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Kopf-Hals-Tumoren - Nachsorge und Rehabilitation

Regelmäßige Nachuntersuchungen sind notwendig

Nach der Behandlung eines bösartigen Tumors im Kopf-Halsbereich sind regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen erforderlich. Ein Krankheitsrückfall oder die Bildung von Tochtergeschwülsten (Metastasen) können dadurch häufig rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Wie oft Nachuntersuchungen stattfinden sollten, hängt von der Art des Tumors, seiner Lage und Ausdehnung sowie seiner Aggressivität und dem damit verbundenen Risiko für einen Rückfall ab.

Als Richtschnur gilt, dass bei Tumoren mit geringem Risiko für einen erneuten Ausbruch bzw. für einen Zweittumor Untersuchungen im ersten Jahr in Abständen von 3 Monaten empfohlen werden, im zweiten Jahr in Abständen von 4 bis 6 Monaten, im dritten und vierten Jahr in halbjährlichen Abständen und ab dem fünften Jahr in jährlichen Abständen. Bei Tumoren mit einem hohen Risiko für einen Rückfall oder Zweittumor werden Kontrolluntersuchungen im ersten Jahr im Abstand von 6 Wochen, im zweiten Jahr im Abstand von 3 Monaten, im dritten und vierten Jahr in halbjährlichen Abständen und ab dem fünften Jahr in jährlichen Abständen empfohlen.

Psychosoziale Unterstützung

Während der Behandlung und im Anschluss an die Therapie werden Patienten mit bösartigen Kopf-Hals-Tumoren soziale Unterstützung und Hilfe zur beruflichen Rehabilitation angeboten. Patienten, die nicht mehr berufstätig sein können, erhalten Informationen darüber, welche Möglichkeiten zur Feststellung der Berufsunfähigkeit es gibt.

 

(ks)

Quellen:
[1] N. Stasche, A. Schmieder: Kopf-Hals-Karzinome, in: W. Dornoff, F.-G. Hagemann, J. Preiß, A. Schmieder (Hrsg.): Taschenbuch Onkologie 2010: Interdisziplinäre Empfehlungen zur Therapie 2010/2011, Zuckschwerdt Verlag 2010, S. 137-144
[2] H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2006

Fachliche Beratung: 
Prof. Dr. Ulrich Keilholz
Comprehensive Carncer Center Charité, Berlin

Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 16.10.2013

Weitere Basisinformationen zu Kopf-Hals-Tumoren:

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Aktualisiert am: 30.05.2017 12:43