PD Dr. rer. medic. Christoph Kowalski
Abteilungsleiter
Die Versorgungssituation für Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen und Krebserkrankung in Deutschland ist bisher weitgehend unbekannt. Daten aus dem europäischen und außereuropäischen Ausland legen nahe, dass – bei im Vergleich zu Menschen ohne intellektuelle Beeinträchtigungen gleicher Erkrankungshäufigkeit – teils erhebliche onkologische Versorgungsdefizite für diese vulnerable Gruppe bestehen. Es ist davon auszugehen, dass das deutsche Gesundheitssystem auf die speziellen Bedarfslagen von an Krebs erkrankten Patient*innen mit intellektuellen Beeinträchtigungen ähnlich unzureichend ausgelegt ist, wie dies für das europäische und außereuropäische Ausland bereits beschrieben wurde.
Aufgrund der Relevanz dieser Problematik, engagiert sich die DKG in einem selbstgesetzten Themenschwerpunkt "Onkologische Versorgung von Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen" u. a. wie folgt:
Ab April 2024 nimmt die DKG an der EU-Joint Action EUCanScreen teil und übernimmt dort die Leitung einer "Task zu Screening von Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen".
seit Januar 2022 fortlaufend
PD Dr. rer. medic. Christoph Kowalski
Abteilungsleiter
Dr. rer. medic. Clara Breidenbach
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Jun.-Prof. Dr. Nora Tabea Sibert
Wissenschaftliche Mitarbeiterin und ärztliche Referentin
(2024) Mikroschulungen für Patientinnen und Patienten in Leichter Sprache: Evaluation eines Lehrkonzepts für zukünftige Pflegefachpersonen. Pflege. doi:10.1024/1012-5302/a001026
(2024) Krebserkrankungen bei Menschen mit einer Intelligenzminderung in Deutschland: Prävalenzen, Genetik und Versorgungslage Bundesgesundheitsblatt (67), 362-369. doi:https://doi.org/10.1007/s00103-024-03837-1
(2022) Onkologische Versorgung von Menschen mit geistiger Behinderung Onkologie heute.