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Leberkrebs - Reha und Nachsorge

Nachdem die intensive medizinische Behandlung der Tumorerkrankung abgeschlossen ist, beginnt die Zeit, die als Nachsorge bezeichnet wird.

Die Tumornachsorge hat zur Aufgabe

  • ein Wiederauftreten der Krebskrankheit rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln
  • Folgen der Operation, der lokal-ablativen Tumorbehandlung und/oder Begleiterkrankungen festzustellen, zu behandeln und gegebenenfalls zu lindern
  • dem Patienten bei seinen körperlichen, seelischen und sozialen Problemen behilflich zu sein. 

Nachsorgeuntersuchungen

Konnte durch die Behandlung der Tumor entfernt bzw. abgetötet werden, so werden Ihnen die Ärzte in der Klinik raten, sich zu bestimmten Zeitpunkten für Nachsorgeuntersuchungen einzufinden. Aber auch wenn die Krebserkrankung nicht mehr durch eine Operation oder durch eine örtliche Tumorzerstörung geheilt werden kann, sind Nachuntersuchungen notwendig, um den Verlauf der Krankheit zu kontrollieren.

Die Nachsorgeuntersuchungen finden in der Regel halbjährlich statt und werden entweder bei Ihrem Hausarzt oder im behandelnden Krankenhaus durchgeführt. Wie häufig der Arzt seinen Patienten letztendlich sehen möchte, hängt von der individuellen Situation und dem Krankheitsverlauf ab.

Auch Art und Umfang der Nachsorgeuntersuchungen stimmt der Arzt auf Ihre individuelle Situation ab. Er berücksichtigt dabei vor allem, wie weit der Tumor zum Zeitpunkt der Diagnose bereits fortgeschritten war und welche Behandlung durchgeführt wurde.

Im Mittelpunkt der einzelnen Nachsorgeuntersuchungen stehen das Gespräch mit dem Patienten, Fragen nach dem bisherigen Verlauf der Erkrankung und nach dem Befinden sowie die regelmäßige körperliche Untersuchung. Zur Nachsorge gehören ferner die Ultraschalluntersuchung und die Tumormarkerbestimmung.

Nachbetreuung

Arzt bespricht sich mit Patientin, Quelle: © endostock - fotolia.com
Quelle: © endostock - fotolia.com

Bei der Nachsorge geht es jedoch nicht nur um medizinische Untersuchungen, sie beinhaltet auch die Nachbetreuung des Patienten. Die meisten Menschen sind nach einer Krebsbehandlung körperlich und seelisch stark belastet. Die Nachbetreuung soll helfen, die Krankheit zu verarbeiten und die vielfältigen Probleme, die im Zusammenhang mit einer Tumorerkrankung auftreten, zu bewältigen.

Bereits in der Klinik haben Sie die Möglichkeit, sich mit Fragen und Problemen an Ihren behandelnden Arzt oder an spezielle Fachkräfte zu wenden. Scheuen Sie sich nicht, dies zu tun! Neben der eigentlichen Therapie gehört es zu den Aufgaben eines behandelnden Arztes, den Patienten zu begleiten und gemeinsam mit ihm Probleme zu lösen. In den meisten Krankenhäusern ist zudem ein Sozialdienst eingerichtet, der Ihnen bei versorgungstechnischen und sozialen Fragen Unterstützung bieten und Sie auch an entsprechende Institutionen weitervermitteln kann. Auch die Möglichkeit einer psychologischen Beratung ist in vielen Krankenhäusern gegeben.

Für manche Patienten ist es darüber hinaus hilfreich, sich über einen gewissen Zeitraum Unterstützung bei einer Beratungsstelle zu holen. Psychosoziale Beratungsstellen gibt es in vielen Städten und Gemeinden. Sie bieten Krebspatienten und ihren Angehörigen Information und Rat zu Nachsorge-, Kur- und Rentenangelegenheiten. Auch der Kontakt zu ebenfalls Betroffenen, zum Beispiel in einer Selbsthilfegruppe, kann eine große Hilfe sein, da diese Menschen die Probleme aus eigener Erfahrung kennen und mit Rat und Tat helfen können.

Rehabilitation

In manchen Fällen wird nach der Entlassung aus dem Krankenhaus eine Anschlussheilbehandlung empfohlen, um den Erholungs- und Genesungsprozess zu beschleunigen. Dafür gibt es speziell eingerichtete Nachsorgeeinrichtungen, in denen die Patienten wieder zu Kräften kommen können und in denen ganz gezielt auf ihre Situation eingegangen wird. Dort kann auch Hilfestellung bei der Bewältigung psychischer oder sozialer Probleme erhalten werden.

(yia/red)

Quellen:
[1] G. Folprecht, S. Frick: Leberkarzinom, in: W. Dornoff, F.-G. Hagemann, J. Preiß, A. Schmieder (Hrsg.): Taschenbuch Onkologie 2010: Interdisziplinäre Empfehlungen zur Therapie 2010/2011, Zuckschwerdt Verlag 2010, S. 145-147
[2] H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2006

Fachliche Beratung: 
Prof. Dr. med. Hans Scherübl
Klinik für Innere Medizin - Gastroenterologie, Gastrointestinale Onkologie und Infektiologie, Vivantes Klinikum Am Urban, Berlin

Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 11.07.2016

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Aktualisiert am: 20.10.2017 17:07


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Leberkrebs - Reha und Nachsorge Nachdem die intensive medizinische Behandlung der Tumorerkrankung abgeschlossen ist, beginnt die Zeit, die als Nachsorge bezeichnet wird. Die Tumornachsorge hat zur Aufgabe ein Wiederauftreten der Krebskrankheit rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln Folgen der Operation, der lokal-ablativen Tumorbehandlung und/oder Begleiterkrankungen festzustellen, zu behandeln und gegebenenfalls zu lindern dem Patienten bei seinen körperlichen, seelischen und sozialen Problemen behilflich zu sein. Nachsorgeuntersuchungen Konnte durch die Behandlung der Tumor entfernt bzw. abgetötet werden, so werden Ihnen die Ärzte in der Klinik raten, sich zu bestimmten Zeitpunkten für Nachsorgeuntersuchungen einzufinden. Aber auch wenn die Krebserkrankung nicht mehr durch eine Operation oder durch eine örtliche Tumorzerstörung geheilt werden kann, sind Nachuntersuchungen notwendig, um den Verlauf der Krankheit zu kontrollieren. Die Nachsorgeuntersuchungen finden in der Regel halbjährlich statt und werden entweder bei Ihrem Hausarzt oder im behandelnden Krankenhaus durchgeführt. Wie häufig der Arzt seinen Patienten letztendlich sehen möchte, hängt von der individuellen Situation und dem Krankheitsverlauf ab. Auch Art und Umfang der Nachsorgeuntersuchungen stimmt der Arzt auf Ihre individuelle Situation ab. Er berücksichtigt dabei vor allem, wie weit der Tumor zum Zeitpunkt der Diagnose bereits fortgeschritten war und welche Behandlung durchgeführt wurde. Im Mittelpunkt der einzelnen Nachsorgeuntersuchungen stehen das Gespräch mit dem Patienten, Fragen nach dem bisherigen Verlauf der Erkrankung und nach dem Befinden sowie die regelmäßige körperliche Untersuchung. Zur Nachsorge gehören ferner die Ultraschalluntersuchung und die Tumormarkerbestimmung. Nachbetreuung Quelle: © endostock - fotolia.com Bei der Nachsorge geht es jedoch nicht nur um medizinische Untersuchungen, sie beinhaltet auch die Nachbetreuung des Patienten. Die meisten Menschen sind nach einer Krebsbehandlung körperlich und seelisch stark belastet. Die Nachbetreuung soll helfen, die Krankheit zu verarbeiten und die vielfältigen Probleme, die im Zusammenhang mit einer Tumorerkrankung auftreten, zu bewältigen. Bereits in der Klinik haben Sie die Möglichkeit, sich mit Fragen und Problemen an Ihren behandelnden Arzt oder an spezielle Fachkräfte zu wenden. Scheuen Sie sich nicht, dies zu tun! Neben der eigentlichen Therapie gehört es zu den Aufgaben eines behandelnden Arztes, den Patienten zu begleiten und gemeinsam mit ihm Probleme zu lösen. In den meisten Krankenhäusern ist zudem ein Sozialdienst eingerichtet, der Ihnen bei versorgungstechnischen und sozialen Fragen Unterstützung bieten und Sie auch an entsprechende Institutionen weitervermitteln kann. Auch die Möglichkeit einer psychologischen Beratung ist in vielen Krankenhäusern gegeben. Für manche Patienten ist es darüber hinaus hilfreich, sich über einen gewissen Zeitraum Unterstützung bei einer Beratungsstelle zu holen. Psychosoziale Beratungsstellen gibt es in vielen Städten und Gemeinden. Sie bieten Krebspatienten und ihren Angehörigen Information und Rat zu Nachsorge-, Kur- und Rentenangelegenheiten. Auch der Kontakt zu ebenfalls Betroffenen, zum Beispiel in einer Selbsthilfegruppe, kann eine große Hilfe sein, da diese Menschen die Probleme aus eigener Erfahrung kennen und mit Rat und Tat helfen können. Rehabilitation In manchen Fällen wird nach der Entlassung aus dem Krankenhaus eine Anschlussheilbehandlung empfohlen, um den Erholungs- und Genesungsprozess zu beschleunigen. Dafür gibt es speziell eingerichtete Nachsorgeeinrichtungen, in denen die Patienten wieder zu Kräften kommen können und in denen ganz gezielt auf ihre Situation eingegangen wird. Dort kann auch Hilfestellung bei der Bewältigung psychischer oder sozialer Probleme erhalten werden. (yia/red) Quellen: [1] G. Folprecht, S. Frick: Leberkarzinom, in: W. Dornoff, F.-G. Hagemann, J. Preiß, A. Schmieder (Hrsg.): Taschenbuch Onkologie 2010: Interdisziplinäre Empfehlungen zur Therapie 2010/2011, Zuckschwerdt Verlag 2010, S. 145-147 [2] H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2006 Fachliche Beratung: Prof. Dr. med. Hans Scherübl Klinik für Innere Medizin - Gastroenterologie, Gastrointestinale Onkologie und Infektiologie, Vivantes Klinikum Am Urban, Berlin Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 11.07.2016 Weitere Basisinformationen zum Leberkrebs: Nachrichten zum Thema Leberkrebs Leberentfernung bei Leberkrebs: Besser nur teilweise oder ganz? Die Leberresektion, bei der nur Teile der Leber entfernt werden, kann vor allem in den ersten Jahren ähnlich gute Ergebnisse erzielen wie die Transplantation. 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#6 index.php(20): Contao\FrontendIndex->run()
#7 {main}