Jun.-Prof. Dr. Nora Tabea Sibert
Wissenschaftliche Mitarbeiterin und ärztliche Referentin
Um versorgungsnahe Daten organisationsübergreifend und auch international gemeinsam auswerten zu können, sind Standards für den Inhalt und die Form der erhobenen Daten nötig. Dafür werden sogenannte "common data models" (CDM) erstellt. CDMs bieten nicht nur einen einheitlichen Standard für die Codierung von z. B. Diagnosen, Therapien oder Symptomen (aufbauend auf bereits bestehende Systematiken wie bspw. der ICD-10 Klassifikation), sondern auch die Art der Beziehung einzelner erhobener Parameter untereinander (z. B. werden Krankheitsfälle eindeutig Personen zugeordnet und jedem Krankheitsfall unterschiedliche Therapien). Ein solches, international weit verbreitetes Datenmodell ist das Modell OMOP (Observational Medical Outcomes Partnership). Vorteil der Nutzung eines einheitlichen Datenstandards ist die gemeinsame Auswertung von unterschiedlichen Datenquellen, ohne dass ein zentrales Linkage erfolgen muss (föderierte Datenauswertung).
Bei der DKG liegen derzeit zwei große Datensätze im OMOP-Format vor: zum einen ein Datensatz für das kolorektale Karzinom mit mehr als 8.500 Patient*innen (Stand Februar 2024), aufbauend auf der EDIUM-Studie, und zum anderen ein Datensatz für das Prostatakarzinom (PCO-Studie) mit mehr als 49.000 Patienten (Stand Februar 2024). Die Daten sind für eine föderierte Datenauswertung geeignet (vgl. auch OPTIMA- oder EHDEN-Projekt). Die DKG-Datensätze werden im EHDEN Data Partner Portal gelistet. Wenn Sie Interesse an einer gemeinsamen Auswertung haben, kontaktieren Sie gern Jun.-Prof. Dr. Nora Tabea Sibert.
März 2023 – unbefristet
Jun.-Prof. Dr. Nora Tabea Sibert
Wissenschaftliche Mitarbeiterin und ärztliche Referentin