Zertifizierungs-News 2020

12/2020: Krebsprävention und -vorsorge – erste wichtige Schritte zur Krebsbekämpfung

In einem Editorial im European Journal of Public Health wird eine e-collection mehrerer Publikationen zum Thema Prävention einschließlich der Krebsvorsorge als notwendiger erster Schritt zur Krebsbekämpfung vorgestellt. Diese ausgewählten Studien werden aufgeführt, um eine evidenzbasierte Krebspolitik zu unterstützen. Insbesondere konzentrieren sich die ausgewählten Publikationen auf die Risikofaktoren für Krebs, den Einsatz der Krebsvorsorge und die Rolle, die Europa bei der Bekämpfung von Krebs spielen sollte.

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11/2020: Zertifizierte Darmkrebszenten – Ein Beitrag zur Verbesserung der Versorgungsqualität

Ein aktueller Beitrag in Der Onkologe gibt einen Überblick über die für die Versorgungsqualität relevanten Merkmale von zertifizierten Darmkrebszentren. Durch die Einbettung des Zertifizierungssystems der Darmkrebszentren in den Qualitätszyklus in der Onkologie und das 3 Stufen-Modell der onkologischen Versorgung konnte sich die Versorgungsqualität positiv weiterentwickeln. Dies gelang durch die Behandlung in interdisziplinären Netzwerken auf Basis evidenzbasierter Leitlinien und durch die Etablierung und systematische Anwendung von Qualitätsindikatoren. In den letzten Jahren haben sich in Ergänzung hierzu die Teilnahme der Zentren an qualitativ hochwertigen Studien und die Erhebung von Patient-Reported Outcomes als weitere qualitätsrelevante Instrumente etabliert.

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10/2020: Forschungsprojekt im Deutschen Ärzteblatt diskutiert

In einem aktuellen Beitrag im Deutschen Ärzteblatt werden die Ergebnisse eines Versorgungsforschungsprojekts unter Beteiligung der DKG zu Brustkrebs beim Mann diskutiert: Die Originalarbeit des Forschungsprojekts berichtet unter anderem von Unklarheiten und Wissenslücken im Umgang mit betroffenen Männern, etwa zur Behandlung von besonderen Medikamentennebenwirkungen beim Mann, zur Abrechnung der Behandlung oder zu fachärztlichen Zuständigkeiten. Brustkrebs bei Männern ist selten, pro Jahr erhalten nur etwa 700 Männer in Deutschland diese Diagnose.

Hier geht es zum Beitrag im Ärzteblatt.

Hier geht es zum Abstract der Originalarbeit.

09/2020: Implementierung von Patient-Reported Outcomes

Eine aktuelle Veröffentlichung gibt einen systematischen Überblick über Programme zur Erfassung von Patient-Reported Outcomes (PROs) in der klinischen Routinebehandlung von Krebspatientinnen und -patienten. PROs ermöglichen 1.) das Monitoring von Symptomen und Funktion einzelner Betroffener zur Unterstützung der Behandlungsentscheidung und 2.) die Verwendung der Ergebnisse zur Qualitätsverbesserung, einschließlich des Benchmarkings von Versorgenden. Die identifizierten Studien liefern relevante Informationen zu bestehenden PRO-Programmen und geben Einblicke in Fragen, die beim Aufbau einer solchen Infrastruktur berücksichtigt werden sollten. Eine Reihe kritischer Themen werden bisher jedoch kaum angesprochen, darunter Kosten, Personalressourcen und Methoden zur Meldung und Beantwortung. Die Untersuchung ist Teil der von der Europäischen Kommission geförderten Joint Action „IPAAC“: www.ipaac.eu

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Unsere aktuellen Studien zu Patient-Reported Outcomes: PCO und EDIUM

09/2020 Manual für Methoden und Nutzung versorgungsnaher Daten

Das Deutsche Netzwerk Versorgungsforschung (DNVF) hat eine Ad hoc Kommission zur Nutzung versorgungsnaher Daten (RWE/RWD) ins Leben gerufen. Ziel der Kommission ist es, einen Methoden-Leitfaden zur Nutzung versorgungsnaher Daten zu erstellen. Das erste Kapitel fasst zusammen, warum der Begriff „Versorgungsnahe Daten (VeDa)“ zielführender ist als die Begriffe Real Word Data (RWD) und Real World Evidence (RWE). Hier gehts zum Abstract

09/2020: Intersektorale Versorgung

Eine qualitativ hochwertige Versorgung ohne Kommunikations- und Koordinationsbrüche erfordert bei vielen Krebs- und anderen Erkrankungen eine strukturierte Behandlung über Sektorengrenzen hinweg. In einem aktuellen Buchbeitrag werden am Beispiel Brustkrebs zwei Versorgungskonzepte und deren Entwicklung beschrieben, die unabhängig voneinander seit Anfang dieses Jahrhunderts in Deutschland etabliert wurden: die Disease-Management-Programme und die Zertifizierung von Krebszentren. Beide sind jeweils für sich bereits sektorenübergreifend angelegt und greifen darüber hinaus in der Versorgungswirklichkeit im Sinne einer hochwertigen Versorgung ineinander – ohne dass dies normativ geregelt werden musste.

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09/2020: PROM in der Routineversorgung von Krebsbetroffenen

Der Einsatz von „patient-reported outcome measures“ (PROM) in der Routineversorgung birgt für Patient*innen und Behandler*innen erhebliches Potenzial. Allerdings sind PROM noch längst nicht flächendeckend etabliert. Christoph Kowalski und Jutta Hübner skizzieren in einem Artikel die wesentlichen Anwendungsbereiche für PROM in der Routineversorgung von Krebsbetroffenen und stellen einige wegweisende Studien der letzten Jahre vor.

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09/2020: DNVF-Memorandum Versorgungsforschung in der Onkologie erschienen

Das Deutsche Netzwerk Versorgungsforschung e. V. (DNVF), das eng mit der Krebsgesellschaft kooperiert, hat das „DNVF-Memorandum Versorgungsforschung in der Onkologie“ erstellt. Die multidisziplinäre Autorengruppe um die Sprecher*innen der Fachgruppe Onkologie, Christoph Kowalski und Elisabeth Inwald, hat ein Konsensstatement erarbeitet, das eine Gegenstandsbeschreibung beinhaltet, die Besonderheiten der Situation der Krebsbetroffenen hervorhebt und aktuelle Forschungsbereiche benennt. Das Memorandum kann einsteigenden und erfahrenen Versorgungsforscher*innen Orientierungshilfe im Feld der Onkologie bieten.

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08/2020: Interpretationshilfe für PCO-Studie

Der EPIC-26 ist ein Fragebogen, der Symptome und Funktionen von Prostattakrebsbetroffenen erfasst. Um die Ergebnisse der prätherapeutischen EPIC-26 Werte von an der PCO-Studie teilnehmenden Patienten besser interpretieren zu können, steht ab sofort ein Update der Interpretationshilfe zur Verfügung, die wir erstmalig 2018 veröffentlicht haben. Diese Übersicht enthält nun zusätzlich zu den prätherapeutischen Durchschnittswerten auch posttherapeutische Ergebnisse der PCO-Studienkohorte. Die Darstellung erfolgt stratifiziert nach Altersgruppen und Risikoklassifikation. Das Dokument kann PCO-Zentren bei Bedarf helfen, die Ergebnisse aus der prätherapeutischen Befragung in ihre Behandlungsplanung miteinzubeziehen. Wir freuen uns, wenn dadurch die patientenindividuelle Auswertung des EPIC-26 von den PCO-Zentren besser interpretiert werden kann.

Interpretationshilfe EPIC-26

08/2020: PCO-Studie aus der Patientenperspektive

Die aktuelle Ausgabe des Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe Magazin berichtet über die „Prostate Cancer Outcomes-Studie“ (kurz: PCO-Studie). Die Studie will dazu beitragen, die physische und psychische Gesundheit von Männern, die wegen eines lokalen Prostatakarzinoms behandelt werden, zu verbessern.

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07/2020: Studienmanagement – Beratung durch Ethikkommissionen

Im Rahmen der multizentrischen EDIUM-Studie wurden Kosten und Ressourcen für die Beratung durch Ethikkommissionen evaluiert. Ein bundeseinheitliches Verfahren für die Beratung durch Ethikkommissionen für multizentrische Studien könnte den finanziellen, materiellen und personellen Aufwand deutlich reduzieren und sollte zukünftig angestrebt werden. Im Sinne ökonomischer und ökologischer Nachhaltigkeit sollten zudem Online-Verfahren erwogen werden.

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07/2020: PCO-Erfahrungsbericht

Eine aktuelle Veröffentlichung berichtet über bisherige Erfahrungen zur PCO-Studie. Es zeigt sich, dass PCO von den Strukturen des Zertifizierungssystems profitiert, in dem bereits seit Jahren vordefinierte Datensätze über viele Zentren hinweg erhoben und harmonisiert werden. Trotzdem erfordert die Implementierung der Erfassung von Patient-Reported Outcomes wesentliche Bemühungen seitens der Zentren und ein konstantes Monitoring, um eine hohe Qualität der Daten zu erzielen. Der wesentliche Anteil der PCO-Patienten erhält eine radikale Prostatektomie. Die Datenvollständigkeit ist gut, abgesehen von Informationen zu Komorbiditäten.

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Weitere Infos zur PCO-Studie.

06/2020: Wie werden Qualitätsindikatoren aktualisiert?

Die enge Zusammenarbeit zwischen Leitliniengruppen und Zertifizierungskommissionen ermöglicht die Implementierung von leitlinienbasierten Qualitätsindikatoren (QIs) in der Krebsversorgung. Bereits bestehende und gemessene QIs liefern Informationen über die Versorgung von Krebspatient*innen in der Praxis, die Einhaltung der Leitlinien sowie die Durchführbarkeit der QIs selbst und zeigen mögliche Aktualisierungsbedarfe auf. Eine aktuelle Veröffentlichung zeigt den dynamischen QI-Aktualisierungsprozess auf, der transparent beschrieben werden kann und einer regelmäßigen Evaluation bedarf.

Abstract
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06/2020: Mehr strahlentherapierte Patienten für PCO benötigt!

Die Projektleitung hat gemeinsam mit Patientenvertretern einen Brief verfasst, in dem sie Strahlentherapeut*innen ermutigen, an der Prostate Cancer Outcomes (PCO) Studie teilzunehmen. Seit 2016 können zertifizierte Prostatakrebszentren an der PCO-Studie teilnehmen. Bislang waren die Zentren bei der Rekrutierung von Patienten, die sich einer Operation unterziehen, erfolgreicher als von Patienten, die eine Strahlentherapie als definitive Behandlung erhalten. Das bedeutet jedoch, dass Schlussfolgerungen für die letztere Patientengruppe nahezu unmöglich sind. Es ist somit wichtig, dass alle Behandlungsarten gleich gut in der Studie vertreten sind.

Weitere Infos zur PCO-Studie
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06/2020: Organisationsbezogene Versorgungsforschung

Ein Beitrag in Onkologie heute stellt das Konzept der organisationsbezogenen Versorgungsforschung (O-VF) vor, beschreibt exemplarisch zwei Studien aus der Onkologie (PCO und WIN-ON) und weist den praktischen Anwendungsbezug auf. Hinter dem Begriff O-VF verbirgt sich zusammengefasst jede Art der Versorgungsforschung, die auch die Versorgungsorganisation (also z. B. Arztpraxen, Krankenhäuser) selbst oder Unterschiede zwischen Versorgungsorganisationen in den Blick nimmt. Das Konzept der O-VF ist in Deutschland gut etabliert: Das Deutsche Netzwerk Versorgungsforschung (DNVF) beispielsweise bündelt die Aktivitäten zur O-VF in einer eigenen Arbeitsgemeinschaft. Viele Untersuchungen mit Organisationsbezug der letzten Jahre sind in der Onkologie verortet.

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Weitere Infos zur PCO-Studie
Weitere Infos zur Studie WIN-ON

06/2020: Europäische onkologische Versorgung - wie geht es weiter?

In der aktuellen Ausgabe des Magazins FORUM geben Ellen Griesshammer, Julianna Bendèk und Simone Wesselmann einen Überblick über die jüngsten Entwicklungen der onkologischen Versorgung auf europäischer Ebene. Neben dem Europäischen Krebsplan, der die Stärkung der zentralen Bereiche Prävention, Diagnose, Therapie, Langzeitüberlebende nach Krebs und palliative Versorgung adressiert, werden die daraus resultierenden Projekte Horizon Future und Best-Practice-Portal vorgestellt.

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06/2020: Bedarf an psychologischer Unterstützung bei Brustkrebspatientinnen

Eine aktuelle Veröffentlichung untersucht den Bedarf an psychoonkologischer Unterstützung im Verlauf einer Brustkrebsbehandlung und mögliche damit zusammenhängende Faktoren. Rund 35 Prozent der 927 befragten Frauen gaben zu mindestens einem der drei Zeitpunkte während der Behandlung (kurz nach der OP sowie zehn und 40 Wochen nach der OP) einen Bedarf an psychologischer Unterstützung an. Brustkrebspatientinnen mit einer niedrigen Gesundheitskompetenz, die in einem dysfunktionalen Maß an Progredienzangst leiden oder psychische Beschwerden aufweisen, entwickeln mit größerer Wahrscheinlichkeit einen Bedarf an psychoonkologischer Unterstützung.

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05/2020: Stellenwert von zertifizierten Darmkrebszentren bei der Darmkrebsbehandlung

Eine aktuelle Veröffentlichung in Der Gastroenterologe fasst die Entwicklungen und Auswirkungen der Zertifizierung von Darmkrebszentren zusammen. Mittlerweile halten nahezu alle Kliniken mit ausreichenden Mindestmengen ein Zertifikat und mehr als die Hälfte aller kolorektalen Karzinome werden operiert. Aus aktuellen Untersuchungen geht hervor, dass daraus sowohl ein Vorteil hinsichtlich der onkologischen als auch der kurzfristigen operativen Ergebnisse für die Patient*innen resultiert. Zudem wird deutlich, dass die Darmkrebszentren mit ihrer obligatorischen Studieninfrastruktur, der Einbindung in die Krebsregistrierung und insbesondere mit ihrer Möglichkeit, in sehr kurzer Zeit sehr viele Patient*innen zu rekrutieren, eine wesentliche Rolle in der Versorgungsforschung des kolorektalen Karzinoms und in der Entwicklung innovativer Studienkonzepte spielen werden.

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04/2020: Qualitätsoffensive in der Senologie

Die Qualitätssicherung in der Senologie hat eine lange Tradition mit positiven Auswirkungen auf patientenrelevante Endpunkte, z. B. Leitlinien, Qualitätsindikatoren und zertifizierte Brustkrebszentren. In der aktuellen Veröffentlichung in Der Gynäkologe wird eine intensivierte Zusammenarbeit von Fachgesellschaft und Selbstverwaltung gefordert, da Qualitätssicherung und -verbesserung ineinandergreifende Instrumente entlang der gesamten sektorübergreifenden Versorgungskette benötigen. Einzelmaßnahmen, die nicht in ein Gesamtkonzept eingebunden sind, sind nicht geeignet, Patientensicherheit und Qualität der Versorgung zu verbessern. Eine sinnvolle Zusammenarbeit von Fachgesellschaften und Selbstverwaltung im Kontext qualitätssichernder Projekte ist beispielsweise bei den Regelungen für Zentrumszuschläge sichtbar.

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04/2020: DKG-Zertifizierung außerhalb Deutschlands

Auch Krebszentren außerhalb Deutschlands können sich von der DKG zertifizieren lassen. Eine aktuelle Veröffentlichung im World Journal of Urology zeigt, dass eine Zertifizierung für ausländische Zentren umsetzbar ist, auch wenn Anwärterzentren mit einem erhöhten Aufwand konfrontiert werden, um die Anforderungen zu erfüllen. Für das Zertifizierungssystem erfordert die ausländische Zertifizierung ein höheres Maß an Flexibilität: Verschiedene Gesundheitssysteme müssen berücksichtigt und Anforderungen gegebenenfalls adaptiert werden, um eine Länderspezifische Implementierung zu ermöglichen.

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04/2020: SOCAPO-E: Instrument zur Messung von Sozialkapital in Gesundheitsorganisationen validiert

Das Sozialkapital einer Gesundheitsorganisation – also beispielsweise soziale Beziehungen innerhalb eines Krankenhauses – ist ein wichtiger Faktor, damit komplexe Aufgaben und Abläufe koordiniert werden können. Eine aktuelle Veröffentlichung unter Beteiligung der DKG konnte das SOCAPO-E als effizientes Instrument zur Messung des Sozialkapitals von Gesundheitsorganisationen validieren.

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04/2020: Krebsbetroffene mit indirekten Kosten konfrontiert

Eine aktuelle Veröffentlichung unter Beteiligung der DKG zeigt, dass auch Krebsbetroffene in Deutschland trotz gesetzlicher Krankenversicherung mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Die 39 qualitativen Interviews gaben Ausschluss darüber, dass insbesondere Einkommensverluste der maßgebliche Grund für finanzielle Sorgen sind. In Screenings sollten demnach auch indirekte Kosten von Krebsbetroffenen berücksichtigt werden.

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04/2020: PCO-Studie – Neue Ergebnisse zur psychoonkologischen Inanspruchnahme bei Prostatakrebspatienten

Eine weitere Auswertung mit Daten der PCO-Studie wurde veröffentlicht: Die aktuelle Publikation in Cancer Medicine zeigt, dass die psychoonkologischen Beratungsraten zwischen zertifizierten Prostatakrebszentren variieren. Diese Unterschiede können mit der Erkrankungsschwere und der Therapieart der Patienten sowie mit dem Lehrstatus der Zentren erklärt werden.

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02/2020: Vergleich von Ergebnisqualität – warum Casemix-Adjustierung wichtig ist

Ergebnisqualität in unterschiedlichen Versorgungsorganisationen messen und die Ergebnisse miteinander vergleichen: Das ist Ziel vieler Versorgungsforschungsstudien, auch der Projekte EDIUM und PCO unter Beteiligung der DKG. Für solche Vergleiche ist es wichtig, dass sie „fair“ sind. Dabei spielt unter anderem die Zusammensetzung der Patient*innen in den unterschiedlichen Versorgungsorganisationen (engl.: casemix) eine wichtige Rolle. Eine statistische Berücksichtigung dieser Unterschiede wird als Casemix-Adjustierung bezeichnet. Ein aktueller Beitrag in dem Magazin ONKOLOGIE heute erklärt, was Casemix-Adjustierung bedeutet und warum dieser wesentlich für die Versorgungsforschung ist.

Hier geht es zum Volltext.

Hier geht es zu EDIUM.

Hier geht es zur PCO-Studie.

02/2020: Erste Ergebnisse der PCO-Studie veröffentlicht

Das Magazin "World Journal of Urology" hat erste Ergebnisse der PCO-Studie veröffentlicht: Eine Auswertung der prätherapeutischen Daten zeigt, dass die selbstberichtete Funktionsfähigkeit von Prostatakrebspatienten (z. B. Kontinenz oder Potenz) vor Behandlungsbeginn in Prostatakrebszentren variiert. Insbesondere Patienteneigenschaften wie Alter und sozioökonomischer Status hängen mit der selbstberichteten Funktionsfähigkeit zusammen. Diese Ergebnisse heben hervor, wie wichtig es ist, sozioökonomische Informationen der Patienten bei Behandlungsentscheidungen und für Vergleiche von Versorgungsorganisationen zu berücksichtigen.

Hier geht es zum Volltext.

Hier geht es zur PCO-Studie

01/2020: EDIUM-Studie erreicht Rekrutierungsziel!

Über 5.250 Patientinnen und Patienten mit Darmkrebs wurden 2019 in die EDIUM-Studie eingeschlossen. Damit haben wir die geplante Studienteilnehmeranzahl erreicht und bedanken uns herzlich bei allen Studienzentren für das erfolgreiche EDIUM-Jahr! 2020 beginnt die posttherapeutische Befragung. Wir freuen uns auf die nächste Phase des Projekts!

Hier geht es zur EDIUM-Studie.

 

01/2020: Studienprotokoll der Studie B-CARE veröffentlicht

Ziel von B-CARE ist es, sozialstrukturelle und psychosoziale Determinanten des beruflichen Wiedereingliederungserfolgs nach einer Brustkrebserkrankung zu untersuchen. Die Studie befragt ehemalige Brustkrebspatientinnen persönlich und postalisch und verknüpft diese Informationen zusätzlich mit Daten aus der im Rahmen des Nationalen Krebsplans geförderten PIAT-Studie sowie Routinedaten des DKG-Zertifizierungssystems.

Hier geht es zu laufenden Forschungsprojekten.

Hier geht es zum Studienprotokoll.

Zertifizierungs-News 2019

12/2019: Zentrumszuschlag für zertifizierte Onkologische Zentren

Am 01.01.2020 wird der sogenannte Zentrumszuschlag für zertifizierte Onkologische Zentren in Kraft treten, den der G-BA kürzlich beschlossen hat. Onkologische Zentren müssen entsprechend Zertrechner zunächst die Anforderungen für 4 Tumorentitäten nachweisen. Nach einer Übergangsphase von 2 Jahren müssen 5 Entitäten nachgewiesen werden. Die Richtlinie wird aller Voraussicht nach ab Januar/Februar 2020 zugänglich sein.

Hier geht es zur Pressemitteilung des G-BA.

12/2019: Berechenbarkeit von Qualitätsindikatoren in S3-Leitlinien

Das Krebsfrüherkennungs- und -registergesetz regelt zur Verbesserung der onkologischen Versorgung, dass die klinische Krebsregistrierung in Deutschland auf Grundlage des Basisdatensatzes der ADT und der GEKID durchzuführen ist. Qualitätsindikatoren in S3-Leitlinien sind Kennzahlen zur Beurteilung der Qualität von Behandlung und Ergebnis in der klinischen Versorgung für die jeweilige Krebsentität. Eine aktuelle Analyse zeigt erhebliche Unterschiede bei der Berechenbarkeit der Qualitätsindikatoren für die verschiedenen Tumorentitäten mittels der in den klinischen Krebsregistern dokumentierten Variablen. Der ADT/GEKID-Basisdatensatz sollte nach Auffassung der Autoren um zusätzliche organ-spezifische Module erweitert werden, um eine möglichst vollständige Dokumentation aller Variablen zu ermöglichen, die für die Bestimmung der klinischen Qualitätsindikatoren erforderlich sind.

Hier geht es zum Abstract.

11/2019: Gesundheitskompetenz und Versorgungsorganisationen

Ein Beitrag im aktuellen Themenheft des Landesseniorenrats Thüringen stellt unter anderem den HLHO-10-Kurzfragebogen vor, mit dem Beschäftigte von Versorgungsorganisationen danach befragt werden können, inwieweit Gesundheitskompetenz ihr ihrer Organisation berücksichtigt und gefördert wird. Eine Befragung von Beschäftigen in Brustkrebszentren hat gezeigt, dass Patient*innen zwar über Kosten und Risiken von Behandlungen informiert werden, differenzierendes Informationsmaterial jedoch noch kaum genutzt wird. Der HLHO-10-Kurzfragebogen ist nutzbar für Forschungsprozesse, um Gesundheitskompetenzorientierung von Versorgungsorganisationen zu beschreiben und zu erklären, aber auch für Organisationen selbst, die so mögliche Defizite in einem wesentlichen Teilbereich von Patientenorientierung aufdecken und ggf. intervenieren können.

Hier geht es zum Volltext.

10/2019: Brustkrebs beim Mann: Bewusstsein und Forschung steigern

Männer mit Brustkrebs profitieren zwar von den hochentwickelten Strukturen zur Brustkrebsversorgung in Deutschland, dennoch zeigen sich Versorgungsdefizite bei der seltenen Erkrankung aus der Sicht der behandelnden Professionen und Patienten. Zwei aktuelle Veröffentlichungen zum Thema Brustkrebs – ein Fachartikel und ein Letter to the Editor – betonen, dass mehr Forschungsevidenz zu dem Thema generiert werden sollte. Zudem sollte Informationsmaterial spezifischer auf Männer angepasst, der Zugang zu ambulanter gynäkologischer Versorgung gewährleistet, Aufmerksamkeit in Gesundheitsberufen für die Erkrankung gesteigert und Zuständigkeiten für Betroffene geklärt werden.

Hier geht es zum Letter to the Editor

Hier geht es zum Abstract des Fachartikels

Hier geht es zum Infoblatt „Brustkrebs bei Männern“

10/2019: Zertifizierung von Krebszentren Versicherten vorgestellt

Ein aktueller Beitrag im Magazin des Verbands der Ersatzkassen stellt Versicherten das Zertifizierungssystem der Deutschen Krebsgesellschaft vor. Was macht zertifizierte Krebszentren aus? Welche aktuellen Entwicklungen gibt es? Und wie können Patientinnen und Patienten zertifizierte Krebszentren finden?

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09/2019: Vorgestellt: Innovative Partnership Action against Cancer (iPAAC)

Ein aktueller Beitrag im FORUM berichtet über die „Innovative Partnership against Cancer“ (iPAAC): Bei dieser „Gemeinsamen Maßnahme“ zur Krebsbekämpfung der Europäischen Union und der Mitgliedsstaaten übernimmt die Deutsche Krebsgesellschaft zusammen mit dem Bundesministerium für Gesundheit die Leitung für das Arbeitspaket 10 Governance of Cancer Care.

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09/2019: N-MALE Studie: Stärkeres Bewusstsein für Brustkrebs beim Mann erforderlich

Es gibt nur wenig Forschung zu Brustkrebs bei Männern. Im Rahmen der N-MALE Studie wurden männliche Brustkrebspatienten nun im Mixed-Methods-Design dazu befragt, wie sie die auf Frauen zugeschnittene Gesundheitsversorgung bei Brustkrebs wahrnehmen. Wahrgenommene Defizite waren Verzögerungen bei der Diagnose, Unsicherheiten bei der Behandlung, Stigmatisierung und unklare Zuständigkeiten bei der Nachsorge. Ein höheres Bewusstsein in der Öffentlichkeit, bei Versorgern und in der Wissenschaft zu Brustkrebs beim Mann sind erforderlich, um zukünftig einen besseren Zugang zur gynäkologischen Versorgung und eine geregelte Nachsorge für Männer mit Brustkrebs zu gewährleisten.

Hier geht es zum Abstract des Artikels.

Hier geht es zu unserem Infoblatt „Brustkrebs bei Männern“.

09/2019: PCO-Studie: Deutscher Fragebogen zur Lebensqualität bei Prostatakrebspatienten validiert

Die Behandlung von Prostatakrebs bringt häufig erhebliche Nebenwirkungen mit sich. Deshalb ist es wichtig, Patienten mit Prostatakrebs nach ihrer gesundheitsbezogene Lebensqualität zu befragen. Häufig verwendet wird dafür der Fragebogen EPIC-26 – bisher jedoch ohne deutsche Validierung. Eine psychometrische Evaluation des Fragebogens im Rahmen der Prostate Cancer Outcome (PCO)-Studie zeigt nun: Auch die deutsche Übersetzung des EPIC-26 eignet sich gut, um gesundheitsbezogene Symptome bei Patienten mit Prostatakrebs zu erfassen. Abstract

08/2019: Brustkrebs bei Männern: Familie und Freunde stärker einbinden

Rund ein Prozent aller Menschen mit Brustkrebs sind Männer. Da Brustkrebs jedoch immer noch als typische Frauenkrankheit gilt, haben betroffene Männer häufig mit Stigmatisierung und Isolierung zu kämpfen. Im Rahmen der N-MALE Studie wurden Männer mit Brustkrebs befragt, bei wem sie sozialen Halt während der Krankheit finden. Vor allem Partner*innen, Familie und Freunde spielen eine wichtige emotionale Rolle für Betroffene. Es sollte darüber nachgedacht werden, wie enge soziale Kontakte besser in der Brustkrebsversorgung von Männern eingebunden werden können, z.B. bei Rehabilitationsangeboten. Selbsthilfegruppen waren Männern mit Brustkrebs teilweise unbekannt. Informationen zu Anlaufstellen sollten demnach verstärkt vermittelt werden.

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07/2019: Forum-Artikel: Das europäische Zertifizierungssystem der DKG

Mit der immer weiter steigenden Anzahl der DKG-zertifizierten Zentren ist das Zertifizierungssystem mittlerweile das größte in Europa geworden. Ein aktueller Beitrag im FORUM beschreibt, wie die Kernziele des Zertifizierungssystems – interdisziplinäre Netzwerkbildung, Leitlinienadhärenz, Messung, Darstellung und kontinuierliche Verbesserung der Versorgungsqualität – auf europäischer Ebene umgesetzt werden können.

Hier geht es zum Volltext.

07/2019: Brustkrebs bei Männern – Informationsmaterial für Patienten, Angehörige und Versorger

Brustkrebs bei Männern ist sehr selten. Die Zertifizierungskommission der Brustkrebszentren und das Versorgungsforschungsprojekt N-MALE haben Informationsblätter erarbeitet, um speziell auf Männer mit Brustkrebs zugeschnittene Informationen zur Verfügung stellen zu können. Gerne können Sie als Arzt oder Ärztin, Beratungsstelle oder weiterer Erstkontakt für Männer mit Brustkrebs das Material hier herunterladen, ausdrucken und an Betroffene weitergeben:

Ein Informationsblatt für Betroffene und Angehörige, das die Inhalte aus der Patientenleitlinie Brustkrebs zu Diagnose und Behandlung von Brustkrebs bei Männern gebündelt zusammenfasst und auf weitere Anlaufstellen verweist.

Ein N-MALE Prompt Sheet als Hilfestellung für Betroffene oder Angehörige, um sich in Gesprächen und bei der Informationssuche rund um die Erkrankung zurechtzufinden.

Fact Sheets, die die Ergebnisse der N-MALE Studie zur Patientenperspektive und Versorgerperspektive zusammenfassen.

06/2019: Interview mit PD Dr. Peter Reichardt über seltene Krebserkrankungen und neue zertifizierte Sarkomzentren

In einem Interview mit Spiegel-Online spricht PD Dr. Peter Reichardt über die DKG-Zertifizierung von Sarkomzentren und erklärt, welche Rolle sie in der Versorgung von Menschen mit seltenen Krebserkrankungen spielen. Er ist Mitglied der Zertifizierungskommission Sarkomzentren

Hier geht es zu dem Interview.

06/2019: Das Potenzial von Patient-Reported Outcomes – Nutzen und Umsetzung der EDIUM-Studie

Regelmäßiges Monitoring mit Patient-Reported Outcomes (PROs) kann die Lebensqualität von Krebsbetroffenen erheblich verbessern und sollte somit fester Bestandteil onkologischer Versorgung werden. Ein aktueller Beitrag in Onkologische Pflege berichtet, wie das deutschlandweite EDIUM-Projekt PROs zwischen Darmkrebszentren vergleicht und die Implementierungshürden und -chancen von PRO-Anwendungen klinikübergreifend und unter Einbeziehung der Behandlersicht evaluiert. Von besonderer Bedeutung bei diesem Vorhaben ist unter anderem das onkologische Pflegepersonal, das häufig einen Großteil der Gesundheitsedukation übernimmt, Krebspatientinnen und -patienten beim Selbstmanagement berät und somit letztlich zur Förderung von Lebensqualität und einer optimalen Gesundheitsversorgung beiträgt.

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05/2019: Zweitmeinungsprogramm der Deutschen Krebsgesellschaft

Ein nicht unerheblicher Anteil onkologischer Patientinnen und Patienten hat ein Bedürfnis nach einer Zweitmeinung. Eingeholte Zweitmeinungen fallen dann meist zur Zufriedenheit der Betroffenen aus und in einer relevanten Zahl von Fällen hat die Zweitmeinung andere Behandlungsvorschläge zur Folge. Die DKG hat nun ein qualitätsgesichertes, strukturiertes Verfahren zur Einholung von Zweitmeinungen aus den zertifizierten Zentren entwickelt. Henning Adam und Christoph Kowalski stellen in ONKOLOGIE heute die rechtliche Grundlage, ausgewählte Erkenntnisse zu Nutzen und Inanspruchnahme sowie das Zweitmeinungsprogramm der DKG vor.

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05/2019: Zertifizierte Brustkrebszentren treffen fundierte Entscheidungen bei Trastuzumab-Therapie

Wenn zertifizierte Brustkrebszentren entgegen der Leitlinienempfehlung keine Empfehlung für eine Trastuzumab-Behandlung aussprechen, müssen sie die Gründe ihrer Entscheidung dokumentieren. Eine kürzlich in Archives of Gynecology and Obstetrics veröffentlichte Auswertung dieser Entscheidungsgründe zeigt nun, dass Empfehlungen gegen eine Trastuzumab-Behandlung durch sorgfältig begründete und fundierte Entscheidungen in den Tumorkonferenzen entstehen und kein Indiz für Qualitätsdefizite darstellen. Es wurden Daten von 53.777 Primärfällen aus 274 zertifizierten Brustkrebszentren aus dem Jahr 2015 analysiert. Der häufigste Grund, keine Trastuzumab-Behandlung zu empfehlen, war die Multi- bzw. Komorbidität der Patientin.

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05/2019: Was macht die EU in Sachen Krebs?

Seit über 3 Jahrzehnten ist der Kampf gegen Krebs prioritäres gesundheitspolitisches Thema der EU. In einem aktuellen Beitrag im FORUM gibt Simone Wesselmann einen Überblick zu den europäischen Aktivitäten im Bereich Onkologie. Dabei umreißt sie die zwei unter der Beteiligung der Deutschen Krebsgesellschaft gegenwärtig laufenden Joint Actions zu Krebs (JA iPAAC, JARC). Mit Joint Actions werden internationale Empfehlungen entwickelt und Initiativen mit einem starken Versorgungsbezug gefördert, die es den Mitgliedsstaaten ermöglichen, Maßnahmen aktiv zu gestalten und diese national zu nutzen. Die Projekte werden dann im jeweiligen Land unter Berücksichtigung des eigenen Gesundheitssystems für die Weiterentwicklung gesundheitspolitischer Maßnahmen, wie z.B. der Krebsfrüherkennungsprogramme und des Nationalen Krebsplans, etabliert. Es bleibt abzuwarten, insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen EU-politischen Unwägbarkeiten, ob die Europäische Kommission weitere krebsspezifische Joint Actions fördern wird.

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04/2019: Untersuchung zu sozialdienstlichen Beratungsquoten und Informationsbedarfen bei Brustkrebspatient*innen erschienen

Im von Hammerschmidt, Janßen und Sagebiel herausgegebenen Band „Quantitative Forschung in der Sozialen Arbeit“ untersuchen Christoph Kowalski und KollegInnen Zusammenhänge zwischen sozialdienstlichen Beratungsquoten und Informationsbedarfen bei BrustkrebspatientInnen zertifizierter Zentren. Es zeigt sich in den Mehrebenenanalysen, dass höhere Beratungsquoten mit geringeren Informationsbedarfen zu den sozialarbeiterischen Kernthemen finanzielle Probleme und Probleme mit der Krankenkasse einhergehen. Da hierzu keine randomisierten Studien vorliegen, ist dies zumindest als Hinweis auf den Nutzen sozialdienstlicher Beratung zu interpretieren.

04/2019: DNVF-Memorandum zur organisationsbezogenen Versorgungsforschung erschienen

Das dreiteilige Memorandum zu den Methoden der organisationsbezogenen Versorgungsforschung des Deutschen Netzwerks Versorgungsforschung (DNVF) ist nun unter Beteiligung der Deutschen Krebsgesellschaft in der Zeitschrift Gesundheitswesen erschienen. Christoph Kowalski war an der Kurzfassung und an „Kapitel 2 – Methodische Ansätze der organisationsbezogenen Versorgungsforschung: Zielgrößen, Datenquellen, Datenerhebung und Datenanalyse“ beteiligt.

Hier geht es zu den Volltexten.

03/2019: Onkologische Qualität durch Telemedizin verbessern?

Eine Qualitätsanforderung für DKG-zertifizierte-Krebszentren ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit. So besteht großer Kommunikationsbedarf, der potenzielle Einsatzfelder für die Telemedizin eröffnet. Ein aktueller Beitrag im Krankenhaus-Report 2019 beschreibt Chancen und Risiken bei der Implementierung von Telemedizin in der Onkologie an den Beispielen Tele-Tumorkonferenz und Telepathologie. Diese gilt es kritisch abzuwägen, damit die Telemedizin die Onkologie positiv weiterentwickelt und gleichzeitig die Qualität der Patientenversorgung erhalten bleibt.

Hier geht es zum Volltext.

03/2019: Zertifizierung goes Europe

Nach 15 Jahren erfolgreicher Implementierung in Deutschland ist das Zertifizierungsprogramm der deutschen Krebsgesellschaft e. V. (DKG) bereit, den nächsten Schritt zu gehen und durch die Einführung des European Cancer Centre Certification Programme (ECC) seine Aktivitäten im nicht-deutschsprachigen Raum auszubauen. Ein aktueller Beitrag in Der Gynäkologe beschreibt, wie durch das ECC-Programme der Auf- und Ausbau und die Verbesserung der Qualität der onkologischen Versorgung in den europäischen Mitgliedstaaten unterstützt und so ein Grundstein für eine europaweit hochwertige Krebsversorgung gelegt werden kann.

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01/2019: Zusammenhang zwischen Behandlungsvolumen und Krankenhausletalität beim Lungenkarzinom belegt

Eine aktuelle Veröffentlichung zeigt anhand von Daten der DRG-Statistik, dass sich Lungenkrebsbehandlungen in Deutschland auf wenige Kliniken mit großen Fallzahlen konzentrieren und dass dies gerechtfertigt ist, denn: In den Kliniken mit wenigen chirurgischen Eingriffen zur Behandlung eines Lungentumors ist die Sterblichkeit von Patient*innen während der stationären Behandlung nach der Operation doppelt so hoch wie in etablierten großen Zentren. Mindestmengen für chirurgische Behandlungen sind beim Lungenkarzinom angemessen und bei der bereits vorhandenen Konzentration der Eingriffe umsetzbar.

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01/2019: Befragungsstudie EDIUM zu Darmkrebs erfolgreich angelaufen

Im Januar 2019 konnte die Befragungsstudie mit dem Namen EDIUM dank der engagierten Mitarbeit der beteiligten Studienzentren mit vollem Erfolg gestartet werden. Bei dem vom Innovationsausschuss des G-BA geförderten Projekt werden Darmkrebspatient*innen gebeten, über ihre gesundheitsbezogene Lebensqualität zu berichten. Mithilfe von patient-reported outcomes measures (PROMs) soll so ein fairer Vergleich des Ergebnisqualität in Darmkrebszentren ermöglicht werden, um die Darmkrebsbehandlung nachhaltig zu verbessern. Alle beteiligten Projektpartner – das sind die DKG, OnkoZert, das Institut für Medizinische Statistik und Bioinformatik der Uniklinik Köln (IMSB), die Arbeitsgemeinschaft deutscher Darmkrebszentren (addz), die Selbsthilfeorganisation Deutsche ILCO e. V. und rund 100 Darmkrebszentren – freuen sich, dass das Projekt, das zunächst bis Mitte 2021 angesetzt ist, begonnen hat.

Hier geht es zur Webseite der EDIUM-Studie: www.edium-studie.de

01/2019: Neue B-CARE-Studie untersucht den beruflichen Wiedereinstieg von Frauen nach einer Brustkrebserkrankung

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung von Frauen und tritt deutlich früher auf als andere Tumorarten. Viele der Betroffenen sind im erwerbsfähigen Alter, so dass die berufliche Wiedereingliederung nach der Erkrankung für viele ein wichtiges Thema ist. Rehabilitationsmaßnahmen können die berufliche Wiedereingliederung erleichtern. Jedoch zeigt sich, dass onkologische Rehabilitationsleistungen von Betroffenen in den letzten Jahren rückläufig in Anspruch genommen werden. Die hier vorgestellte B-CARE-Studie macht sich zur Aufgabe, die Faktoren für eine gelungene berufliche Wiedereingliederung nach einer Brustkrebserkrankung zu untersuchen. Dazu sollen 530 Betroffene schriftlich befragt werden. Diese aktuellen Befragungsdaten sollen dann mit Routinedaten der Deutschen Rentenversicherung und Merkmalen der behandelnden Krankenhäuser verknüpft werden. Auf diese Weise sollen individuelle Erwerbsbiografien von Frauen nach einer Brustkrebserkrankung umfassend abgebildet und mögliche Ursachen gelungener beruflicher Wiedereingliederung identifiziert werden.

Zertifizierungs-News 2018

12/2018: Beruflicher Wiedereinstieg nach Krebs

Der berufliche Wiedereinstieg nach einer Krebserkrankung stellt eine enorme Herausforderung für Betroffene dar. Faktoren, die eine Rückkehr zur Arbeit nach einer Brustkrebserkrankung begünstigen und erschweren, sind jedoch unzureichend bekannt. In einer aktuellen Daten-Auswertung der PIAT-Studie – veröffentlicht in BMC Health Services Research – zeigt sich, dass soziodemografische Eigenschaften von Brustkrebspatientinnen und  krankheitsbezogene Merkmale im Zusammenhang mit einer Wiedereingliederung in die Arbeitswelt stehen. Die Ergebnisse weichen jedoch teilweise von dem aktuellen Forschungsstand ab, weshalb weitere Langzeitstudien benötigt werden. Die Autoren betonen, dass regelmäßige und an die Zielgruppen angepasste Informationen zur Wiedereingliederung für Brustkrebspatientinnen äußerst relevant seien.

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10/2018: Eine aktuelle Übersicht über das Zertifizierungssystem der DKG – Aufbau, Wirkung und Entwicklungen

Der Beitrag in BARMER Gesundheitswesen aktuell beschreibt das Zertifizierungssystem der DKG, wie sich dieses in den onkologischen Qualitätszyklus des Nationalen Krebsplans einbettet und wie es zu einer evidenzbasierten, multidisziplinären und qualitätsgesicherten Krebsversorgung in Deutschland beiträgt. Im Einzelnen abgehandelt werden unter anderem das Zentrenmodell, die Struktur des Systems, die dahinterliegende Entstehungsgeschichte und die Auswirkungen des Zertifizierungssystems auf die onkologische Versorgung. Zudem stellt der Artikel aktuelle Projekte der Versorgungsforschung wie die PCO- oder die EDIUM-Studie vor, die jeweils auf den Strukturen des Zertifizierungssystem aufbauen und das System weiterentwickeln.

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10/2018: Ein Beitrag in „Klinische Pädiatrie“ zu den aktuellen Entwicklungen des Zertifizierungsmoduls für die Kinderonkologischen Zentren

Für eine hohe Versorgungsqualität in der Kinderonkologie wird die Entwicklung der interdisziplinären Vernetzung mit einem neuen Zertifizierungsmoduls fortgeführt. Der Beitrag beschreibt die aktuellen Entwicklungen des durch die Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) und die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) initiierten Moduls, das mit einem umfassenden Anforderungskatalog von 7 Pilotzentren erfolgreich und praxistauglich umgesetzt werden konnte. Interessierte Zentren können sich ab sofort für eine Zertifizierung als Kinderonkologisches Zentrum anmelden.

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09/2018: Eine aktuelle Veröffentlichung zum N-MALE Projekt über die Stigmatisierung von männlichen Brustkrebspatienten

In diesem Beitrag wird untersucht, wie männliche Brustkrebspatienten mit der typischen „Frauenkrankheit“ umgehen, wie die Stigmatisierung des männlichen Brustkrebses charakterisiert und zukünftig reduziert werden kann. Die Ergebnisse aus den qualitativen Interviews und quantitativen Fragebogen zeigen ein vielfältiges Bild der Stigmatisierung: Insbesondere eine sexuelle Stigmatisierung wird im Rahmen des Gesundheitssystems und in arbeitsbezogenen Kontexten wahrgenommen. Wie ausgeprägt die Stigmatisierung empfunden wird, variiert dabei mit dem Alter und der Anzahl der Behandlungen der männlichen Brustkrebspatienten. Um eine Stigmatisierung zukünftig zu reduzieren, muss männlicher Brustkrebs öffentliche Aufmerksamkeit erlangen und es sollte geschlechterneutrale Kommunikation und Informationsmaterial zur Verfügung gestellt werden. 

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09/2018. Workshop "Männer mit Brustkrebs – Wie können wir die Versorgungssituation der Betroffenen verbessern?" findet am 21.09.2018 in Bonn statt

Das Universitätsklinikum Bonn und die DKG laden zum Workshop "Männer mit Brustkrebs – Wie können wir die Versorgungssituation der Betroffenen verbessern?" nach Bonn ein. Der Workshop richtet sich an Versorgende aus zertifizierten Brustkrebszentren und deren Kooperationspartner und stellt Ergebnisse aus dem von der Deutschen Krebshilfe geförderten Projekt N-MALE vor.

Der Workshop ist kostenfrei.
Anmeldungen bitte an Dr. Sarah Halbach, Forschungsstelle für Gesundheitskommunikation und Versorgungsforschung (CHSR) der Uniklinik Bonn.

09/2018: Besuch Delegation aus China

Im Zeitraum 10.- 13.09.2018 war eine aus 8 Personen bestehende Delegation des Shanghai General Hospital No. 1 zu Besuch in Ulm. Ziel des Besuches war es, das DKG-Zertifizierungssystem im Detail vorzustellen. In den ersten beiden Tagen wurden von der DKG und den Fachexperten Grundlagen zu dem System und den Anforderungen vermittelt. Praktische Eindrückte konnte die Delegation am 3. Tag bei dem Besuch des Comprehensive Cancer Centre Ulm gewinnen. Am letzten Tag stellte dann OnkoZert das Datenmanagement und den Zertifizierungsablauf vor. Der gesellige Abschluss des 4-tägigen Workshops fand im OnkoZert-Cafe Fortschritt mit schwäbischem Liedgut, einer Runde Tischtennis und einer roten Bratwurst statt.

Prof. Zhong Liwei (Vizepräsident Shanghai General Hospital No. 1) fasste die Eindrücke aus chinesischer Sicht zusammen: „Ich bin beeindruckt von dem Workshop. Wir können die Standards erreichen und einhalten. Es war wichtig und sehr hilfreich, von den Erfahrungen der Deutschen Krebsgesellschaft, dem CCC-Ulm und OnkoZert zu lernen“. Als nächster Schritt ist ein Gegenbesuch geplant, um die Strukturen in dem Klinikum in Shanghai vor Ort zu analysieren. Mit dem Ziel, zukünftig eine Zertifizierung nach den Anforderungen der Deutschen Krebsgesellschaft in China durchführen zu können.

09/2018: Ein aktueller Beitrag in "Onkologie heute" zu den Potenzialen des Deutschen Kinderkrebsregisters (DKKG) für die Versorgungsforschung

Viele erwachsen gewordene kinderonkologische Patientinnen und Patienten leiden an Spätfolgen wie körperlicher Beeinträchtigung und Problemen bei der sozialen Integration, während es an Nachsorgezentren für Erwachsene mit Krebs im Kindesalter mangelt. Der Beitrag hebt die Möglichkeiten des Deutschen Kinderkrebsregisters (DKKG) hervor, regelmäßig in Kontakt mit Betroffenen zu treten und relevante Informationen über den weiteren Verlauf nach einer Krebserkrankung zu erfassen. Diese flächendeckende Erfassung lässt repräsentative Auswertungen zu, die für die Identifizierung von Personengruppen, bei denen noch Handlungsbedarf in der Versorgung besteht, oder für die Outcome-Forschung genutzt werden könnten.

08/2018: PCO-Studie ist auf dem 70. Kongress für Urologie in Dresden vertreten

Am 28.9.2018 findet in der Zeit von 10:30 bis 12:00 die Sitzung „Prostate Cancer Outcomes Studie – Kooperationsprojekt von Prostatakrebszentren, DKG, OnkoZert und Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe“ statt. Informationen zu den Referenten und Vortragstiteln können Sie dem Kongressprogramm auf S. 70 entnehmen.

Hier geht’s zum Kongressprogramm

05/2018: Endbericht - Nutzen, Mehraufwand und Finanzierung von Onkologischen Spitzenzentren, Onkologischen Zentren und Organkrebszentren

Die Deutsche Krebshilfe und die Deutsche Krebsgesellschaft haben die Prognos AG mit der Erstellung eines Gutachtens zur Ermittlung des zentrumsspezifischen Mehraufwandes an Onkologischen Spitzenzentren, Onkologischen Zentren und Organkrebszentren sowie der daraus resultierenden Mehrkosten beauftragt. Das Gutachten steht auf der Homepage der Deutschen Krebshilfe unter folgendem Link zur Verfügung:

https://www.krebshilfe.de/fileadmin/Downloads/PDFs/Stellungnahmen/Prognos_Endbericht_Deutsche_Krebshilfe.pdf

Die Pressemitteilung zur Veröffentlichung des Gutachtens finden Sie hier.

04/2018: Rückblick auf Veröffentlichungen des Jahres 2017 aus dem Bereich Zertifizierung im aktuellen Forum

Kowalski und Wesselmann berichten über Arbeiten zu aktuellen Entwicklungen im Zertifizierungssystem und zu Beiträgen, die aus aktuellen Versorgungsforschungsprojekten erwachsen sind.

04/2018: Ein aktueller Beitrag in Arzt und Krankenhaus stellt das Zertifizierungssystem der DKG vor

Wesselmann und Bruns geben einen Überblick über den Zweck des Zertifizierungssystems und den Stand der Umsetzung. Sie zeigen, dass ein Großteil der die Mindestmengenvorgaben erfüllenden Krankenhäuser in Deutschland bereits zertifiziert ist und berichten am Beispiel der Lungenkrebszentren den Überlebensvorteil, der mit der Behandlung in fallzahlstarken Zentren zusammenhängt. Ein weiterer Schwerpunkt des Beitrags ist das Datenmanagement im Zertifizierungssystem, das u. a. die Darstellung von aus den S3-Leitlinien abgeleiteten Qualitätsindikatoren ermöglicht.

04/2018: Eine aktuelle Veröffentlichung in Cancer Control (Open Access) stellt hemmende und fördernde Faktoren bei der Teilnahme an Studien aus Sicht von Darmkrebszentrumskoordinatoren vor.

Studien sind wesentlich für die Weiterentwicklung der Versorgung von Krebspatienten. Um Anreize zur Durchführung von Studien zu setzen, sieht das Zertifizierungssystem der Krebsgesellschaft u. a. eine Studienquote von 5% pro Standort vor. Um sowohl Hindernisse als auch fördernde Faktoren bei der Initiierung und Durchführung von Studien zu identifizieren, wurde im Rahmen einer vom Bundesgesundheitsministerium geförderten Studie eine Befragung der Darmkrebszentrumskoordinatoren durchgeführt. Aus 184 von 284 Darmkrebszentrumsstandorten gingen Antworten ein. Wesentliche Schwierigkeiten bei der Durchführung von Studien betreffen die fehlende personelle und forschungsinfrastrukturelle Ausstattung. Ein Großteil der Befragten (85%) sieht die Bevölkerung nur unzureichend über die Bedeutung von Studien informiert. Die Autoren leiten fünf Empfehlungen für Politik und Praxis zur Förderung von Studien ab.

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03/2018: Überblick zu den Auswirkungen der demografischen Alterung auf die Krebsinzidenz und die Herausforderungen für das Versorgungssystem erschienen.

Trotz steigender Lebenserwartung und einer Verschiebung der Altersstruktur steigen – entgegen der landläufigen Vorstellung – in den letzten Jahren weder die Zahl der Krebsneuerkrankungsfälle noch die altersstandardisierten Raten an. Der aktuelle Beitrag von Mitarbeitern aus Robert-Koch-Institut und DKG-Geschäftsstelle in Onkologie heute beschreibt kurz wesentliche (Teil-)Ursachen dieser Entwicklung, darunter Früherkennungsuntersuchungen und Lebensstilfaktoren, und beschreibt mögliche Konsequenzen für das Versorgungssystem.

03/2018: Info zur Recherche zur Abrechenbarkeit gynäkologischer Facharztleistungen bei Männern mit Brustkrebs im Frauenarzt veröffentlicht

Der kurze Beitrag im Frauenarzt stellt die Ergebnisse einer Abfrage unter den Kassenärztlichen Vereinigungen zur Abrechnungsmöglichkeit bei männlichen Brustkrebspatienten dar, die erstmals in der Februar-Ausgabe des Forums der DKG veröffentlicht wurden. Im Laufe der von der Deutschen Krebshilfe geförderten N-MALE-Studie zu medizinischen und psychosozialen Versorgungsbedarfen männlicher Brustkrebspatienten war deutlich geworden, dass die Möglichkeit zur Inanspruchnahme fachärztlicher gynäkologischer Leistungen bei männlichen Betroffenen in den unterschiedlichen KV-Bereichen noch immer uneinheitlich geregelt ist. Dies führt zu erheblichen Unsicherheiten bei Patienten und Ärzten und dürfte in einigen Fällen in Unterversorgung resultieren. 15 der insgesamt 17 KVen bezogen auf Anfrage Stellung. Der Beitrag stellt die Ergebnisse der Recherche vor und appelliert an eine Vereinheitlichung der Regelung im Sinne der Patienten.

02/2018: Interview auf NDR Visite: Krebstherapie in Zentren

In zertifizierten Zentren haben Krebskranke höhere Überlebenschancen. Worauf Erkrankte achten sollten, erklärt Dr. Simone Wesselmann von der Deutschen Krebsgesellschaft im Interview auf NDR Visite.

02/2018: Recherche zur Abrechenbarkeit gynäkologischer Facharztleistungen bei Männern mit Brustkrebs im FORUM veröffentlicht.

Im Laufe der von der Deutschen Krebshilfe geförderten N-MALE-Studie zu medizinischen und psychosozialen Versorgungsbedarfen männlicher Brustkrebspatienten wurde deutlich, dass die Möglichkeit zur Inanspruchnahme fachärztlicher gynäkologischer Leistungen bei männlichen Betroffenen in den unterschiedlichen KV-Bereichen noch immer uneinheitlich geregelt ist. Dies führt zu erheblichen Unsicherheiten bei Patienten und Ärzten und dürfte in einigen Fällen in Unterversorgung resultieren. 15 der insgesamt 17 KVen bezogen auf Anfrage Stellung. Der Beitrag stellt die Ergebnisse der Recherche vor und appelliert an eine Vereinheitlichung der Regelung im Sinne der Patienten. In der kommenden Ausgabe des Frauenarztes werden die Ergebnisse erneut berichtet.

02/2018: Einladung zum bundesweit ersten Treffen der Kopf-Hals-Tumorzentren

Wir möchten Ihnen am 15. März zusammen mit den Sprechern der Kommission Kopf-Hals-Tumoren, den Vertretern des Bereichs Zertifizierung der Deutsche Krebsgesellschaft und Vertretern von OnkoZert Informationen zur aktuellen Zertifizierung der Kopf-Hals-Tumoren geben. 

01/2018: Aktueller Beitrag in der Rubrik Versorgungsforschung in „Onkologie heute“ zum Thema Routinedaten in der Onkologie veröffentlicht.

Der Routinedatenpionier Professor Siegfried Geyer von der Medizinischen Hochschule Hannover gibt gemeinsam mit Christoph Kowalski einen kurzen Überblick über die Eigenschaften von Abrechnungsdaten der Krankenversicherungen und zeigt an drei Beispielen, welche Fragestellungen mit ihnen untersucht und welche Rückschlüsse aus ihnen gezogen werden können.

Zertifizierungs-News 2017

12/2017: Aktueller Diskussionsbeitrag zum DKG-Zertifizierungssystem in BMC Cancer veröffentlicht

Die gemeinsame Veröffentlichung unter Einbezug aller Sprecher der Zertifizierungskommissionen stellt das Zertifizierungssystem in englischer Sprache vor.  Neben aktuellen Daten zur Zahl der Standorte und behandelten Patientinnen und Patienten beschreiben die Autorinnen und Autoren die Ursprünge des Zertifizierungssystems, seine Geschichte und das Prinzip der Gewaltenteilung, das ihm zugrunde liegt. Zur Veranschaulichung des Kennzahlensystems wird pro Zentrumstyp ein Qualitätsindikator vorgestellt. Um Zentren in spe einen Überblick über den Ablauf des Verfahrens zu geben, wird dieses kurz vorgestellt. Der Beitrag soll das Verständnis für das DKG-System und den Vergleich mit Qualitätsentwicklungssystemen im Ausland erleichtern.

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12/2017: Aktuelle Auswertungen unterstreichen den Zusammenhang zwischen Behandlungsvolumen und Hospitalletalität

Anhand der DRG-Statistik wurde untersucht, wie sich die Versorgungssituation bei der chirurgischen Behandlung des Lungenkarzinoms in Deutschland darstellt und ob ein Zusammenhang zwischen Behandlungsvolumen und Hospitalletalität besteht. Die Auswertungen zeigen, dass in Krankenhäusern, in denen weniger als 25 Eingriffe pro Jahr vorgenommen werden, die Krankenhausletalität mit 5,7% (Mittelwert bezogen auf die Gesamtzahl der Eingriffe 2005 bis 2015) mehr als doppelt so hoch ist wie in großen Zentren mit > 175 Resektionen pro Jahr (Mittelwert 2005 bis 2015: 2,4%). Zusammenfassend bestätigt die vorliegende Auswertung der DRG-Statistik die traditionelle Konzentration der Lungenkrebs-Behandlungen in Deutschland auf relativ wenige Kliniken mit großen Fallzahlen. Hier geht's zum Volltext.

11/2017: Neu - Kommentierter Jahresbericht 2017 Prostatakrebszentren

Der kommentierte Jahresbericht wendet sich an Patienten ebenso wie an Fachleute und interessierte Laien, die mehr über die medizinische Qualität von zertifizierten Prostatakrebszentren erfahren wollen. Er erklärt die Anforderungen, die für eine Zertifizierung erfüllt sein müssen, beschreibt, wie diese Anforderungen im Behandlungsjahr 2015 erfüllt wurden, und hilft, die jährlich erscheinenden Jahresberichte der Zentren zu verstehen, die lediglich sparsame Erklärungen enthalten. Er wurde von der Deutschen Krebsgesellschaft gemeinsam mit Mitgliedern der Zertifizierungskommission Prostatakrebs und dem Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e. V. (BPS) entwickelt.

10/2017: ONKOLOGIE HEUTE - Wissen generierende onkologische Versorgung

In dem Anfang 2017 veröffentlichten Positionspapier „Wissen generierende onkologische Versorgung“ entwickeln Experten aus Wissenschaft und Praxis, Verbänden und Kostenträgern gemeinsam mit Patientenvertretern und Abgeordneten die Vision einer Versorgung, in der Forschung als inhärentes Merkmal verankert ist. Wir stellen ausgewählte Kernpunkte des Papiers vor und skizzieren mögliche weitere Entwicklungen, die sich aus den Diskussionen der letzten Monate ergeben haben.

10/2017: Neu - Zertifizierung von Speiseröhrenkrebszentren

Ab jetzt ist auch die Zertifizierung als Speiseröhrenkrebszentrum möglich. Die Zertifizierung kann im Rahmen der Zertifizierung von Viszeralonkologischen Zentren oder Onkologischen Zentren durchgeführt werden. Grundlage der Anforderungen sind die Inhalte der S3-Leitlinie Ösophaguskarzinom. Eine Vorschau finden Sie unter "Dokumente im Überblick"

09/2017: ONKOLOGIE HEUTE - Das Konzept der Gesundheitskompetenz

In unserer regelmäßigen Rubrik in „ONKOLOGIE heute“ stellen Nicole Ernstmann und Christoph Kowalski das aktuell vieldiskutierte Thema Gesundheitskompetenz vor und gehen auf die Bedeutung von Gesundheitskompetenz für die Versorgung von Krebspatienten ein. Anhand zweier im Rahmen des Nationalen Krebsplans geförderter Studien beschreiben sie beispielhaft aktuelle Versorgungsforschungsprojekte zum Thema.

09/2017: Zertifizierungskriterien der DKG finden Eingang in Schweizer Spitalplanung

Der Kanton Zürich verwendet unter anderem die DKG-Zertifizierung, um die Kliniken zu definieren, die ihre Leistungen mit der obligatorischen Krankenversicherung abrechnen dürfen. Der Kanton ist mit 1,4 Mio. Einwohnern der bevölkerungsreichste unter den Schweizer Kantonen. Informationen über die neue Regelung, die ab 2018 gelten soll, finden Sie hier.

08/2017: Versorgungsforschung in der Onkologie – Christoph Kowalski im Interview

Seit Juni 2017 hat die Fachgruppe Onkologie im Deutschen Netzwerk Versorgungsforschung (DNVF) zwei neue Sprecher: Dr. Christoph Kowalski aus dem Bereich Zertifizierung der Deutschen Krebsgesellschaft, Berlin, und Dr. Elisabeth Inwald, Gynäkologin an der Universitätsklinik Regensburg. Im Interview mit Christoph Kowalski erfahren Sie mehr über die Arbeit der Gruppe und die onkologischen Themen auf dem Deutschen Kongress für Versorgungsforschung vom 4.-6. Oktober in Berlin. Mehr

07/2017: Beitrag zur OncoBox Research in 'Der Onkologe'

Die Autoren geben einen kurzen Überblick über die OncoBox Research, die als Erweiterung der in vielen Zentren bereits im Einsatz befindlichen OncoBox Zentren zukünftig die Teilnahme an Versorgungsforschungsprojekten erleichtern soll. Abstract

07/2017: Artikel in 'Der Onkologe' beschreibt die Entwicklung des Nationalen Zertifizierungsprogramms Krebs

Der Artikel bietet eine Übersicht über die Entstehungsgeschichte des Nationalen Zertifizierungsprogramm Krebs und zeigt aktuelle und künftige Entwicklungen des Systems auf. Das Programm ist mit über 1000 Zentren in Deutschland und im deutschsprachigen Ausland sicher implementiert und wird mit innovativen Projekten zur Datensicherung/-nutzung (OncoBox), Studienverfügbarkeit (StudyBox) und Erfassung der patientenberichteten Ergebnisse (z. B. PCO-Studie) kontinuierlich weiterentwickelt.

07/2017: In unserer Rubrik in 'ONKOLOGIE heute' diskutieren wir die jüngst beendete Cancer Control Joint Action "CanCon" der EU.

Simone Wesselmann und Christoph Kowalski geben einen kurzen Überblick über die Joint Action CanCon, in der zwischen 2014 und 2017 unter Beteiligung der DKG Konzepte zur Intensivierung der Krebsbekämpfung auf EU-Ebene weiterentwickelt wurden. Ein Kernprodukt von CanCon ist der „European Guide on Quality Improvement in Comprehensive Cancer Control“, aus dem beispielhaft Empfehlungen vorgestellt werden.

06/2017: Artikel zum Start des neuen Zertifizierungsmoduls Kinderonkologie im FORUM 05/2017 erschienen

Der Beitrag stellt das neue Zertifizierungsmodul der Deutschen Krebsgesellschaft für Kinderonkologische Zentren vor. Das neue Modul wurde 2016 im Rahmen einer Pilotphase erfolgreich umgesetzt und steht nun für die Zertifizierung interessierter Zentren bereit. Erstmals kann damit die pädiatrisch-onkologische Versorgungsqualität im Zertifizierungssystem abgebildet werden.

06/2017: Beitrag zu aktuellen Entwicklungen bei der Europäischen Initiative für Brustkrebs

In der Rubrik "aktuell diskutiert" von Senologie diskutieren Simone Wesselmann und ihre Kollegen die europäische Initiative, gehen auf die Hintergründe und Ziele ein und stellen vor allem mögliche Synergien und Konflikte mit dem DKG-Zertifizierungssystem dar. Abstract

05/2017: In unserer regelmäßigen Rubrik zur Versorgungsforschung in 'ONKOLOGIE heute' diskutieren wir in Ausgabe 4/2017 Qualitätsindikatoren in der Onkologie.

Thomas Langer, Simone Wesselmann und Christoph Kowalski beschäftigen sich in ihrem Beitrag mit der Entwicklung und Messung von Qualitätsindikatoren (QI) in der Onkologie. Sie stellen mit den Indikatoren des Wissenschaftlichen Instituts der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen, den im Rahmen der gesetzlich geforderten externen stationären Qualitätssicherung erhobenen und denen des Onkologischen Leitlinienprogramms (OL) drei wesentliche QI-Programme in Deutschland vor und gehen detaillierter auf die QI des OL ein.

Der Beitrag stellt das Zertifizierungssystem für Gynäkologische Krebszentren mit seiner Struktur und den aktuellen Entwicklungen vor. Die inzwischen schon 133 Zentren im In- und Ausland bilden ihre etablierte Qualität anhand von Qualitätsindikatoren ab. Seit 2017 werden nun erstmals auch spezifische Kennzahlen für Patientinnen mit Vulvakarzinom erhoben.

04/2017: Hausärztebefragung: Ergebnisse in 'Coloproctology' erschienen

Der Beitrag stellt die Ergebnisse einer gemeinsamen Studie der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Darmkrebszentren und der Deutschen Krebsgesellschaft vor. Befragt wurden 200 Hausärzte zu ihrer Sicht auf auf Darm- und Brustkrebszentren. Teile der Ergebnisse wurden vorab bereits im Hausarzt 5/2017 veröffentlicht. Abstract

04/2017: Ergebnisse einer kurzen Befragung zur Sicht von Hausärzten auf Darm- und Brustkrebszentren in 'Hausarzt' erschienen

Der kurze Beitrag stellt die Ergebnisse einer gemeinsamen Studie der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Darmkrebszentren und der Deutschen Krebsgesellschaft vor. Die 200 standardisiert befragten Hausärzte sehen Patienten demnach in vielerlei Hinsicht besser betreut als in nicht-zertifizierten Einrichtungen und befürworten weit mehrheitlich die Behandlung in zertifizierten Zentren.

04/2017: Neue Rubrik in 'ONKOLOGIE heute' diskutiert von nun an regelmäßig aktuelle Themen der onkologischen Versorgungsforschung

In Ausgabe 2/2017 geht es um die Messung der Ergebnisqualität mit Patient Reported Outcomes. Der kurze Beitrag von Kowalski und Wesselmann skizziert den Zweck und aktuelle Entwicklungen der Messung von Ergebnisqualität mit Patient Reported Outcomes (PROs). Sie heben zwei Entwicklungen der vergangenen Jahre hervor, die in Zukunft zu einer beschleunigten Implementierung von einrichtungsübergreifenden PRO-Programmen beitragen werden: Die Konsentierung von Standarddatensätzen schafft Klarheit darüber, was erhoben werden sollte und die webbasierte Anwendung von Fragebogen wird die Datenerhebung erleichtern und die Kosten senken.

03/2017: Ergebnisse zu Neuroonkologischen Zentren in der Zeitschrift 'Aktuelle Neurologie'

Mittlerweile wird ein großer Teil der Patienten mit Erstdiagnose eines primären Hirntumors in Neuroonkologischen Zentren (NOZ) versorgt. Der Artikel von Hau et al. gibt einen aktuellen Überblick über den Stand des Zertifizierungssystems und die Ergebnisse der Kennzahlen in den 23 zertifizierten Neuroonkologischen Zentren. Mehr

03/2017: Neuer Aufsatz zum aktuellen Status der Lungenkrebszentren im Pneumologen erschienen

Der Artikel von Ukena et al. gibt einen aktuellen Überblick über den Stand des Zertifizierungssystems in den mittlerweile 45 zertifizierten Lungenkrebszentren und berichtet über die jüngste Kennzahlenentwicklung. Mehr

03/2017: Aktueller Artikel zur Gesundheitskompetenzorientierung in Darm- und Brustkrebszentren in der ZEFQ erschienen

Der Beitrag von Ernstmann et al. stellt die Validierung eines Instruments zur Messung der organisationalen Gesundheitskompetenzorientierung aus der Perspektive der Patientinnen und Patienten vor. Genutzt wurden Daten einer Befragung von 453 Darm- und Brustkrebspatientinnen und –patienten aus DKG-zertifizierten Zentren. Mehr

02/2017: CanCon Guide der Europäischen Union zur Verbesserung der Krebsversorgung in Europa unter Beteiligung der DKG erschienen

Der unter Beteiligung der Deutschen Krebsgesellschaft erstellte CanCon Guide ist unter http://www.cancercontrol.eu/guide-landing-page/ abrufbar. Dieses Kernprodukt der „Cancer Control Joint Action“ der Europäischen Union richtet sich an Mitarbeiter im Gesundheitswesen, an Regierungen und Entscheidungsträger und macht Vorschläge, wie Krebs in Zukunft effektiver bekämpft werden kann und wie Unterschiede in der Versorgungsqualität zwischen Mitgliedsstaaten abgebaut werden können. Mehr

01/2017: Interview "Zertifizierte Brustkrebszentren bündeln Expertenwissen"

Dr. Jumana Mensah aus dem Bereich Zertifzierung der Deutschen Krebsgesellschaft erklärt auf dem Onlineportal www.curado.de die Vorteile der Zertifizierung. Hier geht es zum Interview.

01/2017: Artikel zum Mundhöhlenkarzinom im Journal of Cranio-Maxillo-Facial Surgery erschienen

Der Beitrag von Wolff et al. untersucht Umsetzung und Nutzen der Leitlinie zum Mundhöhlenkarzinom. Auf der Basis der Kennzahlenergebnisse aus 31 zertifizierten Kopf-Hals-Tumor-Zentren kommt die Untersuchung zu dem Ergebnis, dass die Umsetzung der Leitlinien in den zertifizierten Zentren gut gelingt und sich im Zeitverlauf stets verbessert. Abstract

Zertifizierungs-News 2016

12/2016: Kommentar zur Verwendung von Sekundärdaten bei der Analyse von Zentrumseffekten erschienen

Die Nutzung von Krebsregister- und Routinedaten der Krankenversicherungen zur Analyse des Versorgungsgeschehens nimmt in den letzten Jahren zu. Anlässlich einer jüngst in Der Onkologe erschienen Auswertung solcher Daten zur Analyse des Effekts des Zertifizierungssystems auf die Behandlungsqualität diskutieren die Autoren einige Herausforderungen und Fallstricke, die bei der Analyse und der Interpretation der gewonnen Ergebnisse berücksichtigt werden müssen. Mehr

11/2016: Schluss mit Doppelregistrierungen

Ab sofort ist die gleichzeitige Meldung von Darmkrebsstudien im Deutschen Register Klinischer Studien (DRKS) und der StudyBox möglich. Damit wird der Aufwand für die Studienleiter/Sponsoren erheblich verringert. Die simultane Aufnahme der Studiendaten erfolgt im DRKS: Nach erfolgreicher Registrierung und Eingabe einiger Zusatzparameter wird eine Darmkrebsstudie auf Wunsch an die StudyBox weitergeleitet und das Akkreditierungsverfahren eingeleitet. Die alleinige Meldung von Studien im DRKS oder über die StudyBox bleibt aber weiterhin möglich.

Das DRKS ist das deutsche WHO-Primärregister. Studien, die dort vor Studienbeginn vollständig registriert wurden, erfüllen die Anforderung des International Committee of Medical Journal Editors (ICMJE) zur späteren Veröffentlichung in renommierten Fachzeitschriften.

Die StudyBox (www.studybox.de) ist eine gemeinsame Initiative der Deutschen Krebsgesellschaft, von OnkoZert und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Darmkrebszentren. Sie dient der Registrierung von Darmkrebsstudien, die in zertifizierten Darmkrebszentren durchgeführt werden. Die Suchfunktion der StudyBox hilft sowohl Ärzten als auch Patienten, geeignete Studien für sich zu finden. Nur solche Studien, die in der StudyBox akkreditiert wurden, werden im Rahmen der Zertifizierung von Darmkrebszentren ab 2017 für die Studienquote anerkannt.

10/2016: Umfrage für Gynäkologen

Die DKG lädt herzlich ein zur Teilnahme an einer Umfrage im Rahmen einer Studie zur Risikoberatung und risikoadaptierten Prävention bei einer familiären Belastung für Brust- und Eierstockkrebs. Die Ergebnisse sollen in ein Fortbildungsprogramm einfließen und damit die klinische Tätigkeit von Gynäkologen und Gynäkologinnen unterstützen. Zur Umfrage

10/2016: Artikel zu zertifizierten Prostatakrebszentren im aktuellen Magazin des Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe (BPS) erschienen

Der Aufsatz fasst einen von Christoph Kowalski bei der BPS-Jahrestagung 2016 in Kassel gehaltenen Vortrag zusammen. Er stellt das Zertifizierungsprogramm und die PCO-Studie vor. Die PCO-Studie als Vergleichsstudie mit über 20 teilnehmenden zertifizierten Zentren wird von der Movember Foundation unterstützt und ist ein Kooperationsprojekt von DKG, OnkoZert, dem BPS und dem Förderverein Hilfe bei Prorostatakrebs (FHbP).

10/2016: Artikel zum aktuellen Umsetzungsstand der StudyBox für Darmkrebsstudien erschienen

Mittlerweile haben mehr als 90 Studien das Akkreditierungsverfahren der StudyBox für Darmkrebs durchlaufen, zwei Drittel davon mit positivem Ergebnis. Die StudyBox ermöglicht die spezifische Suche nach Studien für Patienten und Ärzte/Zentren. Derzeit listet die StudyBox über 40 aktuell rekrutierende Studien.

09/2016: Artikel zur einheitlichen Zertifizierung von Dysplasiesprechstunden und Dysplasieeinheiten im Gynäkologen erschienen.

Der Aufsatz stellt die einheitliche Zertifizierung von Dysplasiesprechstunden und Dysplasieeinheiten durch die AG CPC (Arbeitsgemeinschaft Zervixpathologie und Kolposkopie in der DGGG), DKG (Deutsche Krebsgesellschaft), DGGG (Deutscher Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) und AGO (Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie) vor. Link zu Abstract

08/2016: Artikel zur psychoonkologischen und sozialarbeiterischen Beratung von Krebspatientinnen und -patienten in zertifizierten Zentren in Cancer erschienen

Der Aufsatz vergleicht die pschoonkologischen und sozialarbeiterischen Beratungsquoten in den verschiedenen Zentrumstypen miteinander und prüft, ob die Beratungsquoten mit anderen Merkmalen des Zentrums zusammenhängen. Link zum Abstract

07/2016: DKG-Zertifizierung in Weisse Liste und Krankenhausnavi aufgenommen

Die Weisse Liste - ein Projekt der Bertelsmann Stiftung und der Dachverbände der größten Patienten- und Verbraucherorganisationen - wurde aufgebaut, um Bürgern Orientierung im Gesundheitswesen zu bieten. Das Online-Portal hilft dabei, einen passenden Arzt oder ein Krankenhaus zu suchen und geeignete Pflegeleistung auszuwählen. Seit kurzem sind Kliniken mit einer DKG-Zertifizierung durch das entsprechende DKG-Logo gekennzeichnet - das bedeutet für Nutzer: mehr Orientierung bei der Wahl einer spezialisierten Krebsklinik. Hier geht es zum Portal.

Aufbauend auf der Weissen Liste zeigt auch das Krankenhausnavi der BARMER nun DKG-zertifizierte Krebszentren an. Hier geht es zum Krankenhausnavi.

07/2016: "European Cancer Centres"

Logo European Cancer Centres

Ab Sommer 2016 ist es für DKG-zertifizierte Zentren außerhalb Deutschlands möglich, sich als „European Cancer Centre“ zertifizieren zu lassen. Mehr

07/2016: Informationen zu Änderungen in Erhebungs- und Kennzahlenbögen 2017 und organspezifische FAQs.

Im Jahr 2016 haben alle Sitzungen der organspezifischen Zertifizierungskommissionen stattgefunden. Aus diesen Sitzungen resultieren u.a. inhaltliche Änderungen der Erhebungs- und Kennzahlenbögen. In den Dokumenten zu den einzelnen Organkrebszentren können ab sofort die neuen Erhebungs- und Kennzahlenbögen im PDF-Format heruntergeladen werden. Diese sind aktuell noch nicht zur Benutzung vorgesehen und dienen zur Information der Zentren. Die Veröffentlichung der Word- und Excel-Vorlagen ist im 4. Quartal 2016 vorgesehen.

Des Weiteren stehen ab sofort die häufigsten Fragestellungen und Antworten (FAQs) zu den organspezifischen Erhebungsbögen und Kennzahlenbögen zum Download bereit.  Diese FAQs finden Sie ebenfalls unter der Rubrik Erhebungsbögen.

07/2016: Weitere Veröffentlichung zur PIAT-Studie erschienen

Der Aufsatz untersucht den Zusammenhang zwischen dem ungedeckten psychosozialen/medizinischen Informationsbedarf und der Gesundheitskompetenz im Zeitverlauf. Wie erwartet zeigt sich, dass Patienten mit geringerer Gesundheitskompetenz einen höheren ungedeckten Informationsbedarf haben. Insbesondere hinsichtlich Nebenwirkungen und medikamentöser Behandlung zeigt sich ein erheblicher Informationsbedarf, der im Zeitverlauf noch steigt. Abstract

07/2016: System der zertifizierten Krebszentren in der Einleitung zur deutschen Ausgabe des „Onko-Harrison“ vorgestellt.

Der Beitrag beschreibt die Systematik der zertifizierten Krebszentren in Deutschland und ihre Rolle bei der fortwährenden Qualitätsverbesserung für die Versorgung krebskranker Patienten.

07/2016: Überlegungen zur Weiterentwicklung der Integration medizinischer Leitlinien in den Versorgungsalltag als Review und Konzeptvorschlag in der GebFra erschienen.

Der Artikel stellt die Vision von „Living Guidelines 2.0“ dar, wonach Leitlinienentwicklung, deren Implementierung und die daran anschließende Wissensgenerierung immer enger zusammenwachsen. Mehr

06/2016: Befragung von Sozialarbeitern im Gesundheitswesen - Teil III erschienen

Die Veröffentlichung stellt die sozialarbeiterischen Beratungsinhalte bei onkologischen Patienten im Vergleich zu Inhalten bei nicht-onkologischen Patienten dar. Vertiefend werden die Unterschiede der Beratung in Akut- und Rehabilitationskliniken betrachtet.

06/2016: Beitrag zur Qualitäts- und Kostendiskussion in der Krebsversorgung im Gynäkologen veröffentlicht.

Der Artikel stellt die Rolle des Nationalen Krebsplans in der Diskussion um die Weiterentwicklung von Versorgungsqualität und Allokation der Mittel dar, zeigt ferner, welche Vorteile Zentren als sektorenübergreifende Netzwerke für die Versorgung von Krebspatienten bringen können und welche Ansatzpunkte die Zertifizierung zur Verbesserung der Versorgungsqualität bietet. Hier geht’s zum Abstract: http://link.springer.com/article/10.1007/s00129-016-3882-5

05/2016: Ergebnisse einer Befragung von Darmkrebszentrumskoordinatoren zur Studienaktivität in der Zeitschrift für Gastroenterologie veröffentlicht

Klinische und Versorgungsstudien sind für die Verbesserung der Patientenversorgung maßgeblich. Die Initiierung klinischer Studien und der Einschluss von Patientinnen und Patienten stellen viele Krankenhäuser allerdings vor Probleme. Der Beitrag untersucht am Beispiel einer Befragung von Darmkrebszentrumskoordinatoren die hemmenden und fördernden Faktoren einer Studienbeteiligung. Besonders hervorgehoben werden die mangelnde Kenntnis der Bevölkerung über Studien und eine insgesamt zu geringe Zahl geeigneter Studien. Abstract

04/2016: Bereich Zertifizierung der DKG beteiligt sich an Konsensstatement der Arbeitsgruppe Organisationsbezogene Versorgungsforschung des Deutschen Netzwerks Versorgungsforschung (DNVF).

Der Aufsatz beschreibt Nutzen, Voraussetzungen und Beispiele der Durchführung von Mehrebenenanalysen in der Versorgungsforschung und bietet damit eine Orientierungshilfe für alle, die sich dieser wichtigen Methode nähern wollen. Die Autoren sind Mitglieder der Arbeitsgruppe Organisationsbezogene Versorgungsforschung des Deutschen Netzwerks Versorgungsforschung (DNVF). Link zum Abstract

04/2016: Der zweite der Serie von drei kurzen Beiträgen zu einer Befragung von Sozialarbeitern im Gesundheitswesen ist nun veröffentlicht

Der Artikel berichtet über Belastungen und Ressourcen (z. B. Sozialkapital, Vereinbarkeit Arbeit-Privatleben) von Sozialarbeitern im Gesundheitswesen, zeigt Unterschiede zwischen den verschiedenen Arbeitsfeldern auf und vergleicht die Ergebnisse mit denen anderer Berufsgruppen.

02/2016: Überblick zum aktuellen Stand des Zertifizierungssystems im Ärzteblatt – Perspektiven der Onkologie erschienen

Der Artikel gibt einen kurzen Überblick über das Zertifizierungssystem der DKG, den Ablauf der Zertifizierung und aktuelle Entwicklungen.

02/2016: Befragung von Sozialarbeitern im Gesundheitswesen

Der Artikel berichtet über unterschiedliche fallbezogene und nicht-fallbezogene Tätigkeiten in der Beratung durch Sozialarbeiter im Gesundheitswesen und zeigt Unterschiede zwischen den verschiedenen Arbeitsfeldern auf.