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Übelkeit und Erbrechen als Nebenwirkungen einer Krebstherapie

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Ursachen und Entstehung
Die Symptome Übelkeit und Erbrechen sind eine häufige Komplikation bei Tumorerkrankungen. Sie können allein oder gemeinsam auftreten.

Mögliche Ursachen sind:

  • Chemotherapie, Antibiotika, Schmerzmittel
  • Dehnung des Magen-Darmtraktes bei Verstopfung
  • Infektionen
  • Absiedlungen des Tumors im Darm
  • Stauung des Magens bedingt durch Medikamente, Aszites, große Leber und Schleimhautentzündung des Magens
  • Bewegungsabhängiges Erbrechen z.B. bei Morphinschmerzmittel, Dehnungsschmerz des Darmes
  • Angst induziertes Erbrechen, bei Ängsten für sich selbst oder Andere
  • Weitere Ursachen wie Husten, Racheninfektionen und schwere Schmerzen

 


Behandlung

Die Behandlung von Übelkeit und Erbrechen ist vielgestaltig. Sie sollte sich zum einen gezielt gegen die Ursachen richten. Zum anderen gibt es zahlreiche Medikamente, die gegen Übelkeit und Erbrechen wirken - sowohl vorbeugend, als auch bei akuten Beschwerden.

Nachstehende Ernährungstipps können helfen, Übelkeit und Erbrechen zu vermeiden bzw. zu unterdrücken:

  • Leichte Kost in vielen kleinen Mahlzeiten
  • Rasches Essen und Trinken vermeiden.
  • Keine besonders süßen, fetthaltigen, blähenden oder stark riechenden Speisen verzehren.
  • Keine gebundenen Suppen oder Soßen verzehren.
  • Keine Lieblingsspeisen während Übelkeit und Erbrechen verzehren, um nicht Ekel gegen diese Speisen zu entwickeln.
  • Kühle, leicht gewürzte Speisen bevorzugen.
  • Durch trockene, stärkehaltige Nahrungsmittel (Kräker, Zwieback, Toast) kann Erbrechen verhindert werden.
  • Günstig sind kalte Getränke.
  • Essensgerüche in der näheren Umgebung vermeiden.
  • Auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten.
  • Nach Attacken mit Übelkeit und Erbrechen zunächst rein flüssige, dann breiige und schließlich leichte Vollkost zu sich nehmen.
  • Während des Essens nur wenig trinken, da zuviel Flüssigkeit Völlegefühl und Übelkeit erzeugt.
  • Nach dem Essen entspannen, aber nicht flach hinlegen.
  • Lockere, speziell am Bauch und Oberkörper nicht einengende Kleidung tragen.
  • Keine Mahlzeiten kurz vor der Therapie (Chemo-, Strahlentherapie) einnehmen.
  • Auf Besonderheiten von Übelkeit und Erbrechen achten und beobachten, ob es bestimmte auslösende Faktoren gibt (z.B. bestimmte Lebensmittel, Umgebung oder Ereignisse).

 

Treten Übelkeit und Erbrechen infolge des Tumorleidens oder seiner Therapie verstärkt auf, sollte der Arzt konsultiert werden. Heutzutage gibt es zahlreiche Medikamente, die auf sehr effiziente und verträgliche Weise Linderung verschaffen können.

 

Fachliche Beratung
Kommission "Ernährung und Krebs" 
der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.


(red)


K.S. Zänker, N. Becker: Primäre Prävention, in: H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2006, S. 279-306
M.E. Heim, J. Arends: Kachexie, Anorexie und Ernährung, in: H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2006, S. 2180-2191
H.K. Biesalski, G. Zürcher, K.-W. Jauch, V. Beck (Redaktion): Ernährung und Krebs, in: Der Onkologe, Band 14, Heft 1, Januar 2008, S. 7-64

Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 06.01.2015

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Aktualisiert am: 24.07.2017 21:10


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Übelkeit und Erbrechen als Nebenwirkungen einer Krebstherapie Quelle: © tibanna79 - Fotolia.com Ursachen und Entstehung Die Symptome Übelkeit und Erbrechen sind eine häufige Komplikation bei Tumorerkrankungen. Sie können allein oder gemeinsam auftreten. Mögliche Ursachen sind: Chemotherapie, Antibiotika, Schmerzmittel Dehnung des Magen-Darmtraktes bei Verstopfung Infektionen Absiedlungen des Tumors im Darm Stauung des Magens bedingt durch Medikamente, Aszites, große Leber und Schleimhautentzündung des Magens Bewegungsabhängiges Erbrechen z.B. bei Morphinschmerzmittel, Dehnungsschmerz des Darmes Angst induziertes Erbrechen, bei Ängsten für sich selbst oder Andere Weitere Ursachen wie Husten, Racheninfektionen und schwere Schmerzen Behandlung Die Behandlung von Übelkeit und Erbrechen ist vielgestaltig. Sie sollte sich zum einen gezielt gegen die Ursachen richten. Zum anderen gibt es zahlreiche Medikamente, die gegen Übelkeit und Erbrechen wirken - sowohl vorbeugend, als auch bei akuten Beschwerden. Nachstehende Ernährungstipps können helfen, Übelkeit und Erbrechen zu vermeiden bzw. zu unterdrücken: Leichte Kost in vielen kleinen Mahlzeiten Rasches Essen und Trinken vermeiden. Keine besonders süßen, fetthaltigen, blähenden oder stark riechenden Speisen verzehren. Keine gebundenen Suppen oder Soßen verzehren. Keine Lieblingsspeisen während Übelkeit und Erbrechen verzehren, um nicht Ekel gegen diese Speisen zu entwickeln. Kühle, leicht gewürzte Speisen bevorzugen. Durch trockene, stärkehaltige Nahrungsmittel (Kräker, Zwieback, Toast) kann Erbrechen verhindert werden. Günstig sind kalte Getränke. Essensgerüche in der näheren Umgebung vermeiden. Auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Nach Attacken mit Übelkeit und Erbrechen zunächst rein flüssige, dann breiige und schließlich leichte Vollkost zu sich nehmen. Während des Essens nur wenig trinken, da zuviel Flüssigkeit Völlegefühl und Übelkeit erzeugt. Nach dem Essen entspannen, aber nicht flach hinlegen. Lockere, speziell am Bauch und Oberkörper nicht einengende Kleidung tragen. Keine Mahlzeiten kurz vor der Therapie (Chemo-, Strahlentherapie) einnehmen. Auf Besonderheiten von Übelkeit und Erbrechen achten und beobachten, ob es bestimmte auslösende Faktoren gibt (z.B. bestimmte Lebensmittel, Umgebung oder Ereignisse). Treten Übelkeit und Erbrechen infolge des Tumorleidens oder seiner Therapie verstärkt auf, sollte der Arzt konsultiert werden. Heutzutage gibt es zahlreiche Medikamente, die auf sehr effiziente und verträgliche Weise Linderung verschaffen können. Fachliche Beratung Kommission \"Ernährung und Krebs\" der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. (red) K.S. Zänker, N. Becker: Primäre Prävention, in: H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2006, S. 279-306 M.E. Heim, J. Arends: Kachexie, Anorexie und Ernährung, in: H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2006, S. 2180-2191 H.K. Biesalski, G. Zürcher, K.-W. Jauch, V. Beck (Redaktion): Ernährung und Krebs, in: Der Onkologe, Band 14, Heft 1, Januar 2008, S. 7-64 Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 06.01.2015 Mehr zum Thema Supportivtherapie: Themen: Chemotherapie Supportivtherapie Leben mit Krebs Aktualisiert am: 24.07.2017 21:10 Twitter Facebook Beratung Nierenzellkarzinom Viel Bewegung in der Zweitlinie Prof. Doehn erörtert die aktuellen Empfehlungen zur Zweitlinientherapie des RCCs (Beitrag mit CME-Test). Mit Blick auf die Studiendaten vom ASCO-GU-Kongress 2017 ordnet er die zehn zur Verfügung stehenden Substanzen ein. 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