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Die Mammografie

Ärztin betrachtet Röntgenbild, Quelle: © gpointstudio - fotolia.com
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Mammographie – das ist die Röntgenuntersuchung der Brust. Sie ist die derzeit beste Methode, um auffällige Symptome abzuklären. Sie wird aber auch ohne vorliegende Befunde als Früherkennungs-Untersuchung genutzt. So können sehr kleine, noch nicht tastbare Knötchen oder sogenannter Mikrokalk – oft ein Vorstadium von Brustkrebs – erkannt werden.

Ablauf und Technik

Bei der Mammographie wird heute zunehmend ein digitales Röntgenverfahren verwendet, bei dem die Bilder direkt im Computer gespeichert und auf dem Bildschirm betrachtet und vergrößert werden können.

Die Aufnahmen werden in der Regel im Stehen gemacht. Dazu wird die Brust zwischen zwei Plexiglasplatten gepresst, weil das Röntgenbild besser beurteilt werden kann, wenn das geröntgte Gewebe möglichst dünn ist. Dies kann unangenehm und eventuell etwas schmerzhaft sein. Beide Brüste werden aus jeweils zwei Richtungen aufgenommen: von oben nach unten und schräg von der Mitte zur Seite hin.
Übrigens: Auch bei Implantaten ist die Mammographie problemlos und sicher möglich.

Auf Deos sollten Frauen vor der Untersuchung verzichten, weil sie einen in der Röntgenaufnahme sichtbaren Schleier auf der Haut hinterlassen können.

Zeitpunkt der Untersuchung

Der beste Zeitpunkt für Mammographien ist in der ersten Zyklushälfte, d.h. während der Periode oder in der ersten Woche danach. Dann ist die Brust nicht so empfindlich und außerdem weicher, so dass die Röntgenaufnahmen besser beurteilt werden können. Dient die Mammografie zur Abklärung eines auffälligen Befundes, kann sie natürlich jederzeit und schnellstmöglich durchgeführt werden.

Für Frauen nach den Wechseljahren ist der Zeitpunkt der Untersuchung unerheblich.

Aussagekraft von Mammographien

Aussagekraft von Mammographien
Nicht jeder Tumor wird durch eine Mammographie entdeckt. Schätzungsweise fünf bis 15 Prozent bleiben unerkannt. Wie sicher eine Ärztin bzw. ein Arzt die Röntgenaufnahmen der Brust auswerten kann, hängt unter anderem von der Dichte des Gewebes ab. Bei jüngeren Frauen und denjenigen, die hormonhaltige Medikamente („Pille“, Hormonspirale, Hormonersatztherapie) einnehmen oder gerade stillen, ist darum die Röntgenaufnahme oftmals wenig aussagekräftig. Hier ist es eventuell sinnvoll, die Medikamente im Monat der Untersuchung abzusetzen oder bei einem unklaren Befund andere bildgebende Verfahren zu nutzen.

(pp)

Quellen:

[1] AGO Empfehlungen „Diagnosis and Treatment of Patients with Primary and Metastatic Breast Cancer”, Stand März 2015
http://www.ago-online.de/de/fuer-mediziner/leitlinienempfehlungen/mamma/
[2] AGO Patientenratgeber Brustkrebs zu den AGO-Empfehlungen 2015
http://www.ago-online.de/de/fuer-patienten/patientenratgeber
[3] Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg – Krebsinformationsdienst: Brustkrebs: Informationen für Patientinnen, Angehörige und Interessierte.http://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/brustkrebs
[4] Interdisziplinäre S3-Leitlinie für die Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms, Langversion 3.0, Aktualisierung 2012 (Leitlinien der Deutschen Krebsgesellschaft, der Deutschen Krebshilfe und der Arbeitsgemeinschaft Wissenschaftliche Medizinische Fachgesellschaften), online unterhttp://www.krebsgesellschaft.de/wub_llevidenzbasiert,120884.html
[5] Patientenleitlinien der Deutschen Krebsgesellschaft, der Deutschen Krebshilfe und der Arbeitsgemeinschaft Wissenschaftliche Medizinische Fachgesellschaften, online unterhttp://www.krebsgesellschaft.de/wub_broschueren_brustkrebs,117182.html
- Patientenleitlinie „Brustkrebs. Die Ersterkrankung und DCIS – Eine Leitlinie für Patientinnen“, Stand 2010
- Patientenleitlinie „Brustkrebs II - Die fortgeschrittene Erkrankung, Rezidiv und Metastasierung“, Stand 2011
- Patientenleitlinie „Früherkennung von Brustkrebs. Eine Entscheidungshilfe für Frauen“, Stand 2010

Fachliche Beratung: 
Prof. Dr. Fehm Universitätsfrauenklinik Düsseldorf
Prof. Dr. Scharl Klinikum Amberg
Prof. Dr. Lux Universitätsfrauenklinik Erlangen

Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 21.02.2017

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Aktualisiert am: 28.04.2017 17:54