Clara Teich
Pressereferentin
| Pressemitteilung
Die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) fordert eine umfassende Umsetzung des bewährten Zertifizierungssystems für eine qualitativ hochwertige onkologische Versorgung im Rahmen der Krankenhausreform. Professor Michael Ghadimi, Präsident der DKG, warnt vor einer Verwässerung der Qualitätsanforderungen und betont die Bedeutung des bestehenden Systems. Die DKG hat gemeinsam mit weiteren onkologisch tätigen Fachgesellschaften die Herausforderungen und Lösungsvorschläge in einem Positionspapier thematisiert. Beim „Brennpunkt Onkologie“, der politischen Diskussionsveranstaltung der DKG, haben Expert*innen aus verschiedenen Bereichen zum Thema debattiert.
Ein Ziel der Krankenhausreform soll eine qualitativ hochwertige Versorgung sein. Im Bereich der Onkologie gibt es dafür bereits eine erprobte Blaupause: das Zertifizierungssystem der DKG. Studien zeigen, dass Patient*innen bei der Behandlung in zertifizierten Zentren ein besseres Überleben im Vergleich zur Behandlung in nicht-zertifizierten Einrichtungen haben. Zudem sind Komplikationen und Spätfolgen der Therapie und der Erkrankung weniger ausgeprägt.
„Wir begrüßen sehr, dass Onkologie zukünftig nur noch in zertifizierten Zentren stattfinden soll. Das kann aber nur funktionieren, wenn im Rahmen der Reform keine Verwässerung der Anforderungen stattfindet“, so Professor Michael Ghadimi, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft. „Das System ist umfassend und hochkomplex. Einzelne Elemente zu übernehmen, wird nicht ausreichen, um sicherzustellen, dass alle Krebspatient*innen eine qualitativ hochwertige Versorgung erhalten. Die Anforderungen des Zertifizierungssystems sollten daher auch im Rahmen der Reform möglichst umfassend umgesetzt werden.“
Konkret betrifft die Forderung:
Die Herausforderungen bei der Umsetzung der Anforderungen im Rahmen der Krankenhausreform hat die DKG bereits gemeinsam mit weiteren onkologisch tätigen Fachgesellschaften in einem Positionspapier thematisiert. Die Veröffentlichung zeigt explizit, wie die Komplexität der onkologischen Versorgungsstruktur berücksichtigt und so die Qualität der Behandlung sichergestellt werden kann.
Beim „Brennpunkt Onkologie“, der politischen Diskussionsveranstaltung der DKG, diskutierten Expert*innen aus den Bereichen Krankenhausplanung, Leistungsvergütung und Qualität zum Thema Krankenhausreform. Wie lassen sich Qualitätsanspruch, die Realität der Krankenhausplanung und Konzepte zur Vergütung zusammenbringen? Dr. Ben Michael Risch, Referatsleiter im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, brachte die politische Dimension der Krankenhausplanung am Beispiel des Hessischen Onkologiekonzepts ein. Die Perspektive der Krankenkassen vertrat im Vortrag und in der Diskussion Dr. Patricia Ex, Abteilungsleiterin Versorgungsmanagement, BKK Dachverband. Die Deutsche Krebsgesellschaft wurde von Dr. Johannes Bruns, Generalsekretär der DKG, sowie Dr. Johannes Rückher, Ärztlicher Referent im Bereich Zertifizierung der DKG, vertreten.
Gern vermitteln wir Ihnen Expert*innen der DKG als Ansprechpartner*innen zum Thema.
Clara Teich
Pressereferentin