Gemcitabin

Gemcitabin ist ein Zytostatikum (z. B. Gemzar®), dessen Wirkung darauf beruht, dass statt des menschlichen Nukleosids Cytidin die Wirkform des Gemcitabin, das Gemcitabintriphosphat, in die DNA eingebaut wird. Hauptindikation sind Pankreaskarzinome, der Wirkstoff wird aber auch bei lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC, Harnblasen-, Mamma- und Ovarialkarzinomen eingesetzt.

Mögliche Nebenwirkungen als Monotherapie: Veränderungen des Blutbildes (Anämien, Leuko- und Thrombozytopenien), febrile Neutropenie, Dyspnoe, Übelkeit, Erbrechen, allergische Hautreaktionen, periphere Ödeme, Neuropathie, Haarausfall, Erkrankungen der Nieren und Harnwege (Hämaturie, leichte Proteinurie), Veränderungen der Leberwerte (erhöhter AST, ALT, AP), grippeähnliche Symptome.

(red)

Quellen:
Preiß, Dornoff, Schmieder, Honecker, Claßen (Hrsg.): Taschenbuch Onkologie. Interdisziplinäre Empfehlungen zur Therapie 2014/15, 17. Auflage, W. Zuckschwerdt Verlag München, 2014.
Ernst Mutschler, Gerd Geisslinger, Heyo K. Kroemer, Sabine Menzel, Peter Ruth (Hrsg.):
Mutschler Arzneimittelwirkungen. Lehrbuch der Pharmakologie, der klinischen Pharmakologie und Toxikologie, 10. Auflage, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 2013.

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Aktualisiert am: 28.06.2017 16:21