MID-EPIC-D

Minimally Important Differences und deutsche Fassung des EPIC-26-Fragebogens

Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern in Deutschland. Die Überlebenschancen sind verglichen mit den meisten anderen Krebserkrankungen sehr gut. Allerdings sind die Folgen von Erkrankung und Behandlung häufig erheblich. Insbesondere körperliche Funktionseinschränkungen verbleiben noch lange nach Behandlung. Zur Abbildung dieser Symptome und Funktionen in klinischen Studien sowie zunehmend auch in der klinischen Routine hat sich mit dem EPIC-26 ein Fragebogen zur Erfassung von Patient-reported Outcomes etabliert, der in zahlreiche Sprachen übersetzt und Teil des ICHOM-Standards (International Consortium for Health Outcomes Measurement) für das lokal begrenzte Prostatakarzinom ist.

Um Veränderungen von Messwerten, die anhand des Fragebogens erhoben wurden, beurteilen zu können, können minimal bedeutsame Unterschiede (Minimally Important Differences – MIDs) herangezogen werden. Das sind Werte, die anzeigen, ob die Veränderung so groß ist, dass sie auch für Patient*innen spürbar sind. Trotz der hohen Relevanz für Versorgung und Wissenschaft liegen für die deutsche Version des EPIC-26 bislang keine MIDs vor.

Das erste Forschungsziel des Projekts "Minimally Important Differences und Empfehlungen für die Nutzung in der klinischen Praxis für die deutsche Fassung des EPIC-26" – kurz MID-EPIC-D – ist deshalb, MIDs für die deutsche Fassung des EPIC-26 statistisch mittels Anker- und Verteilungsmethode zu bestimmen. Das zweite Forschungsziel ist es, gemeinsam mit Patient*innen, Angehörigen und allen an der Versorgung beteiligten Gruppen, Empfehlungen für den Umgang mit dem EPIC-26 unter Berücksichtigung der im ersten Modul ermittelten MIDs zur Behandlungsplanung zu entwickeln.

Laufzeit

September 2022 – Juni 2026

Beteiligungen

Einrichtungen

  • Universität Würzburg
  • Deutsche Krebsgesellschaft
  • OnkoZert GmbH
    Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe (BPS)
  • Haus der Krebs-Selbsthilfe – Bundesverband

Förderung

  • Stiftung Deutsche Krebshilfe

Mitarbeitende

Jun.-Prof. Dr. Nora Tabea Sibert

Wissenschaftliche Mitarbeiterin und ärztliche Referentin

Sophie Schellack

Sophie Schellack

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Dr. rer. medic. Clara Breidenbach

Dr. rer. medic. Clara Breidenbach

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Dr. sc. hum. Rebecca Roth

Leiterin Statistik

PD Dr. rer. medic. Christoph Kowalski

PD Dr. rer. medic. Christoph Kowalski

Abteilungsleiter