualität von Krebspatient*innen und -überlebenden werden beleuchtet. Auch wenn vieles noch am Anfang steht, wirft der Beitrag zudem einen Blick auf die ersten Steuerungs- und Monitoringinitiativen, die die EU zur Umsetzung des Plans ergriffen hat. Dabei steht auch die fachlich übergreifende Zusammenarbeit zwischen Forschung und Versorgung – wie sie ihm Krebsplan angelegt ist und auch in Deutschland zunehmend stattfindet – im Fokus.

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07/2021: Zentrumsfinanzierung – wo stehen wir und wo sollte es hingehen?

In einem aktuellen Beitrag im Magazin FORUM werden sowohl die Instrumente für die Finanzierung als auch die zukünftigen Möglichkeiten für eine flächendeckende Finanzierung qualitätsgesicherter onkologischer Behandlungen dargestellt. Eine Behandlung in qualitätsgesicherten Zentren ist der Standard für die Behandlung des größten Teils der onkologischen Patient*innen. Die damit einhergehenden Mehrbedarfe der Zentren werden gegenwärtig v. a. über Zuschläge zu der Regelfinanzierung abgebildet. Entwicklungen wie das neue Krankenhausgestaltungsgesetz in NRW können als Muster dienen, um diesen Standard zur Grundlage für die Behandlungen und Finanzierung in der Onkologie zu machen.

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07/2021: Zertifizierung Mesotheliom

Zertifizierte Lungenkrebszentren können sich ab sofort als Mesotheliomeinheiten zertifizieren lassen und somit zu besseren Versorgungsstrukturen für Erkrankte beitragen. Die Diagnostik und Behandlung des Mesothelioms – einer seltenen Tumorerkrankung, die überwiegend durch Kontakt mit Asbest verursacht wird – ist komplex. Hierfür hat die DKG in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung e. V. (DGUV) Qualitätsanforderungen erarbeitet. Sie bilden die Basis für die Zertifizierung als Mesotheliomeinheit.

Alle Unterlagen zur Zertifizierung finden Sie hier.

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07/2021: Progredienz- und Rezidivangst bei Langzeit-Brustkrebsüberlebenden

Eine aktuelle Veröffentlichung im Rahmen der B-CARE Studie unter Beteiligung der DKG zeigt, dass Progredienz- und Rezidivangst bei Brustkrebsüberlebenden 5 bis 6 Jahre nach der Diagnose relevante Belastungen darstellen und das Potenzial haben, sich zu anhaltenden psychischen Belastungen zu entwickeln. Es besteht Bedarf für Unterstützungsprogramme sowie eine Steigerung des Bewusstseins für Progredienz- und Rezidivangst bei Brustkrebsüberlebenden.

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Informationen zur B-CARE Studie

06/2021: Weitere Veröffentlichung aus der OncoBox Research

In einer weiteren Veröffentlichung mit Daten der OncoBox Research zeigt sich, dass der Anteil an Patient*innen, die eine sozialdienstlichen Beratung in Anspruch nehmen, zwischen zertifizierten Brustkrebszentren variiert. Das Projekt OncoBox Research ermöglicht die Auswertung von Zertifizierungsdaten, indem individuelle Patient*innenangaben erfasst werden. Herzlichen Dank an alle teilnehmenden Brustkrebszentren und Patient*innen!

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Hier geht’s zum Projekt OncoBox Research

06/2021: Globale Benchmarking-Berichte zum Prostatakarzinom

Im Rahmen des TrueNTH Global Registry – dessen deutscher Ableger die PCO-Studie ist – wurden Berichte mit benutzerspezifischem Feedback zur Prozess- und Ergebnisqualität bei der lokalen Behandlung von Prostatakarzinomen entwickelt. Die Berichte werden weltweit an 132 Zentren in 13 Länder versendet. Eine aktuelle Veröffentlichung beschreibt die Entwicklung der Berichte, an der Expert*innen aus sieben Ländern teilgenommen haben, darunter Christoph Kowalski von der Deutschen Krebsgesellschaft.

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Hier geht´s zur PCO-Studie

05/2021: Erste Veröffentlichung aus der OncoBox Research

Das Projekt OncoBox Research ermöglicht die Auswertung von Zertifizierungsdaten, indem individuelle Patient*innenangaben erfasst werden. In der Pilotphase des Projekts wurde nun die erste Publikation veröffentlicht, in der sich zeigt, dass in zertifizierten Brustkrebszentren in Deutschland die leitlinienkonforme Trastuzumab-Empfehlung seit 2006 zunimmt. Herzlichen Dank an alle teilnehmenden Brustkrebszentren und Patient*innen!

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04/2021: Patient-Reported Outcomes im klinischen Alltag - wenig Erfahrung, positive Erwartungen

Im Rahmen der EDIUM-Studie wurden Kliniker*innen in qualitativen Interviews zu Patient-Reported Outcomes (PROs) befragt: Sie äußerten überwiegend eher positive Einstellungen zu PROs. Allerdings hatten sie nur wenig Erfahrung mit PROs im Allgemeinen und die Interviews spiegeln daher vor allem die Erwartungen und Annahmen der Interviewten wider. Diese Ergebnisse können als Grundlage für zukünftige Implementierungsstrategien und für die Schulung von Kliniker*innen zum Einsatz von PROs in der onkologischen Routineversorgung genutzt werden.

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04/2021: B-CARE-Studie – Unfreiwillige berufliche Veränderungen bei Brustkrebsüberlebenden

Während die bloße Anzahl von beruflichen Veränderungen nicht mit der allgemeinen Arbeitszufriedenheit von Brustkrebsüberlebenden zusammenhängt, geht das Erleben von unfreiwilligen beruflichen Veränderungen mit einer höheren Arbeitsunzufriedenheit einher. Soziodemographische, krankheitsbezogene und arbeits(platz)bezogene Faktoren können die Arbeitszufriedenheit von Brustkrebsüberlebenden beeinflussen. Die Ergebnisse der B-CARE-Studie deuten auf einen langfristigen Unterstützungsbedarf zur Stärkung der Arbeitsfähigkeit hin, um unfreiwillige berufliche Veränderungen zu verhindern und eine gewünschte Arbeitsbeteiligung zu ermöglichen.

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Hier geht´s zur BCARE-Pressemitteilung der Uni Bonn

03/2021: Finanzielle Toxizität einer Krebserkrankung

Eine Krebserkrankung kann mit finanziellen Konsequenzen verbunden sein, die sich auf Lebensqualität und Überleben auswirken können. Finanzielle Folgen betreffen sowohl Einkommensverluste als auch direkte medizinische und nichtmedizinische Kosten. Die Autor*innen einer aktuelle Veröffentlichung geben einen Überblick über den internationalen und den deutschen Forschungsstand zum Ausmaß und den Risikofaktoren der objektiven und subjektiven finanziellen Belastungen infolge einer Krebserkrankung.

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03/2021: Neues Zertifikat für Zentren für familiären Brust- und Eierstockkrebs

Die Ersatzkassen (TK, BARMER, DAK-Gesundheit, KKH, hkk, HEK) und die Deutsche Krebsgesellschaft kooperieren bei der Versorgung von Menschen mit erhöhtem Risiko für erblich bedingten Brust- und Eierstockkrebs: Zentren, die die nötigen Qualitäts- und Eignungsanforderungen erfüllen, können sich nun auch von der DKG als „Zentrum für familiären Brust- und Eierstockkrebs“ (FBREK-Zentrum) zertifizieren lassen. FBREK-Zentren sind Anlaufstellen für Menschen mit einem erhöhten Risiko, an einem erblich bedingten Brust- bzw. Eierstockkrebs zu erkranken. Die Einrichtungen bieten den Versicherten der Ersatzkassen und 15 weiteren Krankenkassen Aufklärung, Gendiagnostik, Beratung und ein Früherkennungsprogramm an. Derzeit gibt es bundesweit 19 FBREK-Zentren, die dem FBREK-Vertrag der Ersatzkassen beigetreten sind.

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02/2021: Methodischer Standard für Qualitätsindikatoren

Eine aktuelle Veröffentlichung stellt einen methodischer Standard für die leitlinienbasierte Entwicklung von Qualitätsindikatoren (QI-Standard) anhand eines strukturierten Konsensprozesses unter Einbezug der relevanten Experten- und Interessengruppen vor. Bevor der QI-Standard bei künftigen S3-LL-Erstellungen oder Aktualisierungen zur Implementierung empfohlen werden kann, sollte dieser in ausgewählten S3-Leitlinienprojekten erfolgreich erprobt worden sein. Neben methodischen Anforderungen an die QI-Entwicklung muss sichergestellt sein, dass den LL-Gruppen adäquate Ressourcen für die Umsetzung des QI-Standards zur Verfügung stehen. Vom Einsatz des QI-Standards durch Leitliniengruppen können wissenschaftlich fundierte und für die Versorgung relevante QI erwartet werden.

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02/2021: Return to Work bei Männern mit Brustkrebs

In einer Veröffentlichung wird über die Schwierigkeiten, die Männer mit Brustkrebs bei dem beruflichen Wiedereinstieg haben, berichtet. Implementierung von Langzeitunterstützung der Betroffenen, flexiblere Arbeitsbedingungen und eine Sensibilisierung der Bevölkerung des Themas „Brustkrebs bei Männern“ könnten helfen, Schwierigkeiten bei der Rückkehr zum Arbeitsplatz und damit zum Beispiel einen frühzeitigen Renteneinstieg zu vermindern.

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02/2021 From quality management to quality improvement – structures, processes and outcomes

Eine aktuelle Ausgabe des “World Journal of Urology” widmet sich  dem Thema Qualitätsmanagement bei der Versorgung von Prostatakrebspatienten. Qualitätsmanagement kann ein Schlüssel zur Verbesserung der Prostatakrebs-Versorgung für die gesamte bedürftige Bevölkerung sein, welches von Fachleuten und Patient*innen vorangetrieben und gefördert werden sowie auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren sollte. Es ist ein wichtiges Instrument zur Selbst- und Fremdkontrolle der Ergebnisse und zur zukünftigen Verbesserung der Ergebnisse.

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01/2021: EDIUM-Rückblick 2020 und Ausblick 2021

Das unter der Konsortialführung der DKG und vom Innovationsfonds des G-BA förderte Projekt EDIUM hat mit dem Jahr 2020 den Großteil seiner zweiten Phase erfolgreich abschließen können: Rund 70 Prozent der Studienpatient*innen konnten trotz der Herausforderungen des vergangenen Jahres, die die Covid-Pandemie mit sich brachte, nachbefragt werden – ganz herzlichen Dank an die Studienzentren und Patient*innen! Erste Ergebnisse zu den prätherapeutischen Daten wurden bereits auf dem Deutschen Kongress für Versorgungsforschung 2020 online vorgestellt (www.edium-studie.de/centersinfo). Wir sind nun sehr gespannt auf den Casemix-adjustierten posttherapeutischen Vergleich zwischen den Studienzentren, der in diesem Jahr ansteht und freuen uns auf die Fortführung der Lebensqualitätsbefragungen, die einige Zentren unter Eigenbeteiligung durchführen!