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Was ist Darmkrebs?

Unter dem Begriff „Darmkrebs“ werden im Allgemeinen Krebserkrankungen des Dickdarms (Kolonkarzinom) und des Mastdarms (Rektumkarzinom) verstanden. Zusammenfassend werden sie als kolorektales Karzinom bezeichnet. Der Begriff Karzinom kennzeichnet Krebserkrankungen, die vom Deckgewebe der Haut oder Schleimhaut ausgehen – in diesem Fall von der Schleimhaut des Dickdarms.

Krebs im Dünndarm ist selten, ebenso wie die Krebserkrankung der Afterregion (Analkarzinom). Beide Krebsarten unterscheiden sich in ihrer Entstehung und Behandlung vom Dickdarm- und Mastdarmkrebs.

Darmkrebs kann sich in allen Abschnitten des Dick- und Mastdarms entwickeln. Ein Schwerpunkt liegt im unteren Dickdarmabschnitt und zwar in den unteren 30 bis 40 Zentimetern. Vorläufer der Krebserkrankung sind in vielen Fällen so genannte Darmpolypen. Dabei handelt es sich um zunächst gutartige, oft pilzähnliche Geschwulste im Dickdarm. Etwa 90 Prozent der Darmkrebserkrankungen entstehen dadurch, dass diese Polypen entarten, ihre Zellen also zu Krebszellen umgewandelt werden.

Häufigkeit

Darmkrebs ist in Deutschland bei Männern die dritthäufigste und bei Frauen die zweithäufigste Krebserkrankung. 2014 erkrankten laut Robert-Koch-Institut 33.100 Männer und 27.900 Frauen daran. Fünf Jahre nachdem der Krebs festgestellt wurde, leben noch knapp zwei Drittel der Erkrankten. Dabei nimmt die Anzahl der Todesfälle bezogen auf alle Darmkrebspatienten seit Jahren ab. Das heißt, dass mehr Menschen langfristig mit der Krankheit leben.

(yia/red)

Quelle:
Leilinienprogramm Onkologie: Gesundheitsleitlinie Früherkennung von Darmkrebs. Konsultationsfassung, Februar 2015.
http://www.patienten-information.de/mdb/edocs/pdf/literatur/darmkrebs-frueherkennung-1aufl-konsultationsfassung.pdf

Fachliche Beratung
PD Dr. Ullrich Graeven
Kliniken Maria Hilf GmbH, Mönchengladbach

Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 08.12.2017

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Aktualisiert am: 12.12.2017 18:26