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Wichtige Warnsignale bei Krebs

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Sollten Sie eine oder mehrere der unten aufgeführten Veränderungen an Ihrem Körper feststellen, empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen. In den meisten Fällen handelt es sich aber nicht um Krebs, sondern um andere Erkrankungen. Sollte doch  eine bösartige Gewebeveränderung vorliegen, kann der Arzt sie vielleicht noch in einem frühen Stadium feststellen – dann ist die Chance groß, dass die Erkrankung heilbar ist. Bei manchen Krebserkrankungen wie Hodenkrebs sind Heilungsraten von über 90 Prozent möglich, wenn sie rechtzeitig entdeckt werden.

Allgemeine Symptome

Krebs ruft im frühen Stadium in der Regel keine Beschwerden hervor. Aber es gibt Warnzeichen, die auf eine bösartige Erkrankung hinweisen können. Es kommt darauf an, diese Signale auch rechtzeitig wahrzunehmen und damit die Chance auf Heilung zu maximieren. Beobachten Sie deshalb Ihren Körper genau und achten Sie auf folgende Symptome:

  • tastbare Schwellungen, Verhärtungen oder Knoten auf der Haut, Schleimhaut oder in Weichteilen, oft ohne Schmerzempfindung
  • Schmerzen ungeklärter Herkunft
  • Veränderungen an Brust oder Hoden
  • Vergrößerung von Lymphknoten in den Achselhöhlen, den Leisten oder am Hals
  • Veränderungen am Kropf
  • anhaltender Husten oder Veränderung eines lange bestehenden Hustens sowie ständiger Hustenreiz
  • blutiger Auswurf beim Husten
  • chronische Heiserkeit
  • Atemnot
  • anhaltende Schluckbeschwerden
  • Veränderungen der Haut, Leberflecken und Warzen hinsichtlich ihrer Größe, Form und Farbe, Gelbsucht, fleckig gerötete Handinnenflächen oder Lebersternchen (spinnenartig erweiterte Äderchen in der Haut)
  • Blut in der Samenflüssigkeit
  • Blutungen nach den Wechseljahren oder Schmierblutungen zwischen den Regelblutungen
  • anhaltende Schluckbeschwerden

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  • Veränderungen beim Stuhlgang oder Urinieren, z.B. Schmerzen, Beimengungen von Blut, vermehrter Harndrang oder schwacher, unterbrochener Harnfluss
  • ungewöhnliche und anhaltende Veränderungen der Verdauungsgewohnheiten
  • Sodbrennen
  • anhaltendes Druck- oder Völlegefühl, Bauchschmerzen oder Blähungen
  • ungewöhnliche Blutungen oder Ausscheidungen aus Mund, Nase, Darm, Harnröhre oder Vagina
  • anhaltendes Aufstoßen und Erbrechen
  • anhaltende Appetitlosigkeit und unerklärlicher Gewichtsverlust
  • Blässe und Blutarmut, ständige Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Leistungsabfall
  • Fieber, Schweißausbrüche, Schwindelgefühl oder Herzrasen
  • neu auftretende Kopfschmerzen
  • Sehstörungen
  • Krampfanfälle
  • anhaltender Juckreiz
  • neurologische Störungen wie Lähmungserscheinungen, Sprach- und Koordinierungsstörungen oder neu auftretende Ungeschicklichkeit
  • Persönlichkeitsveränderungen
  • nicht oder schlecht heilende Wunden

Symptome bei Frauen

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  • Knoten und/oder Verhärtungen in der Brust
  • Verziehung einer Brustwarze
  • Blutungen außerhalb der normalen Regelblutung, z. B. nach den Wechseljahren oder nach dem Geschlechtsverkehr
  • bräunlicher Ausfluss

Symptome bei Männern

  • schwacher oder unterbrochener Urinfluss
  • Unfähigkeit zum Wasserlassen
  • Schwierigkeiten zu Beginn des Wasserlassens
  • Verhärtung oder Vergrößerung eines Hodens

 

Auch wenn solcherlei Beschwerden oft durch gutartige Erkrankungen ausgelöst werden – Klärung diesbezüglich kann nur der Arzt herbeiführen. Außerdem kann er die Beschwerden durch geeignete Therapien abstellen.

 

(red)



Quellen:
N. Becker, L. v. Karsa: Sekundäre Prävention, in: H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2006, S. 307-339

Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 10.09.2014

Beratung durch die Landeskrebsgesellschaften:

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Aktualisiert am: 14.12.2017 21:28