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Eierstockkrebs, Ovarialkarzinom - Diagnose

Untersuchung, Quelle: © corbisrffancy - fotolia.com
Quelle: © corbisrffancy - fotolia.com

Üblicherweise wird die Diagnose Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) erst bei der Operation endgültig gesichert, auch das Tumorstadium ist erst dann genau festzustellen. Jedoch werden, wenn der Verdacht auf die Krankheit aufkommt, bereits im Vorfeld einige Untersuchungen durchgeführt. Mit ihrer Hilfe lässt sich ermitteln, wie wahrscheinlich eine Eierstockkrebserkrankung als Ursache für bestehende Beschwerden anzunehmen ist, wie ausgedehnt der Tumor ist und ob andere Organe schon mitbefallen sind. Wichtige Untersuchungsschritte bei Verdacht auf Eierstockkrebs sind:

  • Anamnese und körperliche Untersuchung mit Tastuntersuchung
  • Ultraschalluntersuchung durch die Scheide und über den Bauch
  • Röntgen des Brustraums.

Weitere Untersuchungen können notwendig sein, um zu klären, ob sich der Tumor auf andere Organe ausgebreitet hat, zum Beispiel Laboruntersuchungen, Spiegelung des Darms, Computertomographie (CT) und Kernspintomographie (MRT). Wenn alle notwendigen Untersuchungen abgeschlossen sind, kann über geeignete Behandlungsmaßnahmen entschieden werden.

Ultraschalluntersuchungen (Sonographie)

Die Ultraschalluntersuchung der inneren Geschlechtsorgane erfolgt mit Hilfe einer speziellen Ultraschallsonde, die in die Scheide eingeführt wird. Die Ärztin beziehungsweise der Arzt kann mit dieser Methode feststellen, ob die Eierstöcke vergrößert sind. Ultraschalluntersuchungen sind schmerzfrei.

Die Ultraschalluntersuchung des Bauches vermittelt einen Einblick in die inneren Organe wie Leber, Nieren, Milz und Darm. Es wird untersucht, ob sich der Tumor bereits auf eines dieser Organe in der Umgebung ausgebreitet und Metastasen gebildet hat. Das Ultraschallbild zeigt auch, ob sich in der Bauchhöhle (Aszites) oder im Brustkorb zwischen Brustfell und Lunge (Pleuraerguss) krankhaft Flüssigkeit angesammelt hat.

(kvk)

 

Quellen:

[1] Deutsche Krebsgesellschaft. S3-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Nachsorge maligner Ovarialtumoren. Version 2.0 - Oktober 2016. Leitlinienprogramm Onkologie der AWMF, Deutschen Krebsgesellschaft e.V. und Deutschen Krebshilfe e.V, Zuckschwerdt Verlag GmbH

[2] Deutsche Krebsgesellschaft, dkg-web.gmbh (Herausgeber), Patientenratgeber gynäkologische Onkologie, 2. Auflage, 2016

 

Fachliche Beratung: 
Prof. Schmalfeldt Universitätsfrauenklinik Hamburg
Prof. Sehouli Universitätsfrauenklinik Berlin
PD Dr. Thiel, MBA Klinik am Eichert Göppingen

Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 23.02.2017

Weitere Basisinformationen zum Eierstockkrebs:

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Aktualisiert am: 24.07.2017 21:10