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Krebsaktionstag 2020 unter dem Motto „Gemeinsam gegen Krebs“

Aktuelle Zahlen für Krebserkrankungen in Deutschland

Quelle @ motorradcbr fotolia.com

Das Thema Krebs beschäftigt viele Menschen, entweder weil sie selbst betroffen sind oder weil gegenwärtig viel über aktuelle Forschungsergebnisse berichtet wird. Der aktuelle Bericht „Krebs in Deutschland“ stellte Ende letzten Jahres Krebsregisterdaten für das Jahr 2016 vor. Demnach erkrankten 492.000 Personen in Deutschland neu an Krebs [1].

Auch wenn von 2006 bis 2016 die absolute Zahl der Neuerkrankungen bei Frauen um 5% und bei Männern um 2% zunahm, relativiert sich der Anstieg der Neuerkrankungsrate jedoch durch eine steigende Lebenserwartung. Berücksichtigt man den Faktor Alter in der Betrachtung der Daten, zeigt sich nämlich ein Rückgang der Erkrankungsraten in Deutschland [2].

Diese Entwicklung ist u.a. auf den rasanten Wissenszuwachs in den onkologischen Therapieoptionen zurückzuführen.

Der 9. Krebsaktionstag in Berlin

 

Der alle zwei Jahre in Berlin stattfindende Deutsche Krebskongress (DKK) bietet Mediziner*innen eine optimale Plattform, um sich über diese aktuellsten Entwicklungen im Bereich der Onkologie zu informieren und auszutauschen. Um auch Betroffenen, Angehörigen und Interessierten die Möglichkeit eines Forums zu geben, haben die Deutsche Krebsgesellschaft, die Berliner Krebsgesellschaft und die Deutsche Krebshilfe den Krebsaktionstag (KAT) ins Leben gerufen.

Dieser findet am Samstag, den 22. Februar 2020, im Rahmen an den DKK zum 9. Mal statt und soll als Informationsangebot und Möglichkeit zum Dialog dienen, so Prof. Petra Feyer, Vorstandsvorsitzende der Berliner Krebsgesellschaft. Unterstützt wird die Veranstaltung auch vom Bundesverband des Hauses der Krebs-Selbsthilfe. Die Teilnahme am Krebsaktionstag ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und kleine Erfrischungen werden zur Verfügung gestellt.

Zahlreiche Impulsvorträge führen die Zuhörer*innen in die Themen des Programms ein, die eine Vielzahl an Krebserkrankungen abdecken. Von aktuellen Entwicklungen bei der Behandlung von Brust-, Prostata-, Darm-, Lungen-, Blasen-, Nieren-, Haut-, Magen-, Pankreas- und Speiseröhrenkrebs sowie Krebs an Mundhöhle und Rachen, über Neuerungen bei der Therapie von Leukämien, Lymphomen und Hirntumoren bis hin zu aktuellen Behandlungsoptionen bei Sarkomen und gynäkologischen Tumoren wird laienverständlich berichtet.

Die Leitung jeder Sitzung wird hierbei jeweils von einem Mitglied der Ärzteschaft und einem Mitglied der Patientenvertretung übernommen. Des Weiteren wird es ebenso Sitzungen geben, die die psychische und soziale Belastung von Patient*innen und Angehörigen thematisieren.

Alles auf einen Blick

 

 

 

 

 

Am 22. Februar 2020 findet unter dem Motto „Gemeinsam gegen Krebs“ der Krebsaktionstag (KAT) im Rahmen des 34. Deutschen Krebskongresses (DKK) in Berlin statt. Der KAT richtet sich an Betroffene, Angehörige sowie Interessierte. Diesen soll die Möglichkeit gegeben werden, sich in Vorträgen und Diskussionen über verschiedene Aspekte zum Thema Krebs zu informieren und auszutauschen.

 

Die Teilnahme ist kostenfrei und eine Anmeldung nicht erforderlich.

Ort: CityCube, Messe Berlin (Saal A1, A2, A4 und A5)

Termin: 22.02.2020; 8:30 – 17:30 Uhr

 

 

 

 

 

Selbst in Aktion treten: Was können Betroffene tun?

Die Aktionstag beginnt um 08.45 Uhr mit der Sitzung „Was kann ich selber tun?“, zum Einfluss von Ernährung und Bewegung auf Krebserkrankungen sowie zum Einsatz von Komplementärmedizin. Frauen mit Brustkrebs werden über ihre Erfahrungen bei einer Wanderung auf dem Jakobsweg und die Effekte eines therapeutischen Fastens berichten.

Außerdem werden unterstützende Verfahren aus der Naturheilkunde vorgestellt. Hier können Fragen beantwortet werden, die beispielsweise mögliche Wechselwirkungen mit der schulmedizinischen Krebstherapie betreffen.

Was ist neu in der Krebsmedizin?

Ausgewiesene Expert*innen stellen in der Session „Was ist neu in der Krebsmedizin?“ um 10.15 Uhr neue zielgerichtete Therapien vor und informieren über antikörperbasierte Immuntherapien, die vermehrt Einzug in die Krebsbehandlung gehalten haben. Ebenfalls werden zelluläre Therapieansätze als zukünftige Behandlungsstrategien erläutert. Im Anschluss an jede Vortragsrunde wird es die Möglichkeit zu einer offenen Diskussion geben.

Wie verändert sich mein Leben mit einer Krebserkrankung?

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Am Mittag schafft eine bewegte Pause einen kurzen Ausgleich zum Sitzen. Danach findet die große Podiumsdiskussion von 12.45 bis 13.30 Uhr zum Thema: „Wie verändert sich mein Leben mit einer Krebserkrankung?“ statt.

Hier werden sich sowohl Expert*innen als auch Betroffene austauschen. Die aus dem Fernsehen bekannte und selbst ehemals Betroffene Susanne Klehn übernimmt die Moderation. Durch die Einbindung des Auditoriums hoffen die Veranstalter auf eine lebhafte Diskussion, in der ohne Scheu Fragen gestellt werden können, um z.B. zu erörtern, in welchen Bereichen für Patient*innen und Angehörige mehr Unterstützung und Beratung hilfreich sein könnte.

Lebensqualität bei Krebserkrankungen steigern

Zum Abschluss des Krebsaktionstages übernehmen um 16.00 Uhr Frau Prof. Feyer, Herr Dr. Overkamp und Herr Pregizer den Vorsitz bei der Sitzung „Mehr Lebensqualität mit Krebs“. „Es ist uns gelungen, den Vorsitzenden der German Cancer Survivor, Herr Pregizer, für eine gemeinsame Gestaltung dieser Sitzung zu gewinnen“, freut sich Frau Prof. Feyer.

In einer spannenden, videogestützten Vortragsserie können sich die Teilnehmer*innen über die Themen Supportivtherapie (d.h. Vorbeugen und Behandlung von Komplikationen in Folge der der Krebstherapie und/oder der zugrundeliegenden Erkrankung), Spätfolgen bei Langzeitüberlebenden und Survivorship, also die Rückkehr ins Leben nach einer überstandenen Krebserkrankung, informieren.

Selbsthilfegruppen: Austauschen und Netzwerken

Quelle @ Minerva-Studio - Fotolia.com

Neben den Fachleuten sind die Vertreter*innen der anwesenden deutschlandweiten Selbsthilfeorganisationen wichtige Ansprechpartner*innen und stehen für Gespräche bereit. Im Rahmen von Vorträgen berichten ehemals Betroffene über ihre persönlichen Erfahrungen in einer Selbsthilfegruppe und stellen die Herausforderungen bei der Gründung vor. Zudem laden zahlreiche Informationsstände die Besucher*innen des KAT ein, sich zu informieren und auszutauschen. Neben der Berliner Krebsgesellschaft sind ebenfalls die anderen Landeskrebsgesellschaften vertreten.

Auszeichnung für den besten Vortrag

Nach dem letzten KAT hatten die Besucher*innen die Möglichkeit, über den besten Referenten oder die beste Referentin des vergangenen Krebsaktionstages abzustimmen. Herr Prof. Markus Jungehülsing von der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde in Potsdam wird nun im Rahmen der diesjährigen Eröffnungsveranstaltung für seinen Beitrag auf dem KAT 2018 ausgezeichnet. Auch in diesem Jahr wird es wieder eine Abstimmung über den besten Vortrag geben.

Einladung zum Besuch des KAT

Im Mittelpunkt des Krebsaktionstages 2020 stehen die Patient*innen und deren bestmögliche Versorgung. „Ich möchte unsere Berliner Bevölkerung und natürlich auch alle anderen ganz herzlich zur zahlreichen Teilnahme am Krebsaktionstag einladen. Es ist ein exzellentes Informations- und Austauschmedium.“, ermuntert Frau Prof. Feyer und unterstreicht damit die Wichtigkeit des diesjährigen Mottos „Gemeinsam gegen Krebs“.

 

Fachliche Beratung: Prof. Dr. Petra Feyer, Berliner Krebsgesellschaft

(akm)

 

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Aktualisiert am: 15.02.2020 14:11