Ipilimumab

Ipilimumab (YERVOY®, Hersteller Bristol-Myers Squibb) ist ein vollständig humanisierter monoklonaler, gegen das Protein CTLA-4 (cytotoxic T-lymphocyte associated protein 4) gerichteter IgG1- Antikörper. Dieses Protein ist ein negativer Regulator der T-Zell-Aktivierung. Die Blockade von CTLA-4 führt demzufolge zu einer verstärkten Aktivierung, Proliferation und Einwanderung von zytotoxischen T-Lymphozyten in das Tumorgewebe und zu dessen Zerstörung. Zugelassen ist der Antikörper zur Behandlung des fortgeschrittenen (d. h. nicht resezierbaren oder metastasierten) Melanoms bei Erwachsenen. Aufgrund der gesteigerten oder einer sogar überschießenden Aktivität des Immunsystems können immuntoxische Reaktionen im Magen-Darm-Trakt, der Leber, an der Haut, am Nervensystem sowie an anderen Organen auftreten. Ggf. muss die Therapie unterbrochen oder ganz abgebrochen werden.

Mögliche Nebenwirkungen: Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, Appetitminderung, Hautausschlägen und Juckreiz sowie Müdigkeit, Reaktionen an der Injektionsstelle, Fieber (Pyrexie).

(red)

Quellen:
Preiß, Dornoff, Schmieder, Honecker, Claßen (Hrsg.): Taschenbuch Onkologie. Interdisziplinäre Empfehlungen zur Therapie 2014/15, 17. Auflage, W. Zuckschwerdt Verlag München, 2014.
Ernst Mutschler, Gerd Geisslinger, Heyo K. Kroemer, Sabine Menzel, Peter Ruth (Hrsg.):
Mutschler Arzneimittelwirkungen. Lehrbuch der Pharmakologie, der klinischen Pharmakologie und Toxikologie, 10. Auflage, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 2013.

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Aktualisiert am: 20.09.2017 22:05