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Brustkrebs Diagnoseverfahren - Ultraschall (Sonografie)

Sonographie bedeutet so viel wie „Zeichnen mit Schall“. Dabei wird die Gewebestruktur mithilfe von Ultraschallwellen abgebildet. Das Prinzip beruht darauf, dass Gewebe verschiedener Dichte in unterschiedlichem Ausmaß die Wellen „schlucken“ oder reflektieren. Flüssigkeiten werden vom Ultraschall beispielsweise durchquert und erscheinen auf dem Computerbild schwarz. Knochen dagegen werfen die Schallwellen komplett zurück und werden weiß abgebildet. Andere Gewebe, die in ihrer Dichte dazwischen liegen, werden in verschiedenen Graustufen dargestellt.
Auf diese Weise können auf dem Ultraschallbild Gewebe unterschiedlicher Schalldichte voneinander abgegrenzt werden.

Ergänzend zur Tastuntersuchung und Mammographie kann eine Ultraschalluntersuchung wertvolle Zusatzinformationen liefern. Als alleinige Methode zur Brustkrebsdiagnose ist sie jedoch nicht treffsicher genug.

Hilfreich ist eine Sonographie, wenn es einen verdächtigen Tast- oder Mammographie-Befund gegeben hat und unklar ist, ob es sich dabei um flüssigkeitsgefüllte Zysten oder um Gewebeknoten handelt. Oft wird dann mit Hilfe der Sonographie schon festgestellt, dass eine Zyste und somit ein gutartiger Befund vorliegt. Auf eine Biopsie kann dann gegebenenfalls verzichtet werden.
Bei bindegewebsreicher Brust – also besonders bei jungen Frauen vor den Wechseljahren – ist die Ultraschalluntersuchung besonders aussagekräftig, während die Auswertung von Mammographie-Aufnahmen in dieser Altersgruppe schwierig ist.

 

(pp)

Quellen:

[1] AGO Empfehlungen „Diagnosis and Treatment of Patients with Primary and Metastatic Breast Cancer”, Stand: April 2022: https://www.ago-online.de/leitlinien-empfehlungen/leitlinien-empfehlungen/kommission-mamma

[2] Patientenratgeber zu den Empfehlungen der AGO Kommission Mamma, Stand: 2022: https://www.ago-online.de/fileadmin/ago-online/downloads/AGO_Brustkrebs_2019.pdf

[3] Interdisziplinäre S3-Leitlinie für die Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms, Langversion 4.4, Stand: Juni 2021: https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/mammakarzinom/

[4] Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg – Krebsinformationsdienst: Mammographie zur Früherkennung von Brustkrebs: . https://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/brustkrebs/mammographie-frueherkennung.php

Prof. Lüftner
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Prof. Dr. med. Diana Lüftner ist Oberärztin an der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie, an der Charité, Campus Virchow-Klinikum Humboldt-Universität zu Berlin. Ihr Schwerpunkt liegt auf dem Gebiet der soliden Tumore, insbesondere des Mammakarzinoms in allen Erkrankungsstadien, der gastrointestinalen Tumore sowie der Supportivtherapie.
Charité zu Berlin, Campus Virchow-Kliniken

 

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Prof. Dr. med. Volkmar Müller ist Stellvertretender Klinikdirektor mit leitung der konservativen gynäkologischen Onkologie und der onkologischen Tagesklinik im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Er ist Facharzt für Freienheilkunde und Geburtenhilfe mit Schwerpunkt Palliativmedizin und Medikamentöse Tumortherapie.
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)

 

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Prof. Dr. med. Anton Scharl ist Direktor der Frauenklinik der Kliniken Nordoberpfalz AG. Er leitet zudem das zertifizierte Brustzentrum und das Perinatalzentrum.
Kliniken Nordoberpfalz AG

 

Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 23.06.2022

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Zuletzt aufgerufen am: 27.06.2022 11:53