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Nährstoffzufuhr bei Darmkrebs: Kohlenhydrate und Ballaststoffe

Ist der Energiebedarf des Tumorpatienten erhöht, so liefern Kohlenhydrate dem Körper schnell verfügbare Energie. Grundsätzlich ist auch bei und nach Darmkrebs eine stärke- und ballaststoffhaltige Kost zu empfehlen. Werden bestimmte Ballaststoffe im Darm abgebaut, entstehen so genannte kurzkettige Fettsäuren, die der Darmschleimhaut als Energiesubstrat dienen und ihre Schutzfunktion erhöhen. So können weniger schädigende Substanzen die Darm-Barriere überwinden und werden folglich wieder mit dem Stuhl ausgeschieden.

Dies gilt natürlich nur dann, wenn die Verdauungsfunktion nicht durch eine Operation oder durch Nebenwirkungen der Therapie (wie Durchfälle oder Entzündungen der Darmschleimhaut) eingeschränkt ist. In diesem Fall sollte der Darm nicht zusätzlich mechanisch gereizt werden. Beginnen Sie dann Ihren Kostaufbau mit leicht verdaulichen Kohlenhydraten wie Weiß- und Graubrot, Kartoffeln, Reis, Nudeln, Getreideprodukten (Grieß, Stärke, Sago) und nicht zu faserhaltigem Gemüse (z.B. Kopfsalat, Möhren, Zucchini, Sellerie, Rote Bete).


Fachliche Beratung
Elisabeth Gutzmann
Ernährungsberaterin / Diätassistentin

Aktualisiert am: 18.08.2017 15:05