Angaben zu Autoren und Sponsoren finden Sie am Ende des Beitrags.
Gefährliche Elemente: Schwermetalle
Schwermetalle kommen in der Natur vor und manche sind sogar in geringer Menge (als Spurenelemente) lebenswichtig. Andererseits wirken einige in höherer Konzentration giftig und manchmal krebserregend.
Schwermetalle werden in vielfältiger Weise industriell genutzt und gelangen so an den Arbeitsplatz und in die Umwelt. Cadmium, Chrom (in seiner sechswertigen Form), Cobalt, Nickel und das Halbmetall Arsen bzw. Verbindungen dieser Elemente sind nach Einstufungen der Weltgesundheitsorganisation und der MAK-Kommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft (MAK, Maximale Arbeitsplatz-Konzentration) entweder erwiesenermaßen krebserzeugend beim Menschen oder auf Grund von Tierversuchen als krebserzeugend anzusehen.
Arsen
Arsen wurde früher z. B. in Farben und Pestiziden verwendet. Heute wird es am Arbeitsplatz v.a. bei der Halbleiterherstellung freigesetzt. Arsenverbindungen in der Luft allgemein stammen vorwiegend aus Wärmekraft-werken. Im Wasser kann das Element auch natürlichen Ursprungs sein; so enthalten manche Mineralquellen hohe Arsenkonzentrationen. Dies kann Lungen- und, seltener, Hautkrebs verursachen und evtl. auch andere Tumoren, z. B. der Blase.
Cadmium
Cadmium verursacht vorwiegend Lungenkrebs. Im Beruf tritt es v.a. in Form von Staub und Rauch auf, z. B. bei der Herstellung von Akkumulatoren, Legierungen und Farbpigmenten. Cadmium-Verbindungen in der Luft stammen vorwiegend aus der Industrie. Die wichtigste nicht-berufliche Cadmiumquelle ist jedoch Zigarettenrauch.
Chrom, Nickel und Cobalt
Chrom(VI) und Nickel verursachen v.a. Lungenkrebs und werden hauptsächlich in der Metallindustrie verwendet. So enthalten z. B. Rauche, die beim Schweißen entstehen, häufig diese beiden Elemente.
Cobalt wird hauptsächlich bei der Herstellung von Metalllegierungen eingesetzt und einige seiner Verbindungen erzeugen bei Tieren Krebs. Darüber, wie es beim Menschen wirkt, gibt es nur wenig Daten. Diese weisen auf eine Rolle bei der Entstehung von Lungenkrebs hin.
(red)
Quellen:
K. Norpoth, H.-J. Woitowitz: Beruflich verursachte Tumoren, in: H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2006, S. 248-278
K.S. Zänker, N. Becker: Primäre Prävention, in: H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2006, S. 279-306
Aktualisiert am: 06.06.11 - 20:49