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Magenkrebs - Vorbeugung

Die Ursachen für die Entstehung von Magenkrebs sind bisher nicht vollständig geklärt. Man kennt jedoch bestimmte Faktoren, die das Risiko, an Magenkrebs zu erkranken, erhöhen. So spielen, neben einer gewissen erblichen Veranlagung, Ernährungsfaktoren eine bedeutende Rolle. Darüber hinaus können eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori sowie verschiedene Vorerkrankungen des Magens das Risiko einer Krebserkrankung erhöhen. Auch Rauchen hat einen Einfluss auf die Entstehung von Magenkrebs.

Sollte eine Infektion mit Helicobacter Pylori vorliegen zählt es zu den Präventionsmaßnahmen, diesen Erreger wieder vollständig aus dem Körper zu eliminieren. Eine aktuelle Studie zu diesem Thema aus China belegt, dass eine komplette Eliminierung nur dann gelingen kann, wenn noch keine Krebsvorstufen in der Magenschleimhaut zu finden sind. Dabei kann die Rede von einem Point of no Return geredet werden, ab welchem die so genannte Eradikationstherapie die bereits aufgetretenen Veränderungen in der Magenschleimhaut nicht mehr beeinflussen kann.

Folgendes sollten Sie daher beachten, um das Risiko einer Krebserkrankung des Magens zu reduzieren:

Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung
Ernährungsgewohnheiten spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Magenkrebs. Insbesondere der häufige Verzehr stark gesalzener Speisen und ein geringer Konsum von frischem Gemüse und Obst sind als Risikofaktoren belegt. Des Weiteren scheinen gepökelte, gegrillte, frittierte und geräucherte Speisen das Auftreten von Magenkrebs zu fördern. Beim Räuchern und Grillen entstehen Krebs erregende Substanzen (Kanzerogene) durch unvollständige Verbrennung. Beim Pökeln von Fleischwaren werden Nitrat- und Nitritsalze verwendet, die beim Erwärmen oder im Magen Nitrosamine bilden. Nitrosamine sind ebenfalls sehr starke Kanzerogene. Auch Gifte, die von Schimmelpilzen gebildet werden (Aflatoxine), wirken Krebs erregend.

Vermeidung von Tabakkonsum
Auch das Rauchen gilt als Risikofaktor für Magenkrebs. Die zum Teil Krebs erregenden Stoffe des Zigaretten- und Tabakrauchs lösen sich im Speichel und gelangen so in den Magen. Man schätzt, dass Raucher ein etwa 3-fach erhöhtes Risiko haben, an Magenkrebs zu erkranken.


(red)

Quellen:
G. Folprecht, S. Frick: Magen- und AEG-Karzinome, in: W. Dornoff, F.-G. Hagemann, J. Preiß, A. Schmieder (Hrsg.): Taschenbuch Onkologie 2010: Interdisziplinäre Empfehlungen zur Therapie 2010/2011, Zuckschwerdt Verlag 2010, S. 148-154
H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2006

Fachliche Beratung
Prof. Dr. Michael Stahl
Klinik für intern. Onkologie und Hämatologie Kliniken Essen-Mitte

Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 06.11.2017

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Aktualisiert am: 13.12.2017 17:19