Laufende oder in Vorbereitung befindliche Projekte

Auf dieser Seite stellen wir Versorgungsforschungsprojekte vor, die an zertifizierten Zentren laufen oder sich in der Planung befinden.

 

EDIUM

EDIUM

Das kolorektale Karzinom ist eine der häufigsten Krebsarten in Deutschland. Dabei unterscheidet sich die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Darmkrebs je nach Krankenhaus erheblich. Bei der EDIUM-Studie („Ergebnisqualität bei Darmkrebs: Identifikation von Unterschieden und Maßnahmen zur flächendeckenden Qualitätsentwicklung“) nehmen bundesweit über 100 DKG-zertifizierte Darmkrebszentren teil. Es werden Patient-Reported Outcomes (PROs) sowie klinische Endpunkte erfasst und zwischen den verschiedenen Zentren verglichen. EDIUM ist damit ein Nachfolgeprojekt der PCO-Studie zum Prostatakarzinom (siehe Eintrag auf dieser Seite).

Ziel des Projekts ist es, Aussagen zur Versorgungsqualität in zertifizierten Darmkrebszentren unter Berücksichtigung der Patientenperspektive zu treffen und gegebenenfalls bestehende krankenhausbezogene Unterschiede zu erkennen. Aus den Ergebnissen sollen Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung in zertifizierten Zentren abgeleitet werden.

Beteiligte Einrichtungen
Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG)
OnkoZert
Deutsche ILCO e.V.
Arbeitsgemeinschaft Deutscher Darmkrebszentren e.V. (addz)
Institut für Medizinische Statistik und Bioinformatik (IMSB) der Universität zu Köln

Förderer
Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA)

Laufzeit
1. Juli 2018 – 30. Juni 2021

Webseite
www.edium-studie.de

Ansprechpartner
Clara Breidenbach
Nora Tabea Sibert
Dr. Christoph Kowalski

B-CARE

Brustkrebs weist eine steigende Inzidenz bei gleichzeitig sinkender Mortalität auf und insgesamt sind immer mehr junge Frauen im erwerbstätigen Alter betroffen. Dadurch erlangt die berufliche Reintegration als ein wesentlicher Schritt für die Rückkehr in den Alltag immer mehr Bedeutung. B-CARE ("Wiederaufnahme der Arbeit nach Krebs – eine Untersuchung am Beispiel von Brustkrebspatientinnen") befragt 530 ehemalige Brustkrebspatientinnen persönlich und postalisch und verknüpft diese Informationen zusätzlich mit Daten aus der im Rahmen des Nationalen Krebsplans geförderten PIAT-Studie sowie Routinedaten des DKG-Zertifizierungssystems. Dadurch soll es erstmals möglich sein, die individuellen Erfahrungen, Präferenzen und Entscheidungen bezüglich Rehabilitation und beruflicher Wiedereingliederung von Frauen nach einer Brustkrebserkrankung umfangreich abzubilden. Ziel des Projektes ist es, sozialstrukturelle und psychosoziale Determinanten des beruflichen Wiedereingliederungserfolgs nach der Brustkrebserkrankung zu untersuchen.

Beteiligte Einrichtungen
Forschungsstelle für Gesundheitskommunikation und Versorgungsforschung, Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie; Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) Köln Bonn, Universitätsklinikum Bonn AöR
Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG)
Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V.
Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen
Deutsche Rentenversicherung
Förderer
Deutsche Rentenversicherung

Laufzeit
Mai 2018 – Mai 2020

Ansprechpartner
Dr. Christoph Kowalski
Clara Breidenbach

PCO

Das Prostatakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung von Männern weltweit. Als Folgen von Erkrankung und Therapie können u. a. Harninkontinenz, Darmprobleme, Erektionsstörungen und psychische Beschwerden auftreten. Bei Behandlungsergebnissen werden weltweit große Unterschiede vermutet. An der multinationalen PCO-Studie (Prostate Cancer Outcomes – Compare & Reduce Variation) nehmen über 100 Zentren aus derzeit 12 Ländern teil, mehr als 30 der teilnehmenden Zentren sind DKG-zertifiziert. Weitere teilnehmende Zentren kommen u. a. aus Australien, den USA, Italien und dem Vereinigten Königreich. Die teilnehmenden Zentren erfassen systematisch klinische und patientenseitig berichtete Endpunkte (Patient Reported Outcomes – PROs) zum lokal begrenzten Prostatakarzinom und vergleichen diese untereinander.

Erwartete Ergebnisse sind unter anderem Aussagen zur Versorgungsqualität in Prostatakrebszentren unter Berücksichtigung der Patientenperspektive, die Erkennung von regionalen / krankenhausbezogenen Unterschieden sowie die Ableitung von Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung in zertifizierten Zentren.

Beteiligte Einrichtungen
Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG)
Bundesverband Prostata Selbsthilfe (BPS)
OnkoZert
DKG-zertifizierte Prostatakrebszentren

Förderer
Movember Foundation (Australien)
Förderverein Hilfe bei Prostatakrebs (FHbP)

Laufzeit
01. Juli 2016 – unbefristet

Publikationen
Kowalski C. (2016) Zertifizierte Prostatakrebszentren und die „Prostate Cancer Outcomes – Compare and Reduce Variation“ (PCO-)Studie. Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe Magazin 2/2016: 7-9.

Webseite
www.pco-study.com/

Ansprechpartner
Dr. Christoph Kowalski

N-Male

Die häufigste Krebserkrankung der Frau ist Brustkrebs. Brustkrebs bei Männern ist hingegen sehr selten.  Etwa 700 Männer erkranken jährlich in Deutschland an Brustkrebs. Bislang gibt nur wenige Studien zur medizinischen Versorgung sowie zu den psychosozialen Bedürfnissen männlicher Brustkrebspatienten im Behandlungsverlauf.

Das Ziel von N-MALE (Male breast cancer: Patients‘ needs in prevention, diagnosis, treatment, rehabilitation and follow-up care) ist die Erfassung von medizinischen und psychosozialen Bedürfnissen männlicher Brustkrebspatienten. Des Weiteren soll die Sicht der Gesundheitsprofessionen (z. B. SenologInnen, HausärztInnen, Pflegekräfte, Rehabilitationsmediziner, PhysiotherapeutInnen, SozialarbeiterInnen und PsychoonkologInnen) auf die Versorgung von Männern  mit Brustkrebs dargestellt werden.

Die Studie folgt einem qualitativen Forschungsansatz. Die Patientenperspektive wird anhand von teilstandardisierten Leitfadeninterviews erfasst. Die Perspektive der beteiligten Gesundheitsprofessionen wird über Fokusgruppendiskussionen erfasst. Die Rekrutierung der Patienten erfolgt über die DKG-zertifizierten Brustkrebszentren. Federführend im Projekt ist die Forschungsstelle für Gesundheitskommunikation und Versorgungsforschung der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Bonn (Univ.-Prof. Dr. Nicole Ernstmann).

Studienergebnisse werden den teilnehmenden Brustkrebszentren und der organisierten Selbsthilfe in Form von Fact und Prompt Sheets zur Verfügung gestellt. Außerdem sind ein nationaler Transfer-Workshop für Brustkrebszentren sowie ein Ergebnisworkshop für Patienten geplant.

Beteiligte Einrichtungen
Universitätsklinikum Bonn (UKB)
Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG)
Netzwerk Männer mit Brustkrebs e.V.
Ludwig-Maximilian-Universität München (LMU)
Uniklinik Köln (UKK)

Förderer
Deutsche Krebshilfe

Laufzeit
April 2016 – April 2018

Ansprechpartner
Dr. Christoph Kowalski