Impfung gegen HPV: Krebsvorstufen gehen zurück

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Krebsvorstufen im Gebärmutterhals werden infolge der Impfung gegen krebserregende humane Papillomviren (HPV) seltener

Die vorbeugende Impfung gegen krebserregende humane Papillomviren (HPV) ist offenbar erfolgreich. Seit der Einführung der Impfung in British Columbia ist bei Mädchen und jungen Frauen im Alter von 15 bis 17 Jahren die Zahl potenzieller Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs, die durch HPV ausgelöst werden können, signifikant zurückgegangen. Dies berichteten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift International Journal of Cancer.

Die Forscher werteten die Fälle von Krebsvorstufen im Gebärmutterhals aus, sogenannten zervikalen intraepithelialen Neoplasien (CIN) 2+, die zwischen 2004 und 2012 bei Mädchen und jungen Frauen zwischen 15 und 22 Jahren registriert worden waren. Nach der Einführung der vorbeugenden HPV-Impfung ging die Zahl an CIN2+ bei den 15- bis 17-Jährigen signifikant zurück. Bei den 18- bis 22-Jährigen, die die Impfung nicht bekommen hatten, konnte ein solcher Rückgang nicht verzeichnet werden.

Mit der Senkung der Fälle von CIN2+, die als mittelgradige Veränderungen der Schleimhaut im Gebärmutterhals gelten und sich in Krebs umwandeln können, verbinden die Experten die Hoffnung, dass künftig auch die Zahl der Krebsfälle im Gebärmutterhals zurückgehen wird. 

 

Quelle:

Ogilivie, G. S. et al.: Reduction in cervical intraepithelial neoplasia in young women in British Columbia after introduction of the HPV vaccine: An ecological analysis. International Journal of Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 3. Juni 2015, DOI: 10.1002/ijc.29508

(kvk)

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Aktualisiert am: 19.11.2017 23:25