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Vulvakrebs, Vulvakarzinom

 

Der Vulvakrebs (Vulva = weibliche Scham) ist eine seltene bösartige Tumorerkrankung der äußeren Geschlechtsorgane der Frau. Hinter dem Begriff können sich verschiedene Krebsarten verbergen, die von unterschiedlichen Zellen der Genitalregion ausgehen. Betroffen sind meist die großen Schamlippen, seltener auch die kleinen Schamlippen oder die Klitorisregion.

Über 90% der Vulvatumoren sind Karzinome aus der obersten Hautschicht (Plattenepithelkarzinom). Infektionen mit Herpes genitales und Syphilis gelten als Risikofaktoren für die Krebsentstehung. Vor allem aber die chronische Infektion mit dem Humanen Papilloma-Virus (HPV) ist die Hauptursache für die Entstehung von Krebsvorstufen der Vulva (VIN) und von Vulvakrebs auch bei Frauen unter dem 40. Lebensjahr.

Man kann zwei Arten von Plattenepithelkarzinomen unterscheiden: Diejenigen, bei denen HPV nachweisbar ist, die eher bei jüngeren Frauen vorkommen und zusätzlich mit Zervix- und Anuskarzinomen assoziiert sein können und die Karzinome, mit fehlendem HPV-Nachweis und eher bei älteren Frauen auftreten. Der Verdacht stellt sich bei sichtbaren Hautveränderungen. Eine Gewebeprobenentnahme mit anschließender mikroskopischer Untersuchung führt zur Diagnose.

Wenn immer möglich wird der Vulvakrebs operativ behandelt. Die Strahlentherapie und Chemotherapie stellen Ausnahmen in der Behandlung dar. Die Prognose ist dabei abhängig vom Krankheitsstadium bei Diagnosestellung bzw. Therapiebeginn.

 

Quelle: © Henrie fotolia.com

Wie häufig ist Vulvakrebs?

Vulvakrebs ist die vierthäufigste gynäkologische Krebserkrankung. In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der Vulvakrebsfälle in Deutschland verdoppelt. Im Jahr 2013 lag die Neuerkrankungsrate bei jährlich 4,6 pro 100.000 Frauen, im Jahr 2016 vermutlich bei jährlich 6,1 pro 100.000 Frauen. Mit zunehmendem Lebensalter wird die Krankheit häufiger. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 72 Jahren. Allerdings erkranken zunehmend auch jüngere Frauen unter 40 Jahren. Die relative 5-Jahres-Überlebenswahrscheinlichkeit betrug im Jahr 2012 in Deutschland 64 Prozent

(kvk/red)

Quellen:
[1] http://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebs_in_Deutschland/kid_2015/kid_2015_c51_vulva.pdfblob=publicationFile abgerufen am 13.01.2016
[2] Deutsche Krebsgesellschaft, dkg-web.gmbh (Herausgeber), Patientenratgeber gynäkologische Onkologie, 2. Auflage, 2016

 

Fachliche Beratung: 

Prof. Dr. Matthias W. Beckmann, Universitätsfrauenklinik Erlangen
Dr. Grit Mehlhorn, Universitätsfrauenklinik Erlangen

 

Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 09.02.2017

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Aktualisiert am: 17.11.2017 13:18


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Vulvakrebs, Vulvakarzinom Der Vulvakrebs (Vulva = weibliche Scham) ist eine seltene bösartige Tumorerkrankung der äußeren Geschlechtsorgane der Frau. Hinter dem Begriff können sich verschiedene Krebsarten verbergen, die von unterschiedlichen Zellen der Genitalregion ausgehen. Betroffen sind meist die großen Schamlippen, seltener auch die kleinen Schamlippen oder die Klitorisregion. Über 90% der Vulvatumoren sind Karzinome aus der obersten Hautschicht (Plattenepithelkarzinom). Infektionen mit Herpes genitales und Syphilis gelten als Risikofaktoren für die Krebsentstehung. Vor allem aber die chronische Infektion mit dem Humanen Papilloma-Virus (HPV) ist die Hauptursache für die Entstehung von Krebsvorstufen der Vulva (VIN) und von Vulvakrebs auch bei Frauen unter dem 40. Lebensjahr. Man kann zwei Arten von Plattenepithelkarzinomen unterscheiden: Diejenigen, bei denen HPV nachweisbar ist, die eher bei jüngeren Frauen vorkommen und zusätzlich mit Zervix- und Anuskarzinomen assoziiert sein können und die Karzinome, mit fehlendem HPV-Nachweis und eher bei älteren Frauen auftreten. Der Verdacht stellt sich bei sichtbaren Hautveränderungen. Eine Gewebeprobenentnahme mit anschließender mikroskopischer Untersuchung führt zur Diagnose. Wenn immer möglich wird der Vulvakrebs operativ behandelt. Die Strahlentherapie und Chemotherapie stellen Ausnahmen in der Behandlung dar. Die Prognose ist dabei abhängig vom Krankheitsstadium bei Diagnosestellung bzw. Therapiebeginn. Quelle: © Henrie fotolia.com Wie häufig ist Vulvakrebs? Vulvakrebs ist die vierthäufigste gynäkologische Krebserkrankung. In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der Vulvakrebsfälle in Deutschland verdoppelt. Im Jahr 2013 lag die Neuerkrankungsrate bei jährlich 4,6 pro 100.000 Frauen, im Jahr 2016 vermutlich bei jährlich 6,1 pro 100.000 Frauen. Mit zunehmendem Lebensalter wird die Krankheit häufiger. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 72 Jahren. Allerdings erkranken zunehmend auch jüngere Frauen unter 40 Jahren. Die relative 5-Jahres-Überlebenswahrscheinlichkeit betrug im Jahr 2012 in Deutschland 64 Prozent (kvk/red) Quellen: [1] http://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebs_in_Deutschland/kid_2015/kid_2015_c51_vulva.pdfblob=publicationFile abgerufen am 13.01.2016 [2] Deutsche Krebsgesellschaft, dkg-web.gmbh (Herausgeber), Patientenratgeber gynäkologische Onkologie, 2. Auflage, 2016 Fachliche Beratung: Quelle: © dkg-web.gmbh Quelle: © dkg-web.gmbh Prof. Dr. Matthias W. Beckmann, Universitätsfrauenklinik Erlangen Dr. Grit Mehlhorn, Universitätsfrauenklinik Erlangen Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 09.02.2017 Weitere Basisinformationen zum Thema Vulvakrebs: Quelle: © chagin - fotolia.com Diagnose, Therapie und Krankheitsverlauf bei Vulvakrebs Hier finden Sie wichtige Informationen zu Diagnose, Krankheitsverlauf und Behandlungsmöglichkeiten (insbesondere zur Operation und Chemotherapie) bei Vulvakrebs. Weiterlesen Diagnose, Therapie und Krankheitsverlauf bei Vulvakrebs Themen: Vulvakrebs Diagnose Klassifikation Chemotherapie Operation Strahlentherapie Quelle: © ISO K° - photography - fotolia.com Nachsorge und Rehabilitation bei Vulvakrebs Die Nachsorge besteht in regelmäßigen frauenärztlichen Kontrolluntersuchungen. Diese finden in den ersten drei Jahren vierteljährlich, in den anschließenden zwei Jahren halb- und daraufhin jährlich statt. Hierbei werden sowohl die Anamnese als auch eine gynäkologische Untersuchung symptombezogen durchgeführt. 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