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Hautkrebs - so können Sie sich schützen

Junge Frau genießt Sonnenstrahlen,Quelle: © Elenasuslova - fotolia.com
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Sonne schenkt gute Laune und Energie. Aber Vorsicht ist geboten vor zu viel Sonneneinwirkung: Die übermäßige UV-Strahlung der Sonne gilt als wichtigster Risikofaktor für die Entstehung von Hautkrebs. Hier geben wir Ihnen Tipps, was Sie zur Hautkrebs-Vorbeugung tun können.


Was ist Hautkrebs und wie entsteht er?

Als Hautkrebs bezeichnet man ein breites Spektrum bösartiger Tumorerkrankungen, die an der Haut und den Schleimhäuten auftreten können. Medizinisch werden verschiedene Hautkrebstypen unterschieden, wie das Basaliom (Basalzellkrebs) und das Spinaliom (Plattenepithelkarzinom) die dem weißen Hautkrebs zugeordnet werden oder das maligne Melanom, auch schwarzer Hautkrebs genannt. Das maligne Melanom stellt die am häufigsten tödlich verlaufende Form von Hautkrebs dar, während der weiße Hautkrebs deutlich bessere Heilungsaussichten aufweist.

Ein Übermaß an UV-Strahlung kann in den Hautzellen zu Schädigungen des Erbgutes führen und auf diese Weise für die Krebsentstehung verantwortlich sein. Gleichzeitig ist UV-Strahlung für die Bildung von Vitamin D in der Haut notwendig. Vitamin D ist wichtig für den Körper, es unterstützt den Kalziumhaushalt und den Knochenstoffwechsel. Wie viel Sonneneinwirkung tut gut und wann ist ein Übermaß erreicht?

Diese Frage kann nicht allgemein beantwortet werden. Wie Prof. Rüdiger Greinert von der Klinik für Dermatologie in Buxtehude im Interview erklärt, ist die Festlegung, welcher Vitamin-D-Spiegel im Blut als ausreichend gilt, umstritten und individuell verschieden. Man habe sich nun darauf geeinigt, dass die Konzentration von 50 nmol/l eines bestimmten Vitamin-D-Metaboliten als wünschenswert gelte. Studien hätten gezeigt, dass eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung gesichert sei, wenn wir uns regelmäßig, aber nur für kurze Zeit mäßiger Sonneneinstrahlung aussetzen. „Für einen normalen Menschen in unseren Breitengraden, bei dem Hände, Arme und Gesicht nicht bedeckt sind, ist ein Spaziergang mittags zwischen 20 und 30 Minuten ausreichend um eine ausreichende Mengen an Vitamin D im Körper zu bilden“, sagt Greinert.

Prävention von Hautkrebs

Sonnenmilchtube,Quelle: © Vimarovi - fotolia.com
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Zur Vorbeugung von Hautkrebs, der sogenannten primären Prävention, raten Hautärzte, intensive UV-Expositionen der Haut und insbesondere Sonnenbrände zu vermeiden. Maßnahmen der sekundären Prävention zielen auf die Früherkennung von Hautkrebs: Auffällige Veränderungen der Haut sollen entdeckt werden, bevor sie eine Gefahr darstellen, also in einem frühen, möglichst noch symptomlosen Stadium der Erkrankung. Je früher Hautkrebs entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Dies gilt in besonderem Maße für das maligne Melanom: Im frühen Stadium ist dessen Heilungsrate hoch und nimmt mit Fortschreiten der Erkrankung rasch ab. 

Das können Sie selbst tun:

  • Reduzieren Sie die Anzahl der Sonnenbäder auf so wenige wie möglich.
  • Geben Sie Ihrer Haut Zeit, sich langsam an die Sonne zu gewöhnen.
  • Der beste Schutz vor UV-Strahlung ist mit Kleidung zu erreichen. Eine Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille schützen die empfindlichen Regionen von Kopfhaut und Augen.
  • Alle ungeschützten Hautstellen sollten vor der Sonnenexposition großzügig mit einer Sonnencreme mit adäquatem Lichtschutzfaktor (SFP) eingecremt werden. Faustregel: Je heller der Hauttyp, desto geringer die Eigenschutzzeit der Haut und desto höher sollte der Lichtschutzfaktor des Sonnenschutzmittels sein.
  • Um den auf dem Sonnenschutzmittel angegebenen Lichtschutzfaktor (SFP) zu erreichen, müssen bei Erwachsenen für den gesamten Körper ca. 30 - 40 ml Lotion verwendet werden.
  • Baden und Schwitzen reduzieren auch bei wasserfester Sonnencreme nach einer Weile deren Schutzfunktion. Es empfiehlt sich, wasserfeste Sonnencreme zu verwenden, die Sie alle 2 Stunden erneut auftragen.
  • Säuglinge und Kleinkinder gehören nicht in die pralle Sonne. Kinder sollen bei starker Sonneneinstrahlung hautbedeckende Kleidung tragen.

 

Von der Nutzung von Solarien raten Hautärzte ab, denn die dort eingesetzten künstlichen UV-Strahlen sind mit dem gleichen Risiko der Entstehung von Hautkrebs verbunden wie die natürliche Sonneneinstrahlung.

Sonne im Gebirge: Unterschätzte Gefahren für die Haut

Auch bei kalten Temperaturen kann die Sonne gefährlich werden – zum Beispiel beim Skifahren oder Wandern im Hochgebirge. Der Einfluss der Höhensonne wird oft unterschätzt: Mit zunehmender Höhe nimmt die UV-Strahlung zu. Indirekte Bestrahlung durch Reflexion der Sonnenstrahlen in Wasser und Schnee, die selbst bei leichter Bewölkung noch hoch ausfallen kann, verstärkt die UV-Exposition zusätzlich. Deshalb ist auch im Gebirge ein ausreichend hoher Lichtschutzfaktor Pflicht.

Individuelle Risikofaktoren

Neben der individuellen Verhaltensweise beeinflussen auch konstitutionelle Eigenschaften wie angeborene Muttermale (kongenitale Nävi) und der Hauttyp das Hautkrebs-Risiko. Angeborene Muttermale bergen das Risiko der Entartung, sie sind insbesondere für das maligne Melanom ein Risikofaktor. 

Auch der Hauttyp stellt einen Risikofaktor dar. Ärzte unterscheiden je nach Helligkeit von Haut und Haar sowie der Empfindlichkeit der Sonne gegenüber sechs verschiedene Hauttypen: Insgesamt gilt, dass die Haut umso weniger UV-Strahlung verträgt, je heller sie ist. Das Risiko an Hautkrebs zu erkranken, ist für helle Hauttypen (Hauttyp 1 und 2) größer als für dunkle Hauttypen.

Welche Maßnahmen dienen der Früherkennung von Hautkrebs?

Arzt untersucht Leberfleck mit Lupe,Quelle: © Dalaprod - fotolia.com
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Früh erkannt lassen sich auffällige Veränderungen der Haut in der Regel gut behandeln: Bei der Früherkennung auf Hautkrebs untersucht der Dermatologe oder Hausarzt die gesamte Haut einschließlich des behaarten Kopfes, aller Falten und einsehbaren Schleimhäute. Seit 2008 haben gesetzlich Krankenversicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf ein solches Screening.

Sollte der Arzt hierbei einen verdächtigen Befund entdecken, wird er zur Abklärung weitere Untersuchungen durchführen. Veränderungen der Haut sind meist mit bloßem Auge gut zu erkennen. Hautärzte empfehlen daher, zusätzlich eine regelmäßige Selbstuntersuchung der Haut am ganzen Körper durchzuführen. Jeder sollte seine Haut selbst beobachten, um auftretende Veränderungen rasch erkennen und durch den Facharzt weiter abklären lassen zu können.

Weitere Informationen zur Vermeidung von Hautkrebs gibt Dr. Rüdiger Greinert von der Klinik für Dermatologie, Elbekliniken Buxtehude im Interview.

Dr. Rüdiger Greinert im Interview

Dr. Rüdiger Greinert erläutert im Interview unter anderem, warum Sonnencreme oft nur unzureichend Schutz vor Hautkrebs bietet, welche Verhaltensregeln Sie in der Sonne beachten sollten und wie Sie trotz Sonnenschutz Ihre Vitamin-D-Versorgung sicherstellen.

 

(ktsch/red)

Leitlinienprogramm Onkologie: S3-Leitlinie Prävention von Hautkrebs, Version 1.1 – April 2014 Katalinic A et al. Does skin cancer screening save lives? An observational study comparing trends in melanoma mortality in regions with and without screening. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 19. April 2012, DOI: 10.1002/cncr.27566

Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 28.02.2017

Weitere Informationen zu Hautkrebs:

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Aktualisiert am: 13.12.2017 17:19


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Hautkrebs - so können Sie sich schützen Quelle: © Elenasuslova - fotolia.com Sonne schenkt gute Laune und Energie. Aber Vorsicht ist geboten vor zu viel Sonneneinwirkung: Die übermäßige UV-Strahlung der Sonne gilt als wichtigster Risikofaktor für die Entstehung von Hautkrebs. Hier geben wir Ihnen Tipps, was Sie zur Hautkrebs-Vorbeugung tun können. Was ist Hautkrebs und wie entsteht er? Als Hautkrebs bezeichnet man ein breites Spektrum bösartiger Tumorerkrankungen, die an der Haut und den Schleimhäuten auftreten können. Medizinisch werden verschiedene Hautkrebstypen unterschieden, wie das Basaliom (Basalzellkrebs) und das Spinaliom (Plattenepithelkarzinom) die dem weißen Hautkrebs zugeordnet werden oder das maligne Melanom, auch schwarzer Hautkrebs genannt. Das maligne Melanom stellt die am häufigsten tödlich verlaufende Form von Hautkrebs dar, während der weiße Hautkrebs deutlich bessere Heilungsaussichten aufweist. Ein Übermaß an UV-Strahlung kann in den Hautzellen zu Schädigungen des Erbgutes führen und auf diese Weise für die Krebsentstehung verantwortlich sein. Gleichzeitig ist UV-Strahlung für die Bildung von Vitamin D in der Haut notwendig. Vitamin D ist wichtig für den Körper, es unterstützt den Kalziumhaushalt und den Knochenstoffwechsel. Wie viel Sonneneinwirkung tut gut und wann ist ein Übermaß erreicht? Diese Frage kann nicht allgemein beantwortet werden. Wie Prof. Rüdiger Greinert von der Klinik für Dermatologie in Buxtehude im Interview erklärt, ist die Festlegung, welcher Vitamin-D-Spiegel im Blut als ausreichend gilt, umstritten und individuell verschieden. Man habe sich nun darauf geeinigt, dass die Konzentration von 50 nmol/l eines bestimmten Vitamin-D-Metaboliten als wünschenswert gelte. Studien hätten gezeigt, dass eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung gesichert sei, wenn wir uns regelmäßig, aber nur für kurze Zeit mäßiger Sonneneinstrahlung aussetzen. „Für einen normalen Menschen in unseren Breitengraden, bei dem Hände, Arme und Gesicht nicht bedeckt sind, ist ein Spaziergang mittags zwischen 20 und 30 Minuten ausreichend um eine ausreichende Mengen an Vitamin D im Körper zu bilden“, sagt Greinert. Prävention von Hautkrebs Quelle: © Vimarovi - fotolia.com Zur Vorbeugung von Hautkrebs, der sogenannten primären Prävention, raten Hautärzte, intensive UV-Expositionen der Haut und insbesondere Sonnenbrände zu vermeiden. Maßnahmen der sekundären Prävention zielen auf die Früherkennung von Hautkrebs: Auffällige Veränderungen der Haut sollen entdeckt werden, bevor sie eine Gefahr darstellen, also in einem frühen, möglichst noch symptomlosen Stadium der Erkrankung. Je früher Hautkrebs entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Dies gilt in besonderem Maße für das maligne Melanom: Im frühen Stadium ist dessen Heilungsrate hoch und nimmt mit Fortschreiten der Erkrankung rasch ab. Das können Sie selbst tun: Reduzieren Sie die Anzahl der Sonnenbäder auf so wenige wie möglich. Geben Sie Ihrer Haut Zeit, sich langsam an die Sonne zu gewöhnen. Der beste Schutz vor UV-Strahlung ist mit Kleidung zu erreichen. Eine Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille schützen die empfindlichen Regionen von Kopfhaut und Augen. Alle ungeschützten Hautstellen sollten vor der Sonnenexposition großzügig mit einer Sonnencreme mit adäquatem Lichtschutzfaktor (SFP) eingecremt werden. Faustregel: Je heller der Hauttyp, desto geringer die Eigenschutzzeit der Haut und desto höher sollte der Lichtschutzfaktor des Sonnenschutzmittels sein. Um den auf dem Sonnenschutzmittel angegebenen Lichtschutzfaktor (SFP) zu erreichen, müssen bei Erwachsenen für den gesamten Körper ca. 30 - 40 ml Lotion verwendet werden. Baden und Schwitzen reduzieren auch bei wasserfester Sonnencreme nach einer Weile deren Schutzfunktion. Es empfiehlt sich, wasserfeste Sonnencreme zu verwenden, die Sie alle 2 Stunden erneut auftragen. Säuglinge und Kleinkinder gehören nicht in die pralle Sonne. Kinder sollen bei starker Sonneneinstrahlung hautbedeckende Kleidung tragen. Von der Nutzung von Solarien raten Hautärzte ab, denn die dort eingesetzten künstlichen UV-Strahlen sind mit dem gleichen Risiko der Entstehung von Hautkrebs verbunden wie die natürliche Sonneneinstrahlung. Sonne im Gebirge: Unterschätzte Gefahren für die Haut Auch bei kalten Temperaturen kann die Sonne gefährlich werden – zum Beispiel beim Skifahren oder Wandern im Hochgebirge. Der Einfluss der Höhensonne wird oft unterschätzt: Mit zunehmender Höhe nimmt die UV-Strahlung zu. Indirekte Bestrahlung durch Reflexion der Sonnenstrahlen in Wasser und Schnee, die selbst bei leichter Bewölkung noch hoch ausfallen kann, verstärkt die UV-Exposition zusätzlich. Deshalb ist auch im Gebirge ein ausreichend hoher Lichtschutzfaktor Pflicht. Individuelle Risikofaktoren Neben der individuellen Verhaltensweise beeinflussen auch konstitutionelle Eigenschaften wie angeborene Muttermale (kongenitale Nävi) und der Hauttyp das Hautkrebs-Risiko. Angeborene Muttermale bergen das Risiko der Entartung, sie sind insbesondere für das maligne Melanom ein Risikofaktor. Auch der Hauttyp stellt einen Risikofaktor dar. Ärzte unterscheiden je nach Helligkeit von Haut und Haar sowie der Empfindlichkeit der Sonne gegenüber sechs verschiedene Hauttypen: Insgesamt gilt, dass die Haut umso weniger UV-Strahlung verträgt, je heller sie ist. Das Risiko an Hautkrebs zu erkranken, ist für helle Hauttypen (Hauttyp 1 und 2) größer als für dunkle Hauttypen. Welche Maßnahmen dienen der Früherkennung von Hautkrebs? Quelle: © Dalaprod - fotolia.com Früh erkannt lassen sich auffällige Veränderungen der Haut in der Regel gut behandeln: Bei der Früherkennung auf Hautkrebs untersucht der Dermatologe oder Hausarzt die gesamte Haut einschließlich des behaarten Kopfes, aller Falten und einsehbaren Schleimhäute. Seit 2008 haben gesetzlich Krankenversicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf ein solches Screening. Sollte der Arzt hierbei einen verdächtigen Befund entdecken, wird er zur Abklärung weitere Untersuchungen durchführen. Veränderungen der Haut sind meist mit bloßem Auge gut zu erkennen. Hautärzte empfehlen daher, zusätzlich eine regelmäßige Selbstuntersuchung der Haut am ganzen Körper durchzuführen. Jeder sollte seine Haut selbst beobachten, um auftretende Veränderungen rasch erkennen und durch den Facharzt weiter abklären lassen zu können. Weitere Informationen zur Vermeidung von Hautkrebs gibt Dr. Rüdiger Greinert von der Klinik für Dermatologie, Elbekliniken Buxtehude im Interview. Dr. Rüdiger Greinert im Interview Dr. Rüdiger Greinert erläutert im Interview unter anderem, warum Sonnencreme oft nur unzureichend Schutz vor Hautkrebs bietet, welche Verhaltensregeln Sie in der Sonne beachten sollten und wie Sie trotz Sonnenschutz Ihre Vitamin-D-Versorgung sicherstellen. Download als mp3 (16,8 MB) (ktsch/red) Leitlinienprogramm Onkologie: S3-Leitlinie Prävention von Hautkrebs, Version 1.1 – April 2014 Katalinic A et al. Does skin cancer screening save lives? An observational study comparing trends in melanoma mortality in regions with and without screening. Cancer, Onlinevorabveröffentlichung am 19. April 2012, DOI: 10.1002/cncr.27566 Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 28.02.2017 Weitere Informationen zu Hautkrebs: Quelle: © Krebshilfe.de Broschüren Hautkrebs Hier finden Sie Broschüren, Leitlinien und Ratgeber zum schwarzen Hautkrebs (Melanom) sowie zum hellen Hautkrebs. 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