Cabozantinib

Cabozantinib (Handelsname Cabometyx ©) gehört zu den Tyrosinkinase-Inhibitoren und wird für die Behandlung des Nierenzellkrebses eingesetzt. Der Wirkstoff ist allerdings nur für Patienten zugelassen, die bereits mit einem Vascular Endothelial Growth Factor Inhibitor behandelt wurden. Tyrosinkinase-Inhibitoren blockieren die Aktivität von Enzymen, den sogenannten Tyriosinkinasen, die unter anderem eine Rolle bei der Zellteilung und der Entwicklung neuer Blutgefäße spielen. Tyrosinkinase-Inhibitoren unterbinden also nicht nur das Tumorwachstum sondern verhindern auch, dass sich der Krebs durch die neuen Blutgefäße weiter im Körper ausbreitet.

Studien haben gezeigt, dass das progressionsfreie Überleben nach Versagen eines VEGF-Inhibitors bei Nierenzellkrebspatienten, die mit Cabozantinib behandelt wurden länger war, als bei Patienten, die mit Everolimus (einem anderen Tyrosinkinase-Inhibitor) behandelt wurden. Bei Patienten, die mit Cabozantinib behandelt wurden, schritt die Krankheit im Durchschnitt nach 7,4 Monaten erneut fort. Während bei Patienten die Everolimus bekamen, bereits nach 3,8 ein Fortschreiten der Erkrankung festgestellt werden konnte.
Die häufigsten Nebenwirkungen, die bei der Behandlung mit Cabozantinib auftreten können sind: Durchfall, Abgeschlagenheit, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Hand-Fuß-Syndrom, Bluthochdruck, Erbrechen, Gewichtsverlust, und Verstopfung. Bei sehr starken Nebenwirkung wird empfohlen zunächst die Dosis zu verringern. Laut der EMA (European Medicines Agency) soll Cabozantinib nur solange eingenommen werden, wie der Patient davon profitiert und die Nebenwirkungen tolerierbar sind.

 

Quellen:

Preiß, Dornoff, Schmieder, Honecker, Claßen (Hrsg.): Taschenbuch Onkologie. Interdisziplinäre Empfehlungen zur Therapie 2014/15, 17. Auflage, W. Zuckschwerdt Verlag München, 2014.

Ernst Mutschler, Gerd Geisslinger, Heyo K. Kroemer, Sabine Menzel, Peter Ruth (Hrsg.):

Mutschler Arzneimittelwirkungen. Lehrbuch der Pharmakologie, der klinischen Pharmakologie und Toxikologie, 10. Auflage, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 2013.

EMA European Public Assessment Reports, online unter http://www.ema.europa.eu/ema/index.jsp?curl=pages/medicines/landing/epar_search.jsp&mid=WC0b01ac058001d125

Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 19.09.2017

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Aktualisiert am: 15.12.2017 13:24