Clara Teich
Pressereferentin
| Pressemitteilung
Die Weiterbildung Psychosoziale Onkologie (WPO) hat in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie (PSO) der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) den mit 2.500 Euro dotierten Förderpreis ausgeschrieben. Ab sofort können sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit einem thematischen Bezug zur Psychoonkologie bewerben.
Bewerben können sich Personen, die zum Zeitpunkt der Bewerbung nicht älter als 40 Jahre sind. Zielgruppe sind Wissenschaftler*innen, die eine herausragende Originalarbeit (bereits publiziert oder zur Publikation angenommen) als Erstautor*in vorlegen. Bewertungskriterien sind die methodische Qualität, die inhaltliche und/oder methodische Originalität sowie der thematische Bezug zur Psychoonkologie. Die eingereichten Arbeiten werden von einem unabhängigen Gutachtergremium begutachtet.
Prof. Dr. med. Dipl.-Soz. Reinhold Schwarz (*10.05.1946; †20.11.2008), Professor für Sozialmedizin an der Universität Leipzig bis 2008, war einer der Pioniere auf dem Gebiet der Psychoonkologie in Deutschland. Aufgrund seiner Verdienste wurde er als Namensgeber für diesen Preis ausgewählt, da er sich Zeit seines Lebens um die Förderung junger Wissenschaftler*innen bemüht hat. Es war immer sein Anliegen, junge Menschen für die Arbeit mit Krebspatient*innen zu gewinnen und hochqualifiziertes therapeutisches und wissenschaftliches Arbeiten zu gewährleisten. Der Preis dient der Förderung der wissenschaftlichen Weiterentwicklung der Psychoonkologie.
In der Palliativversorgung soll die Lebensqualität von Patient*innen mit nicht-heilbaren Erkrankungen verbessert oder erhalten werden – eine differenzierte Ernährungstherapie kann hierzu beitragen. Neu ist die Empfehlung, regelmäßig zu prüfen, ob eine enterale oder parenterale Ernährung noch dem Therapieziel entspricht. Diese Entscheidung soll regelmäßig gemeinsam mit den Betroffenen und Betreuenden evaluiert und bei Bedarf neu getroffen werden.
„Entscheidet sich eine an Krebs erkrankte Person, die Ernährung einzustellen, kann das zu Konflikten mit den Angehörigen führen. Es ist eine schwierige Situation“, so Hübner. „Um diese psychischen und physischen Belastungen durch die unterschiedlichen Wünsche zu vermeiden, empfehlen wir in der Leitlinie, dass das zuständige Fachpersonal proaktiv, klar und empathisch mit den Beteiligten kommuniziert.“
In den Phasen der Palliativversorgung sollten bei Ernährungsstörungen stets qualifizierte Ernährungsfachkräfte hinzugezogen werden, so die Empfehlung aus der Leitlinie.
Clara Teich
Pressereferentin
Angelina Gromes
Pressereferentin
Silke von Saalfeld
Verein für Fort- und Weiterbildung Psychosoziale Onkologie e. V. (WPO)