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Der Aufbau der Haut

Die Haut ist mit etwa 1,8 Quadratmetern Fläche nicht nur das größte Organ des Menschen, sie ist auch das schwerste: Wiegt eine Frau beispielsweise 70 Kilo, gehen immerhin rund elf Kilo auf das Konto der Haut, was etwa 16 % des Körpergewichts entspricht.

Die Haut schützt den Körper vor Hitze, Licht, Verletzungen und Infektionen. Sie reguliert die Körpertemperatur durch Schwitzen und kann Wasser und Fett speichern. Zusätzlich wird in der Haut das besonders für die Knochen wichtige Vitamin D gebildet.

Für all diese Aufgaben ist die Haut optimal aufgebaut. Ähnlich wie eine Gore-Tex-Jacke bietet sie Schutz, ist aber gleichzeitig durchlässig. Wenn man die Haut unter dem Mikroskop betrachtet, erkennt man drei Schichten:

Der Aufbau der Haut
Quelle: © Anita Potter - fotolia.com

1. Die Oberhaut
Sie ist sehr dünn - stellenweise nur 0,1 Millimeter.
Ihre oberste Schicht besteht aus abgestorbenen, verhornten Zellen, die die erste Barriere für Schadstoffe bilden. Die darunter liegende Keimschicht liefert Nachschub für die Hornschicht und erneuert sie etwa alle vier Wochen. Darunter liegen die Basalzellen, die Nährstoffe aufnehmen und Stoffe entsorgen, die der Körper nicht mehr braucht. In dieser Basalzellschicht liegen als Außenposten der Körperabwehr auch sternförmige Immunzellen (Langerhans-Zellen). In der Oberhaut befinden sich außerdem die pigmentbildenden Zellen (Melanozyten). Ihr Produkt, der Farbstoff Melanin, gibt der Haut ihren Farbton.

2. Die Lederhaut
Mit Lederhaut (Dermis oder Corium) wird das Bindegewebe unter der Oberhaut bezeichnet. Die Lederhaut besteht aus verschiedenen Bindegewebsfasern, die dafür sorgen, dass die Haut stabil bleibt, aber gleichzeitig auch genügend Elastizität aufweist. Weil die elastischen Fasen ab dem 30. Lebensjahr weniger werden, wird die Haut zunehmend schlaffer.

In der Lederhaut sind zudem Blut- und Lymphgefäßnetze eingebettet. Die Lederhaut beherbergt auch die sogenannten Hautanhangsgebilde, wie Haarfollikel, Talg- und Schweißdrüsen, und zahlreiche Nervenfasern zur Tast- und Vibrationswahrnehmung.

3. Das Unterhautfettgewebe
Das Unterhautfettgewebe (Subcutis) besteht aus Bindegewebe und Fettzellen. Es dient als Kälteschutz und Energiespeicher.

(red)

Quellen:
Leitlinienprogramm Onkologie: S3-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Melanoms. Langversion 2.0 - Juli 2016
R. M. Szeimies, A. Hauschild, C. Garbe, R. Kaufmann, M. Landtaler (Hrsg.): Tumoren der Haut: Grundlagen - Diagnostik - Therapie, Thieme Verlag 2010



Fachliche Beratung
Dr. Peter Mohr
Dermatologisches Zentrum Elbeklinikum Buxtehude

Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 28.02.2017

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Aktualisiert am: 18.08.2017 15:05