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Leukämie rechtzeitig erkennen

Warnzeichen

Labor, Quelle: © Minerva Studio - fotolia.com
Quelle: © Minerva Studio - fotolia.com

Es gibt verschiedene Typen von Leukämie, deren Krankheitsbilder sich jedoch ähneln. Häufig fühlen sich die Betroffenen müde und abgeschlagen, was ihre Leistungsfähigkeit deutlich mindert. Hinzukommen können anhaltendes Fieber, nächtliche Schweißausbrüche und ungewollter Gewichtsverlust. Auch Symptome von Blutarmut wie Blässe, Schwindelgefühl, Herzrasen und Atemnot können auf eine Leukämieerkrankung hinweisen.

Neben diesen Befindlichkeitsstörungen entstehen oft fühlbare Schwellungen der Lymphknoten, die aber im Allgemeinen nicht schmerzhaft sind. Hautveränderungen bis hin zum Ausschlag können ebenso auftreten wie Zahnfleischwucherungen und eine Neigung zu Blutungen beispielsweise am Zahnfleisch, in der Nase oder in Form von Blutergüssen oder blauen Flecken. Die Anfälligkeit für Infektionen steigt, und häufig vergrößern sich Leber und Milz.

Wenn Sie eines oder mehrere der beschriebenen Symptome an sich beobachten, heißt das noch nicht, dass Sie an einer Leukämie leiden! All diese Symptome treten auch bei harmlosen Erkrankungen auf, die nichts mit Leukämie zu tun haben. Dennoch sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen, um die Ursache Ihrer Beschwerden zu klären.

Selbst das Risiko für Leukämie senken

Eine Früherkennungs-Untersuchung für Leukämie gibt es nicht. In vielen Fällen wird die Krankheit zufällig entdeckt, wenn Patienten wegen unspezifischer Symptome oder aus anderen Gründen den Arzt aufsuchen. 

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Wichtig ist, die bekannten Risikofaktoren zu meiden. Personen, die ein höheres Risiko aufweisen, sollten sich regelmäßig untersuchen lassen. In der Mehrzahl der Fälle kann für die Entstehung einer Leukämie keine Ursache festgestellt werden. Um aber das Risiko für eine Erkrankung zu reduzieren, achten Sie auf folgende Maßnahmen:

  • Überflüssige Röntgenuntersuchungen sollten vermieden werden. Sie selbst können dazu beitragen, Ihre Strahlenbelastung so gering wie möglich zu halten: Führen Sie einen Röntgenpass, in den jede Röntgenuntersuchung eingetragen wird. Ein solcher Pass hilft Ihnen und Ihrem Arzt, den Überblick über die bereits erfolgten Untersuchungen zu bewahren und auf diese Weise Doppeluntersuchungen zu vermeiden.
  • Rauchen Sie nicht!
  • Vermeiden Sie chemische Risikofaktoren, allen voran Benzol und benzolhaltige Substanzen

Was tut Ihr Arzt?

Wenn Sie mit dem Verdacht auf Leukämie zum Arzt gehen, stehen diesem verschiedene Methoden der Diagnose zur Verfügung. Zunächst verschafft er sich durch eine gründliche körperliche Untersuchung einen allgemeinen Eindruck. Eine Blutanalyse kann Aufschluss darüber geben, ob die Zahl der weißen Blutkörperchen verändert ist und ob möglicherweise veränderte Zellen im Blut zu sehen sind.

Zur Festigung der Diagnose nimmt der Arzt häufig eine Knochenmarkpunktion am hinteren Beckenkamm vor, um das auf diese Weise entnommene Gewebe im Labor untersuchen zu lassen. Eine Knochenmarkpunktion erfordert in der Regel nur eine örtliche Betäubung. Auch eine Biopsie ist möglich, bei der dem Patienten mit einer dünnen Röhre Gewebeproben aus verdächtigen Lymphknoten entnommen werden. Mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung oder von bildgebenden Verfahren wie dem Röntgen oder der Computertomographie lassen sich befallene Lymphknoten erkennen.

(yia/red)


Quellen:
Michl Marlies: Basics Hämatologie, Urban und Fischer Verlag 2010

Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 21.03.2017

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Aktualisiert am: 28.04.2017 17:54