PD Dr. rer. medic. Christoph Kowalski
Abteilungsleiter
Mit über 65.000 Neuerkrankungen ist das Prostatakarzinom die häufigste Krebsform bei Männern in Deutschland. Die relativen 5- und 10-Jahres-Überlebensraten sind beim lokal begrenzten Prostatakarzinom mit 89 Prozent bzw. 88 Prozent grundsätzlich gut, aber vom initialen Tumorstadium abhängig. Die häufigste kurative Behandlungsart ist die operative Entfernung der Prostata (radikale Prostatektomie). Ein relevanter Anteil der Männer leidet nach radikaler Prostatektomie unter Harninkontinenz und sexuellen Funktionsstörungen. Diese gehen mit Beeinträchtigungen der gesundheitsbezogenen Lebensqualität und psychischer Belastung einher.
In der Versorgungsstudie PRO-P soll untersucht werden, wie sich ein intensiviertes Symptom-Monitoring mittels elektronischen Patient-Reported Outcome Measures (ePROMs), welche mit weiterführenden Maßnahmen verknüpft sind, auf den postoperativen Verlauf bei Männern mit Prostatakrebs auswirkt. Das Projekt ist als multizentrische, prospektive und zweiarmig-randomisierte Kontrollgruppen-Studie geplant, bei der PROMs bei Patienten mit Prostatakarzinom einmalig vor und sechsmal (Interventionsgruppe) bzw. dreimal (Kontrollgruppe) nach primärer Prostataentfernung standardisiert eingesetzt werden.
April 2022 – März 2025
PD Dr. rer. medic. Christoph Kowalski
Abteilungsleiter
(2024) "Patient-reported outcomes" in der onkologischen Versorgung – aktuelle Anwendungsfelder und Initiativen der Deutschen Krebsgesellschaft. Onkologie 30, 411-420. doi:10.1007/s00761-024-01508-z
(2024) PatientInnenmonitoring mit Patient-Reported Outcomes Forum 39, 218-220.
(2023) Krebsneuerkrankungen im erwerbsfähigen Alter in Deutschland Forum (38), 265-268.