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Chemo-Immuntherapie spielt bei CLL-Therapie weiter große Rolle

Trotz neuer Therapien darf die Rolle der Chemo-Immuntherapie in der Erstlinienbehandlung der Chronischen Lymphatischen Leukämie (CLL) nicht unterschätzt werden, betont PD Dr. Barbara Eichhorst im Interview vom Europäischen Hämatologenkongress. Gerade fitte Patienten, die einen günstigen Subtyp der CLL haben (d. h. günstige genetische Veränderungen)  profitieren besonders davon.

„Es ist verständlich, dass der Wunsch da ist, keine Chemotherapie zu bekommen“, räumt Eichhorst ein. Aber man müsse doch gut abwägen. Mit der Chemo-Immuntherapie mit dem FCR-Schema gebe es eine Therapieoption, mit der bei bestimmten Patientengruppen ein sehr gutes Ansprechen erreicht wird – und eine beträchtliche Zahl von Patienten könnten so viele Jahren ohne die Erkrankung leben. Man müsse deshalb sehr gut überlegen, ob man stattdessen wirklich eine andere  Therapieoption wünsche.

Im Gespräch: PD Dr. Barbara Eichhorst (Köln) – EHA 2017


Außerdem berichtet PD Dr. Eichhorst im Interview von längeren Nachbeobachtungsdaten bei neuen Therapien, was für den behandelnden Arzt mehr Sicherheit im Umgang mit den Substanzen gebe – gerade bei einem Rückfall. Hier gebe es jetzt neue Daten zu den Substanzen Ibrutinib und Venetoclax.

Für Patienten, bei denen die Krankheit weiter fortgeschritten ist, könnten Kombinationstherapien mit neuen Substanzen künftig wichtig werden. Sie seien zwar noch nicht zugelassen, die Studiendaten seien aber vielversprechend, weshalb diese Therapien „wahrscheinlich die Zukunft der CLL-Therapie darstellen werden“.

Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 27.06.2017

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Aktualisiert am: 21.07.2017 16:59