Tests können helfen, unnötige Chemotherapien bei frühem Brustkrebs zu vermeiden

"Brustkrebs ist nicht eine Erkrankung, sondern mehrere, die auch unterschiedlich behandelt werden müssen", sagt Frau Prof. Nadja Harbeck, Leiterin der Münchner Universitätsfrauenklinik. Sie berichtet aus San Antonio, USA, wo sich jedes Jahr im Dezember Tausende Brustkrebsexperten treffen, um die wichtigsten Neuigkeiten zur Diagnose und Behandlung von Brustkrebs zu diskutieren. Ein wichtiges Thema auf dem Kongress 2014 war die Antihormontherapie bei sehr jungen Frauen. Hier könnten möglicherweise bald auch Aromatasehemmer, die bisher nur bei Frauen nach den Wechseljahren eingesetzt werden dürfen, angewendet werden, wenn gleichzeitig die Funktion der Eierstöcke unterbunden wird. Ein weiteres Thema, das Prof. Harbeck besonders am Herzen liegt, sind diagnostische Möglichkeiten, um unnötige Therapien bei frühem Brustkrebs zu vermeiden. Sie stellt eine deutsche Studie vor, in dem mithilfe des Gentests OncotypeDX gezeigt werden konnte, dass Frauen mit niedrigem Rückfallrisiko keine Chemotherapie benötigen.

Interview mit Prof.  Nadja Harbeck vom Brustkrebskongress in San Antonio 2014

Sollten Sie Probleme mit der der Wiedergabe des Videos haben, nutzen Sie bitte die Möglichkeit des Downloads.Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den nachfolgenden Link und wählen aus dem Menü "Link / Ziel speichern unter"
Tests können helfen, unnötige Chemotherapien bei frühem Brustkrebs zu vermeiden.mp4

Letzte inhaltliche Aktualisierung: 17.12.2014

Mehr zum Thema Mammakarzinom:

Aktualisiert am: 22.06.2017 22:03