Preise und Awards

Die Deutsche Krebsgesellschaft vergibt verschiedene Preise und Auszeichnungen für besondere Leistungen in der Onkologie. Daneben vergeben auch die Arbeitsgemeinschaften eigene Preise und Ehrungen. Highlights sind der Deutsche Krebspreis und der Ernst-von-Leyden-Preis der Deutschen Krebsgesellschaft für ein Lebenswerk.

Der Deutsche Krebspreis

Der Deutsche Krebspreis wird jährlich zu gleichen Teilen für hervorragende Arbeiten im deutschsprachigen Raum verliehen

  • in der experimentellen onkologischen Grundlagenforschung (experimenteller Teil),
  • in der Transferforschung (Transfer von Ergebnissen der experimentellen Grundlagenforschung in den klinischen Bereich ‒ translationaler Teil),
  • in der Tumordiagnostik und -behandlung (klinischer Teil),
  • für Versorgungsforschung (2024 noch als Sonderpreis; seit 2025 als vollwertige Kategorie).

Kriterien sind eine herausragende wissenschaftliche Originalität und die Qualität aktueller und zukunftsweisender Arbeiten im Bereich Onkologie. Diese Leistungen werden in der Regel durch mehrere bedeutende Beiträge zur Erforschung der Entstehung, der Diagnose oder der Therapie von Krebserkrankungen in einem bestimmten Forschungsgebiet begründet. Stifter des Deutschen Krebspreises sind die Deutsche Krebsgesellschaft und die Deutsche Krebsstiftung. Jede Kategorie ist mit 7.500 Euro dotiert.

Die Preisträger*innen 2025

Für ihre exzellenten Arbeiten in der Krebsmedizin und -forschung erhalten Professorin Melanie Börries (Universitätsklinikum Freiburg), Professor Walter Paul Weber (Universitätsspital Basel), Professor Matthias Fischer (Uniklinik Köln) sowie Professorin Monika Klinkhammer-Schalke (Universität Regensburg) den Deutschen Krebspreis 2025. Bei einer Festveranstaltung überreichte DKG-Präsident Prof. Michael Ghadimi die Auszeichnungen. Fotos: Peter-Paul Weiler

1986: Harald zur Hausen und Hansjörg Riehm (keine Trennung in klinischen und experimentellen Teil)

1987: Hartmut M. Rabes (experimenteller Teil) und Norbert Brock (klinischer Teil)

1988: Paul Hermanek (klinischer Teil), Franz Paul Gall (klinischer Teil) und Volker Schirrmacher (experimenteller Teil)

1989: Manfred F. Rajewsky (experimenteller Teil), Klaus Havemann (klinischer Teil) sowie Dieter Hoelzer und Eckhard Thiel (Gruppenpreis, ebenfalls klinisch)

1990: Franz Oesch (experimenteller Teil), Hansjörg Eibl (klinischer Teil) und Clemens Unger (klinischer Teil)

1991: Helmut Schoenenberger (klinischer Teil), Thomas Blankenstein (klinischer Teil) und Rolf Issels (experimenteller Teil)

1992: Walter Jonat (klinischer Teil), Manfred Kaufmann (klinischer Teil), Manfred Schwab (experimenteller Teil) und Rudolf Preußmann (experimenteller Teil)

1993: Carl Gottfried Schmidt (klinischer Teil), Eberhard Scherer (klinischer Teil), Fritz Anders / Annerose Anders (experimenteller Teil) und Elisabeth Gateff (experimenteller Teil)

1994: Jörg Rüdiger Siewert (klinischer Teil), Adolf Gräßmann (experimenteller Teil) und Herbert J. Pfister (experimenteller Teil)

1995: Werner Franke (experimenteller Teil) und Claus Garbe (klinischer Teil)

1996: Wolfgang Berdel (klinischer Teil) und Peter H. Krammer (experimenteller Teil)

1997: Wolfgang Deppert (experimenteller Teil) und Volker Diehl (klinischer Teil)

1998: Harald Stein (klinischer Teil) und Axel Ullrich (experimenteller Teil)

1999: Peter M. Schlag (klinischer Teil) und Walter Birchmeier (experimenteller Teil)

2000: Rolf Müller (experimenteller Teil) und Carsten Bokemeyer (klinischer Teil)

2001: Hans-Joachim Schmoll (klinischer Teil) und Ulf Rapp (experimenteller Teil)

2002: Klaus-Michael Debatin (klinischer Teil) und Peter Lichter (experimenteller Teil)

2003: Wolfgang Schlegel (klinischer Teil), Alfred Wittinghofer (experimenteller Teil) und Reinhard Dummer (translationaler Teil)

2004: Martin Eilers (experimenteller Teil), Rolf Sauer (klinischer Teil), Jürgen Becker (translationaler Teil) und Otmar C. Wiestler (translationaler Teil)

2005: Thomas Wirth (experimenteller Teil), Richard Hautmann (klinischer Teil), Wolfgang Steiner (klinischer Teil), Bernd Dörken (translationaler Teil) und Claus Scheidereit (translationaler Teil)

2006: Jörg Michaelis (klinischer Teil), Gerold Schuler (translationaler Teil), Thorsten Heinzel (experimenteller Teil) und Martin Göttlicher (experimenteller Teil)

2007: Lutz Gissmann, Michael Weller und Achim Leutz

2008: Michael Stahl (klinische Forschung), Edward K. Geissler (translationale Forschung), Peter Friedl (experimentelle Forschung)

2009: Günter Henze (klinische Forschung), Hans Konrad Müller-Hermelink (translationale Forschung), Nancy Hynes (experimentelle Forschung)

2010: Dirk Schadendorf (klinische Forschung), Klaus Pantel (translationale Forschung), Ivan Đikić (experimentelle Forschung)

2011: Axel Hausschild (klinische Forschung), Heribert Jürgens ((klinische Forschung), Bernd Kaina (experimentelle Forschung)

2012: Michael Bamberg (klinische Forschung), Florian Greten (experimentelle Forschung), Charlotte Niemeyer (translationale Forschung)

2013: Volker Heinemann und Alexander Katalinic (klinische Forschung), Lars Zender (experimentelle Forschung), Stefan Pfister und Roman Thomas (translationale Forschung)

2014: Martin Schrappe (klinische Forschung), Simone Fulda (translationale Forschung), Christoph Klein (experimentelle Forschung)

2015: Günter Klöppel (klinische Forschung), Wolfgang Wick (translationale Forschung), Lenhard Rudolph (experimentelle Forschung)

2016: Johannes Zuber (experimentelle Forschung), Andreas von Deimling (translationale Forschung), Stefan Bielack (klinische Forschung), Anja Mehnert (klinische Forschung)

2017: Petra Boukamp sowie Martin Lipp (experimentelle Forschung), Guido Reifenberger (translationale Forschung), Michael Hallek (klinische Forschung)

2018: Hartmut Goldschmidt (klinische Forschung), Michael Baumann (translationale Forschung), Thomas Brabletz (experimentelle Forschung)

2019: Roland Rad und Dieter Saur (experimentelle Forschung), Michael Platten (klinische Forschung), Ugur Sahin (translationale Forschung)

2020: Prof. Dr. Andreas Trumpp (experimentelle Forschung), Prof. Dr. Andreas du Bois (klinische Forschung), Prof. Dr. Rita Schmutzler (translationale Forschung)

2021: Prof. Andrea Ablasser (experimentelle Forschung), Prof. Nikolas von Bubnoff und Prof. Robert Zeiser (translationale Forschung), Prof. Markus Wolfgang Büchler (klinische Forschung)

2022: Prof. Mathias Heikenwälder (experimentelle Forschung), Prof. Salah-Eddin Al-Batran (klinische Forschung), Prof. Frank Winkler (translationale Forschung)

2023: Prof. Dr. Alexander Kleger und Prof. Dr. Christian Reinhardt (experimentelle Forschung), Prof. Dr. Nadia Harbeck und Prof. Dr. Ulrike Nitz (klinische Forschung), Prof. Dr. Angelika Eggert (translationale Forschung)

2024: Prof. Dr. Michaela Frye (experimentelle Forschung), Prof. Dr. Claus Rödel (klinische Forschung), Prof. Dr. Lena Maier-Hein (translationale Forschung), Prof. Dr. Stephanie Stock (Sonderpreis Versorgungsforschung)

2025: Prof. Dr. Matthias Fischer (experimentelle Krebsforschung), Prof. Dr. Walter Paul Weber (klinische Krebsforschung), Prof. Dr. Dr. Melanie Börries (translationale Krebsforschung), Prof. Dr. Monika Klinkhammer-Schalke (Versorgungsforschung)

Der Ernst-von-Leyden-Preis der Deutschen Krebsgesellschaft für ein Lebenswerk

Der Ernst-von-Leyden-Preis der Deutschen Krebsgesellschaft für ein Lebenswerk wurde zum ersten Mal anlässlich des 125-jährigen Bestehens der DKG vergeben. Er zeichnet ein herausragendes Lebenswerk für die onkologische Forschung und Versorgung aus. Der Preis ehrt Menschen, die sich in besonderem Maße für die Ziele der Deutschen Krebsgesellschaft verdient gemacht, das Wissen um onkologische Erkrankungen, ihre Diagnose und Behandlung erhöht und die Rahmenbedingungen und Strukturen der onkologischen Versorgung in Deutschland verbessert haben.

Der Namensgeber Ernst von Leyden war 1900 Mitbegründer und erster Vorsitzender des Comité für Krebssammelforschung, die Vorläuferin der Deutschen Krebsgesellschaft. Von Leyden hatte sich der Krebsforschung verschrieben und eröffnete im Jahr 1903 die erste – wenn auch noch provisorische – Krebsabteilung der Charité.

Der Preisträger 2025

Preisträger des Ernst-von-Leyden-Preis der Deutschen Krebsgesellschaft für ein Lebenswerk 2025 ist Prof. Dr. Wolff Schmiegel. Mit der Auszeichnung würdigen wir Prof. Schmiegel als einen Pionier der evidenzbasierten Krebstherapie. Besonders die Arbeit des Leitlinienprogramms Onkologie, die Zertifizierung von Krebszentren sowie die Entwicklung der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie in der DKG (AIO) profitierten bis heute von seinem Weitblick, seinen Leistungen und seinem unermüdlichen Engagement für den medizinischen Fortschritt. Fotos: Peter-Paul Weiler

Ansprechpartnerin

Angelique Bresch

Angelique Bresch

Veranstaltungsmanagerin