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Ernährungsempfehlungen für Darmkrebspatienten - Was tun bei Durchfall?

Wasserlösliche Ballaststoffe helfen im Darm Wasser zu binden.

Sie werden im Dickdarm abgebaut und haben Einfluss auf eine gute Darmflora.

  • Pektine, z.B. in Äpfeln: Reiben Sie vor jeder Mahlzeit 1 – 2 Äpfel mit Schale auf einer (sehr feinen) Glasreibe
  • Bestandteile des Johannisbrotkernmehls. Johannisbrotkernmehl können Sie unter verschiedenen Produktbezeichnungen im Reformhaus beziehen. Fruchtsaftschorlen, Tees oder Kakao mit Wasser können damit kalt oder warm angedickt werden. (Verwenden Sie kleinste Mengen – so wie auf der entsprechenden Verpackung angegeben. Johannisbrotkernmehl entfaltet seine Bindung auch noch 10 Minuten nach dem ersten Anrühren. Probieren Sie das richtige Maß für sich aus (Beispiel: 1 g auf 150 – 200 ml).

Gleichen Sie Ihren Flüssigkeitsverlust aus!

Trinken Sie täglich mindestens 2,5-3 Liter! Ein günstiges Verhältnis von Natrium (Kochsalz) und Glucose (Zucker) ermöglicht darüber hinaus eine optimale Aufnahme von Wasser über die Darmwände. Lösungen mit einem günstigen Natrium-Glucose-Verhältnis können die Aufnahme von Wasser erheblich steigern.

Beispiel / Zutaten:½ l Tee oder Wasser, ½ TL Salz, 2 ½ EL Traubenzucker, 100 ml Apfel- oder Orangensaft)

Achten Sie besonders auf einen Ausgleich an Kalium!

Neben Wasser gehen auch wertvolle Mineralien und Elektrolyte verloren. Kalium ist an der Regulierung des Wasserhaushalts beteiligt. Zu große Kaliumverluste können z.B. mit einer vermehrten Entwässerung, Muskelkrämpfen und Herzrhythmusstörungen einhergehen.

Kalium ist zum Teil wasserlöslich. Besonders günstig ist es somit, Kartoffeln und Gemüse beispielsweise zu dämpfen. Garen Sie dieses nach Möglichkeit nicht in viel Wasser und verwenden Sie das Gemüsewasser für Suppen und Saucen weiter.

Beispiel Karottensuppe:
Garen Sie 250 g Möhren in Wasser und pürieren Sie diese gemeinsam mit dem Kochwasser. Füllen Sie das Püree bis auf 500 ml mit Wasser (oder besser noch mit Gemüsebrühe – enthält zusätzlich viel Kalium) auf und schmecken die Suppe mit Salz ab.

Kaliumreiche und gut verdauliche Lebensmittel:

Lebensmittel in üblicher Portionsgröße

mg Kalium

200 g Blumenkohl, gegart

522

200 g Broccoli, gegart 

596

150 g Möhren

435

150 g Möhren, gegart

210

200 g Spargel, gegart 

228

150 g Spinat, gegart

590

50 g (1 Stück) Tomate (ohne Haut ist sie besser verträglich) 

104

125 g (1/2 Stück) Avocado

629

240 g (3 Stück) Kartoffeln (günstig sind Pellkartoffeln), gegart

799

150 g Apfel

198

125 g Aprikosen, gegart

124

120 g (1 Stück) Banane

472

125 g Birne

145

150 g Honigmelone 

464

125 g Nektarine (ohne Haut besser verträglich

242

130 g Pfirsich (ohne Haut besser verträglich)

211

300 ml Gemüsebrühe

285

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Frucht- und Gemüsesäfte (verdünnt werden sie besser vertragen).

 

Fachliche Beratung
Elisabeth Gutzmann
Ernährungsberaterin / Diätassistentin

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Aktualisiert am: 26.04.2017 17:22


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Ernährungsempfehlungen für Darmkrebspatienten - Was tun bei Durchfall? Wasserlösliche Ballaststoffe helfen im Darm Wasser zu binden. Sie werden im Dickdarm abgebaut und haben Einfluss auf eine gute Darmflora. Pektine, z.B. in Äpfeln: Reiben Sie vor jeder Mahlzeit 1 – 2 Äpfel mit Schale auf einer (sehr feinen) Glasreibe Bestandteile des Johannisbrotkernmehls. Johannisbrotkernmehl können Sie unter verschiedenen Produktbezeichnungen im Reformhaus beziehen. Fruchtsaftschorlen, Tees oder Kakao mit Wasser können damit kalt oder warm angedickt werden. (Verwenden Sie kleinste Mengen – so wie auf der entsprechenden Verpackung angegeben. Johannisbrotkernmehl entfaltet seine Bindung auch noch 10 Minuten nach dem ersten Anrühren. Probieren Sie das richtige Maß für sich aus (Beispiel: 1 g auf 150 – 200 ml). Gleichen Sie Ihren Flüssigkeitsverlust aus! Trinken Sie täglich mindestens 2,5-3 Liter! Ein günstiges Verhältnis von Natrium (Kochsalz) und Glucose (Zucker) ermöglicht darüber hinaus eine optimale Aufnahme von Wasser über die Darmwände. Lösungen mit einem günstigen Natrium-Glucose-Verhältnis können die Aufnahme von Wasser erheblich steigern. Beispiel / Zutaten:½ l Tee oder Wasser, ½ TL Salz, 2 ½ EL Traubenzucker, 100 ml Apfel- oder Orangensaft) Achten Sie besonders auf einen Ausgleich an Kalium! Neben Wasser gehen auch wertvolle Mineralien und Elektrolyte verloren. Kalium ist an der Regulierung des Wasserhaushalts beteiligt. Zu große Kaliumverluste können z.B. mit einer vermehrten Entwässerung, Muskelkrämpfen und Herzrhythmusstörungen einhergehen. Kalium ist zum Teil wasserlöslich. Besonders günstig ist es somit, Kartoffeln und Gemüse beispielsweise zu dämpfen. Garen Sie dieses nach Möglichkeit nicht in viel Wasser und verwenden Sie das Gemüsewasser für Suppen und Saucen weiter. Beispiel Karottensuppe: Garen Sie 250 g Möhren in Wasser und pürieren Sie diese gemeinsam mit dem Kochwasser. Füllen Sie das Püree bis auf 500 ml mit Wasser (oder besser noch mit Gemüsebrühe – enthält zusätzlich viel Kalium) auf und schmecken die Suppe mit Salz ab. Kaliumreiche und gut verdauliche Lebensmittel: Lebensmittel in üblicher Portionsgröße mg Kalium 200 g Blumenkohl, gegart 522 200 g Broccoli, gegart 596 150 g Möhren 435 150 g Möhren, gegart 210 200 g Spargel, gegart 228 150 g Spinat, gegart 590 50 g (1 Stück) Tomate (ohne Haut ist sie besser verträglich) 104 125 g (1/2 Stück) Avocado 629 240 g (3 Stück) Kartoffeln (günstig sind Pellkartoffeln), gegart 799 150 g Apfel 198 125 g Aprikosen, gegart 124 120 g (1 Stück) Banane 472 125 g Birne 145 150 g Honigmelone 464 125 g Nektarine (ohne Haut besser verträglich 242 130 g Pfirsich (ohne Haut besser verträglich) 211 300 ml Gemüsebrühe 285 Frucht- und Gemüsesäfte (verdünnt werden sie besser vertragen). Fachliche Beratung Elisabeth Gutzmann Ernährungsberaterin / Diätassistentin Mehr zum Thema: Themen: Darmkrebs Gastrointestinale Tumoren Ernährung Leben mit Krebs Aktualisiert am: 26.04.2017 17:22 Twitter Facebook Beratung Hämatoonkologie Hämatologie-Symposium 2017 Experten stellen Standards bei der Behandlung des multiplen Myeloms, maligner Lymphome und der CML vor (Beitrag mit CME-Test). Mit freundlicher Unterstützung der I-MED-Institute GmbH. >> Weiterlesen Alle News anzeigen Nierenzellkarzinom RCC: Cabozantinib wirkt unabhängig von Vortherapien In der METEOR-Studie führte Cabozantinib gegenüber Everolimus nicht nur zu einer signifikanten Verbesserung des progressionsfreien und Gesamtüberlebens. Die klinische Überlegenheit von Cabozantinib kam auch Nierenkrebs-Patienten aller Risikokategorien zugute. 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