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Knochenkrebs - Krankheitsverlauf

Nachsorge

Zu Beginn der Nachsorge müssen die Kontrolluntersuchungen in engen Abständen erfolgen. So kann ein eventueller Rückfall, ein Rezidiv, frühzeitig erkannt und behandelt werden. Symptome wie Knochenschmerz müssen vom Patienten ernst genommen und vom Arzt diagnostisch abgeklärt werden.

Prognose

Der Verlauf der Krankheit ist abhängig von der Tumorart, -größe und -ausbreitung zum Zeitpunkt der Diagnosestellung.

Die 5-Jahres-Überlebensrate beträgt beim Osteosarkom bei etwa 70%. Vor der Etablierung der systemischen Chemotherapie lag sie unter 15%.

Auch die Prognose der Gruppe der Ewing-Sarkome hat sich durch den zusätzlichen Einsatz der Chemotherapie deutlich verbessert. Früher lag die 5-Jahres-Überlebensrate bei 5 - 10%, heute sind es etwa 60%.

Die Prognose von Knochenmetastasen wird vom Primärtumor bestimmt und ist in der Regel schlechter als die des primären Knochenkrebses. Patienten mit Knochenmetastasen eines Mammakarzinoms haben im Vergleich zu Knochenmetastasen eines Lungenkarzinoms eine deutlich bessere Prognose.

(red)

Quellen:
[1] T. Prietzel, G. von Salis Soglio: Osteosarkom, in: Deutsche Krebsgesellschaft (Hrsg.): Kurzgefasste interdisziplinäre Leitlinien, W. Zuckschwerdt Verlag 2008, Beilage-CD
[2] T. Prietzel, G. von Salis Soglio: Diagnostik muskuloskelettaler Malignome, in: Deutsche Krebsgesellschaft (Hrsg.): Kurzgefasste interdisziplinäre Leitlinien, W. Zuckschwerdt Verlag 2008, Beilage-CD
[3] H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2006

Fachliche Beratung:
PD Dr. med. Peter Reichardt
Chefarzt der Klinik für Onkologie, HELIOS Klinikum Berlin-Buch, Leiter des Onkologischen Zentrums Berlin-Buch

Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 22.08.2017

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Aktualisiert am: 20.10.2017 17:07