Sunitinib

Der Multikinasehemmer Sunitinib wurde 2006 zugelassen und ist unter dem Handelsnamen Sutent® von Pfizer verfügbar. Sunitinib bewirkt die Hemmung  der Kinasenaktivität sowohl der Tumorzellen als auch der Tumorgefäße. Die Tyrosinkinase-Rezeptoren VEGFR1–3, PDGFR und C-Kit werden blockiert. Die gleichzeitige Gabe von CYP3A4-Inhibitoren oder -Induktoren sollte vermieden werden.

Sunitinib ist zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem oder metastasiertem Nierenzellkarzinom (mRCC) sowie  nach Versagen der Therapie mit Imatinib zur Behandlung gastrointestinaler Stromatumoren (GIST) sowie nicht resezierbarer oder metastasierter, gut differenzierter neuroendokriner Tumoren der Bauchspeicheldrüse (pNET) mit Krankheitsprogression indiziert.

Mögliche Nebenwirkungen: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Stomatitis, Abdominalschmerz, Verdauungsstörung (Dyspepsie), Verstopfung (Obstipation), Appetitlosigkeit,  Atemlosigkeit (Dyspnoe), Nasenbluten, Husten, Hautausschlag, Hautverfärbung, trockene Haut, Alopezie, Pigmentstörungen der Haare, Hand-Fuß-Syndrom, Bluthochdruck (Hypertonie), Störungen des Geschmacksempfindens, Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems (Anämie, Neutropenie, Thrombozytopenie, Leukopenie), Störungen der Schilddrüsenfunktion (Hypothyreose), Schmerzen in einer Extremität, Arthralgie, Rückenschmerzen, Schleimhautentzündung, Erschöpfung, Ödem, Fieber, Schlaflosigkeit, Schwindelgefühl, Geschmacksstörungen sowie Kopfschmerzen.

(red)

Quellen:
Preiß, Dornoff, Schmieder, Honecker, Claßen (Hrsg.): Taschenbuch Onkologie. Interdisziplinäre Empfehlungen zur Therapie 2014/15, 17. Auflage, W. Zuckschwerdt Verlag München, 2014.
Ernst Mutschler, Gerd Geisslinger, Heyo K. Kroemer, Sabine Menzel, Peter Ruth (Hrsg.):
Mutschler Arzneimittelwirkungen. Lehrbuch der Pharmakologie, der klinischen Pharmakologie und Toxikologie, 10. Auflage, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 2013.

Fachinformation SUTENT® 12,5/25/37,5/50 mg Hartkapseln, Juni 2015

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Aktualisiert am: 14.12.2017 14:17