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Vulvakrebs - Ursachen, Risikofaktoren und Symptome

Die genauen Ursachen für die Ausbildung eines Vulvakarzinoms sind weitgehend ungeklärt. Zu den Risikofaktoren für Vulvakrebs zählen andere sexuell übertragbare Infektionen, zum Beispiel mit Herpesviren, Chlamydien und Syphilis, die allein jedoch kein Vulvakarzinom auslösen können. Auch einige chronische Erkrankungen von Vulva und Scheide, das Rauchen oder eine Einschränkung der Immunfunktion durch HIV oder Medikamente erhöhen das Risiko, an Vulvakrebs zu erkranken. Ein weiterer Risikofaktor sind Krebserkrankungen oder Vorstufen im Genital- und Anusbereich. Für das verhornende Plattenepithelkarzinom der Vulva gelten zudem chronisch entzündliche Hauterkrankungen als ein wichtiger Risikofaktor, zum Beispiel Lichen sclerosus.

Symptome

Das häufigste Symptom ist der Juckreiz. Dysurie, Brennen, Schmerzen, blutiger Ausfluss oder kleine erhabene (eventuell rote) Verhärtungen oder Flecken, die an Warzen und Narben erinnern, sind weitere Symptome. Meist wird das Vulvakarzinom jedoch erst symptomatisch, wenn es klinisch sichtbar ist. Dann finden sich meist spürbare Knoten oder Geschwüre mit blumenkohlartiger Oberfläche. Frühsymptome sowohl beim Vulvakrebs als auch bei seinen Vorstufen sind oft unspezifisch oder fehlen. Eine immer häufiger zu beobachtende Tumorlokalisation ist zwischen der Klitoris und der Harnröhrenöffnung.

(kvk/red)

Quellen:
[1] Deutsche Krebsgesellschaft, dkg-web.gmbh (Herausgeber), Patientenratgeber gynäkologische Onkologie, 2. Auflage, 2016
[2] Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Vulvakarzinoms und seiner Vorstufen. S2k-Leitlinie. AWMF-Registernummer: 015/059. Version 1.1 (Stand: August 2015)


 

Fachliche Beratung:
Prof. Dr. Matthias W. Beckmann, Universitätsfrauenklinik Erlangen
Dr. Grit Mehlhorn, Universitätsfrauenklinik Erlangen

Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 09.02.2017

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Aktualisiert am: 25.05.2017 17:35