Zertifizierungs-News aktuell

10/18. Neue Joint Action der Europäischen Kommission

Nach den beiden Joint Actions EPAAC (2009−2012) und CanCon (2014−2017) fördert die Europäische Kommission mit der Innovative Partnership for Action Against Cancer (iPAAC) zum dritten Mal eine „Joint Action“ (JA), die die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und weitere Partner zusammenbringt, um gemeinsam Strategien für den Kampf gegen den Krebs zu entwickeln. In sechs inhaltlichen und vier Querschnittsarbeitspaketen arbeiten Partner aus 24 Ländern zusammen. Mehr Informationen über die Joint Action und insbesondere das von BMG und DKG verantwortete Arbeitspaket 10 in der aktuellen ausgabe von Onkologie heute.

10/18. Eine aktuelle Übersicht über das Zertifizierungssystem der DKG – Aufbau, Wirkung und Entwicklungen

Der Beitrag in BARMER Gesundheitswesen aktuell beschreibt das Zertifizierungssystem der DKG, wie sich dieses in den onkologischen Qualitätszyklus des Nationalen Krebsplans einbettet und wie es zu einer evidenzbasierten, multidisziplinären und qualitätsgesicherten Krebsversorgung in Deutschland beiträgt. Im Einzelnen abgehandelt werden unter anderem das Zentrenmodell, die Struktur des Systems, die dahinterliegende Entstehungsgeschichte und die Auswirkungen des Zertifizierungssystems auf die onkologische Versorgung. Zudem stellt der Artikel aktuelle Projekte der Versorgungsforschung wie die PCO- oder die EDIUM-Studie vor, die jeweils auf den Strukturen des Zertifizierungssystem aufbauen und das System weiterentwickeln.

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10/18. Ein Beitrag in „Klinische Pädiatrie“ zu den aktuellen Entwicklungen des Zertifizierungsmoduls für die Kinderonkologischen Zentren

Für eine hohe Versorgungsqualität in der Kinderonkologie wird die Entwicklung der interdisziplinären Vernetzung mit einem neuen Zertifizierungsmoduls fortgeführt. Der Beitrag beschreibt die aktuellen Entwicklungen des durch die Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) und die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) initiierten Moduls, das mit einem umfassenden Anforderungskatalog von 7 Pilotzentren erfolgreich und praxistauglich umgesetzt werden konnte. Interessierte Zentren können sich ab sofort für eine Zertifizierung als Kinderonkologisches Zentrum anmelden.

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09/18. Eine aktuelle Veröffentlichung zum N-MALE Projekt über die Stigmatisierung von männlichen Brustkrebspatienten

In diesem Beitrag wird untersucht, wie männliche Brustkrebspatienten mit der typischen „Frauenkrankheit“ umgehen, wie die Stigmatisierung des männlichen Brustkrebses charakterisiert und zukünftig reduziert werden kann. Die Ergebnisse aus den qualitativen Interviews und quantitativen Fragebogen zeigen ein vielfältiges Bild der Stigmatisierung: Insbesondere eine sexuelle Stigmatisierung wird im Rahmen des Gesundheitssystems und in arbeitsbezogenen Kontexten wahrgenommen. Wie ausgeprägt die Stigmatisierung empfunden wird, variiert dabei mit dem Alter und der Anzahl der Behandlungen der männlichen Brustkrebspatienten. Um eine Stigmatisierung zukünftig zu reduzieren, muss männlicher Brustkrebs öffentliche Aufmerksamkeit erlangen und es sollte geschlechterneutrale Kommunikation und Informationsmaterial zur Verfügung gestellt werden. 

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09/2018. Workshop "Männer mit Brustkrebs – Wie können wir die Versorgungssituation der Betroffenen verbessern?" findet am 21.09.2018 in Bonn statt

Das Universitätsklinikum Bonn und die DKG laden zum Workshop "Männer mit Brustkrebs – Wie können wir die Versorgungssituation der Betroffenen verbessern?" nach Bonn ein. Der Workshop richtet sich an Versorgende aus zertifizierten Brustkrebszentren und deren Kooperationspartner und stellt Ergebnisse aus dem von der Deutschen Krebshilfe geförderten Projekt N-MALE vor.

Der Workshop ist kostenfrei.
Anmeldungen bitte an Dr. Sarah Halbach, Forschungsstelle für Gesundheitskommunikation und Versorgungsforschung (CHSR) der Uniklinik Bonn.

09/2018. Besuch Delegation aus China

Im Zeitraum 10.- 13.09.2018 war eine aus 8 Personen bestehende Delegation des Shanghai General Hospital No. 1 zu Besuch in Ulm. Ziel des Besuches war es, das DKG-Zertifizierungssystem im Detail vorzustellen. In den ersten beiden Tagen wurden von der DKG und den Fachexperten Grundlagen zu dem System und den Anforderungen vermittelt. Praktische Eindrückte konnte die Delegation am 3. Tag bei dem Besuch des Comprehensive Cancer Centre Ulm gewinnen. Am letzten Tag stellte dann OnkoZert das Datenmanagement und den Zertifizierungsablauf vor. Der gesellige Abschluss des 4-tägigen Workshops fand im OnkoZert-Cafe Fortschritt mit schwäbischem Liedgut, einer Runde Tischtennis und einer roten Bratwurst statt.

Prof. Zhong Liwei (Vizepräsident Shanghai General Hospital No. 1) fasste die Eindrücke aus chinesischer Sicht zusammen: „Ich bin beeindruckt von dem Workshop. Wir können die Standards erreichen und einhalten. Es war wichtig und sehr hilfreich, von den Erfahrungen der Deutschen Krebsgesellschaft, dem CCC-Ulm und OnkoZert zu lernen“. Als nächster Schritt ist ein Gegenbesuch geplant, um die Strukturen in dem Klinikum in Shanghai vor Ort zu analysieren. Mit dem Ziel, zukünftig eine Zertifizierung nach den Anforderungen der Deutschen Krebsgesellschaft in China durchführen zu können.

09/2018. Ein aktueller Beitrag in "Onkologie heute" zu den Potenzialen des Deutschen Kinderkrebsregisters (DKKG) für die Versorgungsforschung

Viele erwachsen gewordene kinderonkologische Patientinnen und Patienten leiden an Spätfolgen wie körperlicher Beeinträchtigung und Problemen bei der sozialen Integration, während es an Nachsorgezentren für Erwachsene mit Krebs im Kindesalter mangelt. Der Beitrag hebt die Möglichkeiten des Deutschen Kinderkrebsregisters (DKKG) hervor, regelmäßig in Kontakt mit Betroffenen zu treten und relevante Informationen über den weiteren Verlauf nach einer Krebserkrankung zu erfassen. Diese flächendeckende Erfassung lässt repräsentative Auswertungen zu, die für die Identifizierung von Personengruppen, bei denen noch Handlungsbedarf in der Versorgung besteht, oder für die Outcome-Forschung genutzt werden könnten.

08/2018. PCO-Studie ist auf dem 70. Kongress für Urologie in Dresden vertreten

Am 28.9.2018 findet in der Zeit von 10:30 bis 12:00 die Sitzung „Prostate Cancer Outcomes Studie – Kooperationsprojekt von Prostatakrebszentren, DKG, OnkoZert und Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe“ statt. Informationen zu den Referenten und Vortragstiteln können Sie dem Kongressprogramm auf S. 70 entnehmen.

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05/2018. Endbericht: Nutzen, Mehraufwand und Finanzierung von Onkologischen Spitzenzentren, Onkologischen Zentren und Organkrebszentren

Die Deutsche Krebshilfe und die Deutsche Krebsgesellschaft haben die Prognos AG mit der Erstellung eines Gutachtens zur Ermittlung des zentrumsspezifischen Mehraufwandes an Onkologischen Spitzenzentren, Onkologischen Zentren und Organkrebszentren sowie der daraus resultierenden Mehrkosten beauftragt. Das Gutachten steht auf der Homepage der Deutschen Krebshilfe unter folgendem Link zur Verfügung:

https://www.krebshilfe.de/fileadmin/Downloads/PDFs/Stellungnahmen/Prognos_Endbericht_Deutsche_Krebshilfe.pdf

Die Pressemitteilung zur Veröffentlichung des Gutachtens finden Sie hier.

04/2018. Rückblick auf Veröffentlichungen des Jahres 2017 aus dem Bereich Zertifizierung im aktuellen Forum

Kowalski und Wesselmann berichten über Arbeiten zu aktuellen Entwicklungen im Zertifizierungssystem und zu Beiträgen, die aus aktuellen Versorgungsforschungsprojekten erwachsen sind.

04/2018. Ein aktueller Beitrag in Arzt und Krankenhaus stellt das Zertifizierungssystem der DKG vor.

Wesselmann und Bruns geben einen Überblick über den Zweck des Zertifizierungssystems und den Stand der Umsetzung. Sie zeigen, dass ein Großteil der die Mindestmengenvorgaben erfüllenden Krankenhäuser in Deutschland bereits zertifiziert ist und berichten am Beispiel der Lungenkrebszentren den Überlebensvorteil, der mit der Behandlung in fallzahlstarken Zentren zusammenhängt. Ein weiterer Schwerpunkt des Beitrags ist das Datenmanagement im Zertifizierungssystem, das u. a. die Darstellung von aus den S3-Leitlinien abgeleiteten Qualitätsindikatoren ermöglicht.

04/2018. Eine aktuelle Veröffentlichung in Cancer Control (Open Access) stellt hemmende und fördernde Faktoren bei der Teilnahme an Studien aus Sicht von Darmkrebszentrumskoordinatoren vor.

Studien sind wesentlich für die Weiterentwicklung der Versorgung von Krebspatienten. Um Anreize zur Durchführung von Studien zu setzen, sieht das Zertifizierungssystem der Krebsgesellschaft u. a. eine Studienquote von 5% pro Standort vor. Um sowohl Hindernisse als auch fördernde Faktoren bei der Initiierung und Durchführung von Studien zu identifizieren, wurde im Rahmen einer vom Bundesgesundheitsministerium geförderten Studie eine Befragung der Darmkrebszentrumskoordinatoren durchgeführt. Aus 184 von 284 Darmkrebszentrumsstandorten gingen Antworten ein. Wesentliche Schwierigkeiten bei der Durchführung von Studien betreffen die fehlende personelle und forschungsinfrastrukturelle Ausstattung. Ein Großteil der Befragten (85%) sieht die Bevölkerung nur unzureichend über die Bedeutung von Studien informiert. Die Autoren leiten fünf Empfehlungen für Politik und Praxis zur Förderung von Studien ab.

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03/2018. Überblick zu den Auswirkungen der demografischen Alterung auf die Krebsinzidenz und die Herausforderungen für das Versorgungssystem erschienen.

Trotz steigender Lebenserwartung und einer Verschiebung der Altersstruktur steigen – entgegen der landläufigen Vorstellung – in den letzten Jahren weder die Zahl der Krebsneuerkrankungsfälle noch die altersstandardisierten Raten an. Der aktuelle Beitrag von Mitarbeitern aus Robert-Koch-Institut und DKG-Geschäftsstelle in Onkologie heute beschreibt kurz wesentliche (Teil-)Ursachen dieser Entwicklung, darunter Früherkennungsuntersuchungen und Lebensstilfaktoren, und beschreibt mögliche Konsequenzen für das Versorgungssystem.

03/2018. Info zur Recherche zur Abrechenbarkeit gynäkologischer Facharztleistungen bei Männern mit Brustkrebs im Frauenarzt veröffentlicht.

Der kurze Beitrag im Frauenarzt stellt die Ergebnisse einer Abfrage unter den Kassenärztlichen Vereinigungen zur Abrechnungsmöglichkeit bei männlichen Brustkrebspatienten dar, die erstmals in der Februar-Ausgabe des Forums der DKG veröffentlicht wurden. Im Laufe der von der Deutschen Krebshilfe geförderten N-MALE-Studie zu medizinischen und psychosozialen Versorgungsbedarfen männlicher Brustkrebspatienten war deutlich geworden, dass die Möglichkeit zur Inanspruchnahme fachärztlicher gynäkologischer Leistungen bei männlichen Betroffenen in den unterschiedlichen KV-Bereichen noch immer uneinheitlich geregelt ist. Dies führt zu erheblichen Unsicherheiten bei Patienten und Ärzten und dürfte in einigen Fällen in Unterversorgung resultieren. 15 der insgesamt 17 KVen bezogen auf Anfrage Stellung. Der Beitrag stellt die Ergebnisse der Recherche vor und appelliert an eine Vereinheitlichung der Regelung im Sinne der Patienten.

02/2018. Interview auf NDR Visite: Krebstherapie in Zentren

In zertifizierten Zentren haben Krebskranke höhere Überlebenschancen. Worauf Erkrankte achten sollten, erklärt Dr. Simone Wesselmann von der Deutschen Krebsgesellschaft im Interview auf NDR Visite.

02/2018. Recherche zur Abrechenbarkeit gynäkologischer Facharztleistungen bei Männern mit Brustkrebs im FORUM veröffentlicht.

Im Laufe der von der Deutschen Krebshilfe geförderten N-MALE-Studie zu medizinischen und psychosozialen Versorgungsbedarfen männlicher Brustkrebspatienten wurde deutlich, dass die Möglichkeit zur Inanspruchnahme fachärztlicher gynäkologischer Leistungen bei männlichen Betroffenen in den unterschiedlichen KV-Bereichen noch immer uneinheitlich geregelt ist. Dies führt zu erheblichen Unsicherheiten bei Patienten und Ärzten und dürfte in einigen Fällen in Unterversorgung resultieren. 15 der insgesamt 17 KVen bezogen auf Anfrage Stellung. Der Beitrag stellt die Ergebnisse der Recherche vor und appelliert an eine Vereinheitlichung der Regelung im Sinne der Patienten. In der kommenden Ausgabe des Frauenarztes werden die Ergebnisse erneut berichtet.

02/2018. Einladung zum bundesweit ersten Treffen der Kopf-Hals-Tumorzentren

Wir möchten Ihnen am 15. März zusammen mit den Sprechern der Kommission Kopf-Hals-Tumoren, den Vertretern des Bereichs Zertifizierung der Deutsche Krebsgesellschaft und Vertretern von OnkoZert Informationen zur aktuellen Zertifizierung der Kopf-Hals-Tumoren geben. 

01/2018. Aktueller Beitrag in der Rubrik Versorgungsforschung in „Onkologie heute“ zum Thema Routinedaten in der Onkologie veröffentlicht.

Der Routinedatenpionier Professor Siegfried Geyer von der Medizinischen Hochschule Hannover gibt gemeinsam mit Christoph Kowalski einen kurzen Überblick über die Eigenschaften von Abrechnungsdaten der Krankenversicherungen und zeigt an drei Beispielen, welche Fragestellungen mit ihnen untersucht und welche Rückschlüsse aus ihnen gezogen werden können.