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Knochenmark- und Blutstammzellen spenden – Infos für Spender

Trotz aller Fortschritte reicht die Therapie mit Medikamenten in einigen Fällen von Leukämien oder Lymphomen nicht aus, die Erkrankung in den Griff zu bekommen. Für diese Patienten kann eine Knochenmark- oder Blutstammzellspende lebensrettend sein.

 

Wer eignet sich als Knochenmarkspender?

Quelle: © ISO K° - Fotolia.com

Vor allem junge Menschen sind als Spender wichtig, denn ihre Stammzellen werden meist gut angenommen. In die Spenderdatei können sich alle gesunden Personen zwischen 18 und 55 Jahren und einem Mindestgewicht von 50 kg aufnehmen lassen. Ausgeschlossen sind Menschen mit starkem Über- oder Untergewicht, verschiedenen Erkrankungen sowie Angehörige bestimmter Risikogruppen.

Wenn der genetische Code eines potenziellen Spenders erfasst ist, liegt er für die gesamte Dauer der Spenderbereitschaft in der Spender-Datenbank. Spätestens mit dem 61. Geburtstag werden die Daten gelöscht. Eine Knochenmark- oder Stammzelltransplantation kann nur dann stattfinden, wenn eine Reihe genetischer Gewebemerkmale zwischen Spender und Empfänger übereinstimmen.

Je mehr Menschen registriert sind, desto besser lässt sich ein Spender finden. Derzeit sind in Deutschland ca. 5,5 Millionen potenzielle Spender vermerkt, weltweit sind es rund 24,5 Millionen (Stand: Juli 2014). Für mehr als die Hälfte der Patienten, für die kein passender Spender in der Familie zur Verfügung steht, kann dank der Spenderdatei innerhalb von sechs Wochen ein geeigneter nicht verwandter Spender gefunden werden; für ein weiteres Viertel innerhalb von drei Monaten.

 

An wen man sich als Spender wenden kann

Wer sich als Spender zur Verfügung stellen möchte, kann sich unter anderem an die Deutsche Knochenmarkspender-Datei (DKMS) wenden. Sie schickt alle notwendigen Unterlagen zu, mit denen man dann zum Hausarzt geht.

Über das Zentrale Knochenmark-Spender Register Deutschlands (ZKRD) mit Sitz in Ulm kann man sich auch zu einer anderen Spender-Datei vermitteln lassen. Möglich ist es zudem, an einer Spendenaktion teilzunehmen, bei der die Daten an eine der Spender-Dateien weitergeleitet werden.

Es besteht auch die Möglichkeit, sich per Internet zu registrieren. Interessenten erhalten ein Typisierungs-Set für die Gewebeprobe zugesandt, die per Wangenabstrich mit einem Wattestäbchen erfolgt.

Was auf den Spender zukommt

Quelle: © PeJo - Fotolia.com

Für die Registrierung der genetischen Daten reicht eine einfache Blutabnahme oder ein Speichelabstrich aus. Dies kann bei einer Spendenaktion erfolgen oder wird vom Hausarzt durchgeführt.

Kommt ein potenzieller Spender für eine Transplantation in Frage, werden weitere Gesundheitsuntersuchungen durchgeführt.

Welche Kosten entstehen

Die Krankenkassen dürfen die Kosten für die Ersttypisierung eines potenziellen Spenders nicht übernehmen. Die Kosten zur Aufnahme in eine Spender-Datei werden deshalb meist durch Spenden, nicht selten seitens der Stammzellspender, gedeckt.

Kommt man als Spender für einen Patienten in Frage, werden alle weiteren Kosten für Untersuchungen, Arbeitsausfall und die Knochenmark- oder Blutstammzellentnahme von der Krankenkasse des Patienten getragen.

Weitere Informationen finden Sie hier:

 

(red)

Quellen:
[1] Zentrales Knochenmark-Spender Register Deutschland (ZKRD), www.zkrd.de (Stand: Juli 2014)
[2] Deutsche Knochenmarkspender-Datei (DKMS), www.dkms.de (Stand: Juli 2014)

Fotonachweis: © ISO K°- Fotolia.com (Bild 1), © PeJo - Fotolia.com (Bild 2)

Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 10.09.2014

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Aktualisiert am: 22.08.2017 16:14


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Knochenmark- und Blutstammzellen spenden – Infos für Spender Trotz aller Fortschritte reicht die Therapie mit Medikamenten in einigen Fällen von Leukämien oder Lymphomen nicht aus, die Erkrankung in den Griff zu bekommen. Für diese Patienten kann eine Knochenmark- oder Blutstammzellspende lebensrettend sein. Wer eignet sich als Knochenmarkspender? Quelle: © ISO K° - Fotolia.com Vor allem junge Menschen sind als Spender wichtig, denn ihre Stammzellen werden meist gut angenommen. In die Spenderdatei können sich alle gesunden Personen zwischen 18 und 55 Jahren und einem Mindestgewicht von 50 kg aufnehmen lassen. Ausgeschlossen sind Menschen mit starkem Über- oder Untergewicht, verschiedenen Erkrankungen sowie Angehörige bestimmter Risikogruppen. Wenn der genetische Code eines potenziellen Spenders erfasst ist, liegt er für die gesamte Dauer der Spenderbereitschaft in der Spender-Datenbank. Spätestens mit dem 61. Geburtstag werden die Daten gelöscht. Eine Knochenmark- oder Stammzelltransplantation kann nur dann stattfinden, wenn eine Reihe genetischer Gewebemerkmale zwischen Spender und Empfänger übereinstimmen. Je mehr Menschen registriert sind, desto besser lässt sich ein Spender finden. Derzeit sind in Deutschland ca. 5,5 Millionen potenzielle Spender vermerkt, weltweit sind es rund 24,5 Millionen (Stand: Juli 2014). Für mehr als die Hälfte der Patienten, für die kein passender Spender in der Familie zur Verfügung steht, kann dank der Spenderdatei innerhalb von sechs Wochen ein geeigneter nicht verwandter Spender gefunden werden; für ein weiteres Viertel innerhalb von drei Monaten. An wen man sich als Spender wenden kann Wer sich als Spender zur Verfügung stellen möchte, kann sich unter anderem an die Deutsche Knochenmarkspender-Datei (DKMS) wenden. Sie schickt alle notwendigen Unterlagen zu, mit denen man dann zum Hausarzt geht. Über das Zentrale Knochenmark-Spender Register Deutschlands (ZKRD) mit Sitz in Ulm kann man sich auch zu einer anderen Spender-Datei vermitteln lassen. Möglich ist es zudem, an einer Spendenaktion teilzunehmen, bei der die Daten an eine der Spender-Dateien weitergeleitet werden. Es besteht auch die Möglichkeit, sich per Internet zu registrieren. Interessenten erhalten ein Typisierungs-Set für die Gewebeprobe zugesandt, die per Wangenabstrich mit einem Wattestäbchen erfolgt. Was auf den Spender zukommt Quelle: © PeJo - Fotolia.com Für die Registrierung der genetischen Daten reicht eine einfache Blutabnahme oder ein Speichelabstrich aus. Dies kann bei einer Spendenaktion erfolgen oder wird vom Hausarzt durchgeführt. Kommt ein potenzieller Spender für eine Transplantation in Frage, werden weitere Gesundheitsuntersuchungen durchgeführt. Welche Kosten entstehen Die Krankenkassen dürfen die Kosten für die Ersttypisierung eines potenziellen Spenders nicht übernehmen. Die Kosten zur Aufnahme in eine Spender-Datei werden deshalb meist durch Spenden, nicht selten seitens der Stammzellspender, gedeckt. Kommt man als Spender für einen Patienten in Frage, werden alle weiteren Kosten für Untersuchungen, Arbeitsausfall und die Knochenmark- oder Blutstammzellentnahme von der Krankenkasse des Patienten getragen. Weitere Informationen finden Sie hier: Zentrales Knochenmark-Spender Register Deutschland (ZKRD) unter www.zkrd.de Deutsche Knochenmarkspender-Datei (DKMS) unter www.dkms.de Kompetenznetz Leukämien unter www.kompetenznetz-leukaemie.de Online-Registrierung: https://www.dkms.de/de/spender-werden/registrierung.html Spender-Dateien: http://www.zkrd.de/de/adressen/ Geldspende: http://www.dkms.de/de/geld-spenden oder http://www.zkrd.de/de/ueber_das_zkrd/geldspende.php (red) Quellen: [1] Zentrales Knochenmark-Spender Register Deutschland (ZKRD), www.zkrd.de (Stand: Juli 2014) [2] Deutsche Knochenmarkspender-Datei (DKMS), www.dkms.de (Stand: Juli 2014) Fotonachweis: © ISO K°- Fotolia.com (Bild 1), © PeJo - Fotolia.com (Bild 2) Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 10.09.2014 Mehr zum Thema Stammzelltransplantation: Themen: Knochenmarktransplantation Aktualisiert am: 22.08.2017 16:14 Twitter Facebook Beratung Sarkome Zielgerichtete Therapien bei GIST PD Dr. Peter Reichardt berichtet im Interview über die Entwicklung zielgerichteter Therapien bei der Behandlung von GIST. 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