Laufende oder in Vorbereitung befindliche Projekte

Auf dieser Seite stellen wir Versorgungsforschungsprojekte vor, die an zertifizierten Zentren laufen oder sich in der Planung befinden.

 

PCO

Das Prostatakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung von Männern weltweit. Als Folgen von Erkrankung und Therapie können u. a. Harninkontinenz, Darmprobleme, Erektionsstörungen und psychische Beschwerden auftreten. Bei Behandlungsergebnissen werden weltweit große Unterschiede vermutet. An der multinationalen PCO-Studie (Prostate Cancer Outcomes – Compare & Reduce Variation) nehmen über 100 Zentren aus derzeit 12 Ländern teil, mehr als 30 der teilnehmenden Zentren sind DKG-zertifiziert. Weitere teilnehmende Zentren kommen u. a. aus Australien, den USA, Italien und dem Vereinigten Königreich. Die teilnehmenden Zentren erfassen systematisch klinische und patientenseitig berichtete Endpunkte (Patient Reported Outcomes – PROs) zum lokal begrenzten Prostatakarzinom und vergleichen diese untereinander.

Erwartete Ergebnisse sind unter anderem Aussagen zur Versorgungsqualität in Prostatakrebszentren unter Berücksichtigung der Patientenperspektive, die Erkennung von regionalen / krankenhausbezogenen Unterschieden sowie die Ableitung von Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung in zertifizierten Zentren.

  • Beteiligte Einrichtungen
    Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG)
    Bundesverband Prostata Selbsthilfe (BPS)
    OnkoZert
    DKG-zertifizierte Prostatakrebszentren

  • Förderer
    Movember Foundation (Australien)
    Förderverein Hilfe bei Prostatakrebs (FHbP)

  • Laufzeit
    01. Juli 2016 – 30. Juni 2018; Fortsetzung beabsichtigt

  • Publikationen
    Kowalski C. (2016) Zertifizierte Prostatakrebszentren und die „Prostate Cancer Outcomes – Compare and Reduce Variation“ (PCO-)Studie. Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe Magazin 2/2016: 7-9.

  • Ansprechpartner
    Dr. Christoph Kowalski (kowalski@krebsgesellschaft.de)

N-Male

Die häufigste Krebserkrankung der Frau ist Brustkrebs. Brustkrebs bei Männern ist hingegen sehr selten.  Etwa 700 Männer erkranken jährlich in Deutschland an Brustkrebs. Bislang gibt nur wenige Studien zur medizinischen Versorgung sowie zu den psychosozialen Bedürfnissen männlicher Brustkrebspatienten im Behandlungsverlauf.

Das Ziel von N-MALE (Male breast cancer: Patients‘ needs in prevention, diagnosis, treatment, rehabilitation and follow-up care) ist die Erfassung von medizinischen und psychosozialen Bedürfnissen männlicher Brustkrebspatienten. Des Weiteren soll die Sicht der Gesundheitsprofessionen (z. B. SenologInnen, HausärztInnen, Pflegekräfte, Rehabilitationsmediziner, PhysiotherapeutInnen, SozialarbeiterInnen und PsychoonkologInnen) auf die Versorgung von Männern  mit Brustkrebs dargestellt werden.

Die Studie folgt einem qualitativen Forschungsansatz. Die Patientenperspektive wird anhand von teilstandardisierten Leitfadeninterviews erfasst. Die Perspektive der beteiligten Gesundheitsprofessionen wird über Fokusgruppendiskussionen erfasst. Die Rekrutierung der Patienten erfolgt über die DKG-zertifizierten Brustkrebszentren. Federführend im Projekt ist die Forschungsstelle für Gesundheitskommunikation und Versorgungsforschung der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Bonn (Univ.-Prof. Dr. Nicole Ernstmann).

Studienergebnisse werden den teilnehmenden Brustkrebszentren und der organisierten Selbsthilfe in Form von Fact und Prompt Sheets zur Verfügung gestellt. Außerdem sind ein nationaler Transfer-Workshop für Brustkrebszentren sowie ein Ergebnisworkshop für Patienten geplant.

  • Beteiligte Einrichtungen
    Universitätsklinikum Bonn (UKB)
    Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG)
    Netzwerk Männer mit Brustkrebs e.V.
    Ludwig-Maximilian-Universität München (LMU)
    Uniklinik Köln (UKK)

  • Förderer
    Deutsche Krebshilfe

  • Laufzeit
    April 2016 – April 2018

  • Ansprechpartner
    Dr. Christoph Kowalski (kowalski@krebsgesellschaft.de)

 

Evaluation der StudyBox

Die StudyBox ist eine internetbasierte Plattform für Patienten und Ärzte. Sie gibt einen Überblick über Studien, die in zertifizierten Zentren durchgeführt werden. In der StudyBox registrierte Studien durchlaufen einen Begutachtungsprozess; sie werden akkreditiert und in der StudyBox gelistet, wenn sie von hoher inhaltlicher Qualität und besonderer Bedeutung für zertifizierte Zentren sind. Die Begutachtung sowie Akkreditierung der Studien erfolgt durch Mitglieder des Studienboards. Benannt werden diese von der Zertifizierungskommission Viszeralonkologische Zentren für die Bereiche Gastroenterologie und Viszeralchirugie, von Vertretern der ADDZ (Arbeitsgemeinschaft deutscher Darmkrebszentren) sowie der Geschäftsstelle der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.

In der momentanen Pilotphase erfasst die StudyBox Studien an DKG-zertifizierten Darmkrebszentren. Über die Suchfunktion in der StudyBox können erkrankungs- und stadienspezifische Studien identifiziert werden. Die StudyBox zeigt zudem, welche Studien aktuell Patienten rekrutieren und welche bereits geschlossen sind. Hier geht es zur StudyBox.

  • Beteiligte Einrichtungen
    Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG)
    OnkoZert
    Arbeitsgemeinschaft deutscher Darmkrebszentren (ADDZ)

  • Förderer
    Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

  • Laufzeit
    18 Monate

  • Publikationen
    Kowalski C, Wesselmann S, Ferencz J, Post S, Seufferlein T. (2016) Die StudyBox für Darmkrebsstudien. DKG Forum 31: DOI 10.1007/s12312-016-0128-3.

    Kowalski C, Jena S, Kliemann D, Antes G. (2015) Zur Diskussion: Studienregister fur die Onkologie nutzen - StudyBox und Deutsches Register Klinischer Studien. Z Evid Fortbild Qual Gesundhwes 109(6): 431-436.

    Kowalski C, Ferencz J, Benz S, Post S, Seufferlein T, Stinner B, Penzes O, Wesselmann S. (2016) Hemmende und fördernde Faktoren bei der Durchführung von Studien – Die Sicht von Darmkrebszentrumskoordinatorinnen und –koordinatoren. Zeitschrift für Gastroenterologie 54: 409–415.

  • Webseite
    www.studybox.de

  • Ansprechpartner
    Dr. Christoph Kowalski (kowalski@krebsgesellschaft.de)