Hormonentzugstherapie und kardiovaskuläres Risiko beim Prostatakrebs

Die medikamentöse Hormonentzugstherapie ist die Standardbehandlung bei fortgeschrittenem Prostatakarzinom. Zwei Wirkstoffgruppen kommen hierbei zum Einsatz:

LHRH-AGONISTEN:
Wirkstoffe, die durch dauerhafte Überstimulation die überwiegend im Hoden stattfindende Testosteronproduktion für zwei bis drei Wochen zunächst steigern und danach lange unterdrücken. Da diese Wirkstoffgruppe in ihrer Struktur dem Hormon LHRH (Luteinizing Hormone-Releasing Hormone) ähnelt, nennt man sie auch LHRH-Analoga (Synonym: GnRHAgonisten; GnRH=Gonadotropin-Releasing-Hormone).

GNRH-ANTAGONISTEN:
Wirkstoffe, die dem körpereigenen Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH) nachempfunden sind, aber eine gegenläufige Wirkung zeigen. Die Testosteronproduktion wird sofort, schnell und langfristig durch die komplette Blockade der übergeordneten Hormone gestoppt.

DIE NEBENWIRKUNGEN:
Die Nebenwirkungen beider Wirkstoffgruppen sind sehr ähnlich, da sie im Wesentlichen jeweils auf den herbeigeführten Testosteronmangelzurückzuführen sind. Nur bei den Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, auch kardiovaskuläre Erkrankungen genannt, wie beispielsweise Herzinfarkt oder Schlaganfall, zeigen sich Unterschiede.

In diesem Flyer erfahren Sie mehr über das kardiovaskuläre Risiko bei einer Hormonentzugstherapie.

Flyer

  

Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 10.09.2014

Aktualisiert am: 20.10.2017 17:07