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Darmkrebs, Kolonkarzinom - Vorbeugung

Wer gehört zur einer Risikogruppe?

Ballaststoffreiche Kost senkt das Darmkrebsrisiko
Risikofaktoren können sein:
  • Vorkommen von Darmpolypen bei einem selbst oder bei nahen Verwandten.
  • Darmkrebs in der Familie, insbesondere wenn die Betroffenen bei Krankheitsbeginn jünger als 50 Jahre alt waren.
  • Auftreten anderer Krebsarten, zum Beispiel Brust-, Eierstock oder Gebärmutterkrebs.
  • Gardner-Syndrom
  • Peutz-Jeghers-Syndrom
  • HNPCC (Lynch-Syndrom)
  • Chronische Entzündung der Darmschleimhaut (insbesondere Colitis ulcerosa).
  • Ungünstigen Ernährungsgewohnheiten, wie z.B. zu fettreiche und faserarme Kost. Ebenso in der Diskussion befinden sich stark gesalzenes, gepökeltes oder geräuchertes als möglichen Auslöser für Darmkrebs.
  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • Nikotinsucht

Was können Sie selbst tun?

Beobachten Sie Ihren Körper und reagieren Sie auf die Warnsignale, indem Sie diese von einem Arzt abklären lassen:
  • Blut im oder am Stuhl
  • veränderte Stuhlgewohnheiten, beispielsweise bleistiftdünner Stuhl; Wechsel von Verstopfung zu Durchfall und umgekehrt
  • bei Abgang von Blähungen gleichzeitige Entleerung von etwas Blut, Schleim oder Stuhl
  • Blässe, ständige Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Leistungsabfall, Gewichtsabnahme
  • tastbare Verhärtungen im Bauchraum und/oder vergrößerte Lymphknoten
  • Bauchschmerzen, die länger als eine Woche anhalten
  • laute Darmgeräusche, Rumoren, starke, anhaltende Blähungen
  • häufiger Stuhldrang; Entleeren von auffallend übel riechendem Stuhl
Durch eine allgemeine gesunde Lebensführung können Sie außerdem das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, minimieren. Dazu gehören u.a. körperliche Bewegung, kein Übergewicht, nicht rauchen, Verzehr von faser- und stärkehaltigen Lebensmitteln wie Kartoffeln, Getreideprodukten und Gemüse, Frischobst, wenig Fett und die Einnahme von Vitaminen, besonders A, C, D und E. Diese Vitamine sollten Sie ausreichend mit der Nahrung über Obst, Gemüse und Milch zu sich nehmen.

(red)



Quellen:
W. Schmiegel et al.: S3-Leitlinie „Kolorektales Karzinom“. Ergebnisse evidenzbasierter Konsensuskonferenzen am 6./7. Februar 2004 und am 8./9. Juni 2007, in: Der Gastroenterologe 2008, Georg Thieme Verlag KG Stuttgart, Bd. 46, S. 1-73
H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2006

Fachliche Beratung
PD Dr. Ullrich Graeven
Kliniken Maria Hilf GmbH, Mönchengladbach


Aktualisiert am: 28.03.11 - 12:26



DKK 2012
Kampagne Bauchspeicheldruesenkrebs
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