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Prostatakrebs - Vorbeugung

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Einige Faktoren, die das Risiko einer Krebserkrankung nachweislich erhöhen, können von Ihnen selbst beeinflusst werden:

  • Versuchen Sie Normalgewicht zu erreichen bzw. zu halten.
  • Seien Sie körperlich aktiv.
  • Ernähren Sie sich gesund, nehmen Sie vor allem viel pflanzliche Produkte zu sich und reduzieren Sie Ihren Fleischkonsum, essen Sie insbesondere wenig rotes Fleisch.
  • Konsumieren Sie nur moderat Alkohol.

Tomaten, Soja und Kohl
In Regionen mit sojareicher Ernährung kommen hormonabhängige Tumoren wie Prostatakrebs seltener vor, was auf den hohen Anteil sogenannter Isoflavone in Sojaprodukten zurückgeführt wird. Auch dem vorwiegend in Tomaten, aber auch in Wassermelonen und Erdbeeren vorkommenden roten Farbstoff Lycopin sowie einer Ernährung mit viel Fisch oder Olivenöl wird eine vorbeugende Wirkung zugeschrieben; allerdings sind die bislang vorhandenen Studiendaten zu Prostatakrebs nicht eindeutig.

Gemüse- und Gewürzpflanzen, die zu den Kreuzblütengewächsen zählend (diverse Kohlsorten, Radieschen, Steckrüben, Rettich, Kresse, Senf, Raps u. a.), haben einen nachgewiesenen, wenn auch geringen vorbeugenden Effekt gegen Prostatakrebs. Zurückgeführt wird dies auf die enthaltenen Senföle, die die Teilung von Tumorzellen hemmen.

Nahrungsergänzungsmittel – Isoflavone, Mineralstoffe wie Selen, Vitamine u. a. – schützen nach heutigem Wissensstand nicht vor Prostatakrebs. Für die Einnahme von Folsäure fanden sich sogar Hinweise auf eine leichte Erhöhung des Krebsrisikos.

Rasenmähen gegen Krebs
Sport und andere körperliche Aktivität senken deutlich das Krebsrisiko, das haben Studien eindeutig gezeigt! Männer, die beruflich nicht körperlich aktiv sind, sollten sich daher an vier bis fünf Tagen pro Woche jeweils 45–60 Minuten mäßig (z. B. Golfen, Gartenarbeit, Radfahren) bis stark (Fußballspielen, Schwimmen) körperlich betätigen.

Regelmäßige Vorsorge-Untersuchungen
Früh erkannt ist besser heilbar. Das gilt auch und vor allem beim Prostatakrebs. Warten Sie also gar nicht erst ab, bis Beschwerden auftreten, sondern nehmen Sie regelmäßig an einer Untersuchung zur Früherkennung des Prostatakarzinoms teil. Hier erfahren Sie mehr zur Früherkennung von Prostatakrebs

 

(yia/red)

 

Quellen:

[1]Prostatakrebs-Leitlinien der European Association of Urology, Stand 2014, http://uroweb.org/guideline/prostate-cancer/

[2]Interdisziplinäre Leitlinie der Qualität S3 zur Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms, Langfassung. Online unter http://leitlinienprogramm-onkologie.de/uploads/tx_sbdownloader/LL_Prostata_Langversion_3.1.pdf

[3] H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2006

Fachliche Beratung
Prof. Dr. Kurt Miller
Klinik für Urologie, Charité - Universitätsmedizin Berlin

Prof. Dr. Jürgen Gschwend
Universitätsklinikum rechts der Isar, München

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Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 10.09.2014

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Aktualisiert am: 13.12.2017 17:19