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Endoskopie (Spiegelung)

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Bei der Endoskopie wird ein dünner, meist biegsamer Schlauch über eine Körperöffnung (z.B. Mund, After) eingeführt. In der Regel sind moderne Video-Endoskope mit einer Lichtquelle, einer Kamera mit einer Linsenspülvorrichtung und gegebenenfalls mit medizinischen Werkzeugen zum Beispiel zur Probennahme bestückt. Die Bilder vom Inneren des jeweiligen Organs werden auf einen angeschlossenen Monitor übertragen. Frühere Endoskope basierten auf einem Spiegel-und-Linsensystem, woher auch die alternative Bezeichnung „Spiegelung“ stammt. Geeignet ist das Verfahren z.B. zur Untersuchung von Darm (Darmspiegelung = Koloskopie), Magen (Magenspiegelung = Gastroskopie), Blase (Blasenspiegelung = Zystoskopie) und Lunge (Lungenspiegelung = Bronchoskopie).

Schon kleinste Veränderungen werden so entdeckt, lange, bevor Beschwerden auftreten. Zudem können noch während der Endoskopie aus verdächtigen Bereichen Gewebeproben entnommen und unter dem Mikroskop untersucht werden. Dadurch eignet sich die Endoskopie z.B. im Darm auch zur Vorsorge von Krebs: Vorstufen von Darmkrebs werden erkannt und sofort entfernt, sodass sich kein Krebs daraus entwickeln kann.

(red)

Quellen:
T. Rösch, M. Classen, M. Gebel: Prinzipien der endoskopischen Diagnostik und Therapie, in: H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2005, S. 467-498

Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 03.10.2022

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