Nivolumab

Nivolumab ist ein antitumoraler Wirkstoff aus der Gruppe der monoklonalen Antikörper, welcher zur Behandlung von nicht-resezierbaren oder metastasierenden Melanomen und bei lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) eingesetzt wird. Der Hersteller Bristol-Myers Squibb hat für den Wirkstoff Nivolumab zwei separate Zulassungsanträge eingereicht: Einen beim fortgeschrittenen Melanom unter dem Handelsnamen OPDIVO® und einen beim NSCLC unter dem Handelsnamen Nivolumab BMS®. Es bindet an den PD-1-Rezeptor auf T-Zellen und stimuliert so das Immunsystem (Krebsimmuntherapie). Das Arzneimittel wird als intravenöse Infusion verabreicht.
Nivolumab ist bei einer Überempfindlichkeit und während der Schwangerschaft kontraindiziert.

Mögliche Nebenwirkungen:
Hautausschlag, Juckreiz, Husten, Bronchitis, Infektionen der oberen Atemwege Lungenentzündung (Pneumonitis), Atemnot (Dyspnoe), Flüssigkeitsansammlungen (Ödeme), Müdigkeit, Muskel- und Skelettschmerzen (unter anderem Schmerzen im Bewegungsapparat), Gelenkschmerzen (Arthralgie), verminderter Appetit, Übelkeit und Verstopfung, Veränderung der Leberwerte (AST, ALT, AP), Veränderung der Blutwerte (Thrombozytopenie, Anämie, Lymphozytopenie), Nieren: Veränderung der Blutwerte (Kreatinin), Magnesium-, Kalium, Natrium, Kalziummangel oder Überschuss (Hypo- oder Hypermagnesiämie, -kaliämie, -natrieämie, kalzämie).

(red)

Quellen:
Preiß, Dornoff, Schmieder, Honecker, Claßen (Hrsg.): Taschenbuch Onkologie. Interdisziplinäre Empfehlungen zur Therapie 2014/15, 17. Auflage, W. Zuckschwerdt Verlag München, 2014.
Ernst Mutschler, Gerd Geisslinger, Heyo K. Kroemer, Sabine Menzel, Peter Ruth (Hrsg.):
Mutschler Arzneimittelwirkungen. Lehrbuch der Pharmakologie, der klinischen Pharmakologie und Toxikologie, 10. Auflage, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 2013.

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Aktualisiert am: 28.04.2017 17:54