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Was ist Hautkrebs?

Definition und Häufigkeit von Hautkrebs

Arzt untersucht Leberflecken am Bauch, Quelle: © vimarovi - fotolia.com
Quelle: © vimarovi - fotolia.com

Unter dem Begriff Hautkrebs werden verschiedene Krebserkrankungen der Haut zusammengefasst, die in vielfältigen Erscheinungsformen auftreten. Unterschieden werden der sogenannte schwarze Hautkrebs (malignes Melanom) und der helle Hautkrebs. Zu letzterem zählen das Basalzellkarzinom und das Plattenepithelkarzinom, daneben gibt es noch einige weitere sehr seltene Hautkrebsformen (Angiosarkom, Dermatofibrosarkoma protuberans, malignes fibröses Histiozytom, Liposarkom, Karposisarkom etc.), auf die wir hier wegen der Seltenheit nicht eingehen möchten.

Die Häufigkeit von Hautkrebs steigt seit einigen Jahrzehnten stetig an. Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge treten weltweit jedes Jahr zwei bis drei Millionen neue Fälle von hellem Hautkrebs sowie mehr als 250.000 neue Fälle von malignem Melanom auf. Die höchsten Erkrankungsraten weltweit werden in Australien beobachtet. Hier gibt es jedes Jahr etwa 50-60 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner. In den USA erkranken rund 10-25 und in Mitteleuropa etwa 10-20 Personen pro 100.000 Einwohner neu. In den meisten westlichen Ländern werden darüberhinaus ca. 4% mehr Melanomfälle pro Jahr festgestellt, sodass das maligne Melanom die Krebserkrankung mit der Weltweit stärksten Zuwachsrate darstellt.

Das invasive maligne Melanom macht in Deutschland derzeit mit etwa 18.000 Neuerkrankungen pro Jahr 4 % aller bösartigen Neubildungen aus und ist für etwa 1 % aller Krebstodesfälle verantwortlich. Die Fälle von hellem Hautkrebs werden in Deutschland nicht flächendeckend erfasst. Angaben einiger Krebsregister lassen aber darauf schließen, dass es jedes Jahr zu etwa 200 Neuerkrankungen an hellem Hautkrebs pro 100.000 Einwohner kommt. Dies führt dazu, dass in Deutschland jedes Jahr bis zu 170.000 Menschen an invasiven Formen des hellen Hautkrebses erkranken. Davon entfallen 80 % auf das Basalzellkarzinom, welches damit der häufigste bösartige Tumor beim Menschen überhaupt ist, und 20 % auf das Plattenepithelkarzinom.

Wird Hautkrebs früh erkannt, bestehen grundsätzlich für alle Arten sehr hohe Heilungschancen.

(red)

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Quellen:
[1] C. Garbe (Hrsg.): Interdisziplinäre Leitlinien zur Diagnostik und Behandlung von Hauttumoren, Thieme Verlag 2005
[2] R. M. Szeimies, A. Hauschild, C. Garbe, R. Kaufmann, M. Landtaler (Hrsg.): Tumoren der Haut: Grundlagen - Diagnostik - Therapie, Thieme Verlag 2010
[3] H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2006
[4] Robert Koch-Institut (Hrsg.): Krebs in Deutschland 2007/2008. Häufigkeiten und Trends, Berlin 2012
[5] Institut für Krebsepidemiologie e.V.: Krebs in Schleswig-Holstein 2012. Online-Publikation, abrufbar unter http://www.krebsregister-sh.de/berichte/kish2009.pdf
[6] www.krebsregister-sh.de/berichte/berichte_e.html. Annual report 2013

Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 06.01.2015

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Aktualisiert am: 04.12.2016 23:29