Angaben zum Autor und/oder zum Fachberater finden Sie am Ende des Beitrags.

Mit dem Arzt über die Krebserkrankung reden

Der Arzt ist der wichtigste Verbündete des Patienten bei der Bekämpfung der Krebserkrankung. Er ist derjenige, auf den sich alle Hoffnung richtet, wieder gesund zu werden. Wenn eine Heilung nicht mehr erreichbar ist, soll er ein Leben ohne Schmerzen ermöglichen oder zumindest die Beschwerden lindern.

Der Arzt ist Ihr Partner

Quelle: © Alexander Raths - Fotolia.com

Therapeutische Maßnahmen sind oft mit erheblichen Belastungen verbunden und ihr Erfolg ist nicht sicher vorhersagbar.

Erfahrungen zeigen, dass sich Patienten, die Beschwerden bewusst auf sich nehmen und Therapieentscheidungen mittragen, der Behandlung nicht mehr so ausgeliefert fühlen. Sie sind oft auch zuversichtlicher. Das gemeinsame Angehen der Behandlung setzt Ihre Mitarbeit und Ihr Vertrauen in die ärztliche Hilfe voraus. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt und lassen Sie sich das medizinische Vorgehen erklären. Wenn Sie Zweifel haben oder nach Alternativen suchen, können Sie eine zweite Meinung einholen.

Ärztliche Aufklärung

Der Arzt ist verpflichtet, Sie über Ihre Erkrankung aufzuklären. Die weit überwiegende Mehrheit aller Krebskranken wünscht dies auch, selbst dann, wenn die Krankheit nicht mehr heilbar ist. Umfassende Informationen über die Schwere der Erkrankung können jedoch nicht immer oder zu jedem Zeitpunkt verkraftet werden. Manchmal wird Ihnen die Information vielleicht zu viel oder Sie möchten sich zeitweise einfach nicht mit der Erkrankung auseinandersetzen. Das ist völlig verständlich. Helfen Sie Ihrem Arzt, indem Sie ihm mitteilen, ob, wann und in welchem Umfang Sie nähere Informationen wünschen. Das macht es ihm leichter, sich auf Ihre Bedürfnisse einzustellen.

Wenn Sie umgekehrt Fragen haben und möglichst viel über die Erkrankung wissen möchten, scheuen Sie sich nicht, Ihren Arzt anzusprechen. Oft hilft es, sich einen Zettel zu machen, auf dem Sie all Ihre Fragen (und die Antworten des Arztes) notieren. In der Aufregung eines Arztgespräches wird schnell etwas vergessen.

Arztgespräche – besonders bei der Diagnosemitteilung oder nach wichtigen Untersuchungen – finden meist unter extremer Anspannung statt. Dem Patienten fällt es deshalb oft schwer, alle Informationen bewusst aufzunehmen. Es kann hilfreich sein, sich zu solchen Gesprächen von einem Angehörigen oder guten Freund begleiten zu lassen. Sie können Ihnen seelisch beistehen und die Informationen anschließend mit Ihnen besprechen. Wenn Sie nicht alles verstanden haben, fragen Sie beim behandelnden Arzt oder Ihrem Hausarzt ruhig noch einmal nach.

Ein Arzt als dauerhafter Ansprechpartner

Während der oft langen Dauer der Krebsbehandlung kommen Sie meist mit vielen verschiedenen Ärzten in Kontakt: Dem Hausarzt, den Klinikärzten, u.U. den Ärzten aus der Strahlentherapie oder einer onkologischen Schwerpunktpraxis, eventuell auch einem Spezialisten für eine ganz bestimmte Fragestellung. Manche Ärzte erleben Sie nur einmal, andere öfter oder sogar regelmäßig.

Nicht jeder Arzt hat immer Zeit, ausführlich auf all Ihre Belange einzugehen. Es ist deshalb sehr sinnvoll, sich einen Arzt als dauerhaften Ansprechpartner zu suchen, der die medizinischen Hilfen koordiniert. Mit ihm können Sie Befunde, Vorschläge oder Behandlungsalternativen in Ruhe besprechen.

 

Probleme im Gespräch mit dem Arzt

Viele Ärzte stehen unter einem großen zeitlichen Druck oder sind durch ihre angespannte berufliche Situation stark belastet. Außerdem haben auch Mediziner manchmal Schwierigkeiten im Umgang mit einer bedrohlichen Erkrankung oder sind verunsichert, weil ihre medizinischen Hilfen die Hoffnungen des Patienten nicht erfüllen. Das kann dazu führen, dass Gespräche nicht immer einfühlsam verlaufen. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Anliegen nicht richtig verstanden wurde, oder Sie sich durch ein Verhalten verletzt fühlen, sprechen Sie es an. Atmosphärische Störungen zwischen Arzt und Patienten können am besten in einem offenen Gespräch bereinigt werden.

 

(red)

Quellen:
[1] Schreiber, Delia: wie geht`s weiter Doc? Köselverlag 2010
[2] Ripke, Thomas: Patient und Arzt im Dialog, Thieme Verlag 1993

Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 10.09.2014

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Aktualisiert am: 14.12.2017 12:41


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Mit dem Arzt über die Krebserkrankung reden Der Arzt ist der wichtigste Verbündete des Patienten bei der Bekämpfung der Krebserkrankung. Er ist derjenige, auf den sich alle Hoffnung richtet, wieder gesund zu werden. Wenn eine Heilung nicht mehr erreichbar ist, soll er ein Leben ohne Schmerzen ermöglichen oder zumindest die Beschwerden lindern. Der Arzt ist Ihr Partner Quelle: © Alexander Raths - Fotolia.com Therapeutische Maßnahmen sind oft mit erheblichen Belastungen verbunden und ihr Erfolg ist nicht sicher vorhersagbar. Erfahrungen zeigen, dass sich Patienten, die Beschwerden bewusst auf sich nehmen und Therapieentscheidungen mittragen, der Behandlung nicht mehr so ausgeliefert fühlen. Sie sind oft auch zuversichtlicher. Das gemeinsame Angehen der Behandlung setzt Ihre Mitarbeit und Ihr Vertrauen in die ärztliche Hilfe voraus. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt und lassen Sie sich das medizinische Vorgehen erklären. Wenn Sie Zweifel haben oder nach Alternativen suchen, können Sie eine zweite Meinung einholen. Ärztliche Aufklärung Der Arzt ist verpflichtet, Sie über Ihre Erkrankung aufzuklären. Die weit überwiegende Mehrheit aller Krebskranken wünscht dies auch, selbst dann, wenn die Krankheit nicht mehr heilbar ist. Umfassende Informationen über die Schwere der Erkrankung können jedoch nicht immer oder zu jedem Zeitpunkt verkraftet werden. Manchmal wird Ihnen die Information vielleicht zu viel oder Sie möchten sich zeitweise einfach nicht mit der Erkrankung auseinandersetzen. Das ist völlig verständlich. Helfen Sie Ihrem Arzt, indem Sie ihm mitteilen, ob, wann und in welchem Umfang Sie nähere Informationen wünschen. Das macht es ihm leichter, sich auf Ihre Bedürfnisse einzustellen. Wenn Sie umgekehrt Fragen haben und möglichst viel über die Erkrankung wissen möchten, scheuen Sie sich nicht, Ihren Arzt anzusprechen. Oft hilft es, sich einen Zettel zu machen, auf dem Sie all Ihre Fragen (und die Antworten des Arztes) notieren. In der Aufregung eines Arztgespräches wird schnell etwas vergessen. Arztgespräche – besonders bei der Diagnosemitteilung oder nach wichtigen Untersuchungen – finden meist unter extremer Anspannung statt. Dem Patienten fällt es deshalb oft schwer, alle Informationen bewusst aufzunehmen. Es kann hilfreich sein, sich zu solchen Gesprächen von einem Angehörigen oder guten Freund begleiten zu lassen. Sie können Ihnen seelisch beistehen und die Informationen anschließend mit Ihnen besprechen. Wenn Sie nicht alles verstanden haben, fragen Sie beim behandelnden Arzt oder Ihrem Hausarzt ruhig noch einmal nach. Ein Arzt als dauerhafter Ansprechpartner Während der oft langen Dauer der Krebsbehandlung kommen Sie meist mit vielen verschiedenen Ärzten in Kontakt: Dem Hausarzt, den Klinikärzten, u.U. den Ärzten aus der Strahlentherapie oder einer onkologischen Schwerpunktpraxis, eventuell auch einem Spezialisten für eine ganz bestimmte Fragestellung. Manche Ärzte erleben Sie nur einmal, andere öfter oder sogar regelmäßig. Nicht jeder Arzt hat immer Zeit, ausführlich auf all Ihre Belange einzugehen. Es ist deshalb sehr sinnvoll, sich einen Arzt als dauerhaften Ansprechpartner zu suchen, der die medizinischen Hilfen koordiniert. Mit ihm können Sie Befunde, Vorschläge oder Behandlungsalternativen in Ruhe besprechen. Probleme im Gespräch mit dem Arzt Viele Ärzte stehen unter einem großen zeitlichen Druck oder sind durch ihre angespannte berufliche Situation stark belastet. Außerdem haben auch Mediziner manchmal Schwierigkeiten im Umgang mit einer bedrohlichen Erkrankung oder sind verunsichert, weil ihre medizinischen Hilfen die Hoffnungen des Patienten nicht erfüllen. Das kann dazu führen, dass Gespräche nicht immer einfühlsam verlaufen. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Anliegen nicht richtig verstanden wurde, oder Sie sich durch ein Verhalten verletzt fühlen, sprechen Sie es an. Atmosphärische Störungen zwischen Arzt und Patienten können am besten in einem offenen Gespräch bereinigt werden. (red) Quellen: [1] Schreiber, Delia: wie geht`s weiter Doc? Köselverlag 2010 [2] Ripke, Thomas: Patient und Arzt im Dialog, Thieme Verlag 1993 Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 10.09.2014 Mehr zum Thema Beratung, Hilfe und Information: Themen: Leben mit Krebs Aktualisiert am: 14.12.2017 12:41 Twitter Facebook Beratung Prostatakrebs Neue Option für die Therapie des metastasierten Prostatakarzinoms Für Patienten mit metastasiertem Prostatakarzinom gibt es jetzt eine neue Therapieoption. Eine Initiative der Janssen-Cilag GmbH. >> Weiterlesen Alle News anzeigen Hautkrebs COLUMBUS-Studie: Encorafenib + Binimetinib beim metastasierten Melanom – ADO 2017 Im Gespräch stellen Prof. Reinhard Dummer (Zürich) und Prof. Ralf Gutzmer (Hannover) die Ergebnisse des 2. Teils der COLUMBUS-Studie zum Vergleich der Wirksamkeit und Verträglichkeit der Kombination aus dem BRAF-Inhibitor Encorafenib und dem MEK-Inhibitor Binimetinib versus der Encorafenib-Monotherapie beim metastasierten BRAF-positiven Melanom vor. 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