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Nährstoffzufuhr bei Darmkrebs: Vitamine

Vitamine können im menschlichen Körper nicht oder nicht in ausreichender Menge selbst hergestellt werden. Somit sind wir auf die Zufuhr mit der Nahrung angewiesen. „Vita“ bedeutet „Leben“. Wir benötigen Vitamine für alle lebensnotwendigen Prozesse im Körper. Bestimmte Vitamine besitzen darüber hinaus eine antioxidative (so genannt Krebs prophylaktische) Wirkung. Besonders zu nennen sind hier ß-Karotin, Vitamin C und Vitamin E.

Bei einem Teil der Darm operierten Patienten ist eine unzureichende Bedarfsdeckung von Nährstoffen erkennbar, die normalerweise über eine intakte Darmschleimhaut aufgenommen werden. Eine besondere Rolle für Darmkrebspatienten spielen Folsäure und Vitamin B12. Folsäure wird fast zu 100% über den Darm aufgenommen. Vitamin B12 wird über den Dickdarm aufgenommen. Wird dieser Darmabschnitt entfernt, so kann es zu einem Mangel kommen. Ein Vitamin B12-Mangel kann entstehen, wenn der „Verdauungs-Ort“, ein Teil des Dünndarms, entfernt wurde bzw. es zu chronischen Veränderungen der Dünndarmschleimhaut kam.
Vitamin B12 wird in relativ großen Mengen in der Leber und Muskulatur gespeichert. Diese Vitamin B12-Speicher sind erst nach 1–4 Jahren zur Hälfte reduziert. Daher können 10 Jahre und mehr vergehen, bis sich sichtbare Vitaminmangelsymptome entwickeln.


Fachliche Beratung
Elisabeth Gutzmann
Ernährungsberaterin / Diätassistentin

Aktualisiert am: 27.06.2017 12:21