Einzelfallzulassung Psychoonkologie

Die Überprüfung der Voraussetzungen für eine Einzelfallzulassung Psychoonkologie in zertifizierten Organkrebszentren sowie Onkologischen Zentren erfolgt anhand der eingesandten Nachweise für die Aus- sowie Fortbildung entsprechend der Zertifizierungsrichtlinien (psychosoziale oder medizinische akademische Grundprofession, psychotherapeutische Weiterbildung, psychoonkologische Fortbildung). Nur dokumentierte Bescheinigungen mit zeitlicher und inhaltlicher Angabe der durchgeführten Fortbildungseinheiten können Berücksichtigung finden.

Voraussetzungen der Einzelfallzulassung

Profession
Akademische psychosoziale oder medizinische Ausbildung (Diplom oder Master). Hierzu zählen: Psychologie, Medizin, Sozialarbeit, Sozialpädagogik oder Pädagogik.

Psychotherapeutische Weiterbildung
Neben den Psychotherapie-Richtlinienverfahren werden folgende Psychotherapie-Verfahren anerkannt: klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie, systemische Therapie, Gestaltpsychotherapie oder Logotherapie.

Psychoonkologische Fortbildung
Es muss ein zusammenhängendes psychoonkologisches Curriculum durchlaufen worden sein, das den Anforderungen der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Psychosoziale Onkologie (dapo) und der Arbeitsgemeinschaft Psychoonkologie (PSO) der Deutschen Krebsgesellschaft entspricht. Hier sind zu nennen: WPO Curriculum (GK, AK, IC oder PT), ein von der Deutschen Krebsgesellschaft anerkanntes psychoonkologisches Curriculum oder vergleichbare psychoonkologische Weiterbildungen (Einzelnachweise nötig).

Ablauf der Beantragung

Die Koordinationsstelle für die Einzelfallprüfung Psychoonkologie sondiert die Unterlagen und prüft sie auf Vollständigkeit. Bei fehlenden Unterlagen wird der Antragsteller gebeten, diese noch nachzureichen.

Liegen alle Unterlagen komplett vor, entscheiden die Koordinierungsstelle und der Koordinator der Arbeitsgemeinschaft Psychoonkologie (PSO) der Deutschen Krebsgesellschaft mithilfe der formulierten Kriterien, ob es sich um ein Verwaltungs- oder Begutachtungsverfahren handelt.

Im Falle eines Verwaltungsverfahrens wird dem Antragsteller innerhalb von zwei Wochen das Ergebnis des Verfahrens mitgeteilt.

Bei einem umfangreicheren Begutachtungsverfahren leitet die Koordinationsstelle die Unterlagen an einen externen Gutachter und den Koordinator der Arbeitsgemeinschaft Psychoonkologie (PSO) der Deutschen Krebsgesellschaft weiter. Beide prüfen innerhalb von vier Wochen, inwieweit die Kriterien eingehalten sind, und geben ein Votum ab. Nach Abschluss des Verfahrens erhält der Antragsteller das Ergebnis mitgeteilt.

Gebühren

In jedem Fall ist zugleich mit der Einreichung der Aus- und Fortbildungsnachweise eine Bearbeitungsgebühr von 30 Euro zu entrichten. Im Falle eines Begutachtungsverfahrens betragen die Bearbeitungsgebühren zusätzlich 220 Euro. Diese müssen vor Beginn des Begutachtungsprozesses an die Koordinationsstelle überwiesen werden. Der Antragsteller wird darüber durch die Koordinationsstelle rechtzeitig informiert.

Bankverbindung

Kontoinhaber: DKG/PSO
IBAN: DE59 5005 0201 0200 2385 07
BIC: HELADEF1822
Bank: Frankfurter Sparkasse
Stichwort: EFZ <Name>

Ansprechpartnerin in der Geschäftsstelle:

Deutsche Krebsgesellschaft
Anita Günther
Kuno-Fischer-Str. 8
14057 Berlin
Tel: 030 322932980
Fax: 030 322932966
E-Mail: guenther@krebsgesellschaft.de