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Kopf-Hals-Tumoren - Ursachen und Risikofaktoren

Die Entstehung bösartiger Tumoren im Kopf-Halsbereich wird von verschiedenen Faktoren begünstigt. Dazu gehören das Rauchen, regelmäßiger hoher Alkoholkonsum, virale Infektionen (humanes Papillomvirus, HPV), der berufliche Umgang mit bestimmten Schadstoffen (Asbest, chrom- und nickelhaltige Farben und Lacke, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe), Eine wesentlich geringere Rolle spielen weitere Faktoren, wie UV- und radioaktive Strahlung, schlechte Mundhygiene, ein schwer geschwächtes Immunsystem (zum Beispiel nach Organ- oder Knochenmarktransplantation) und chronische Verletzungen der Schleimhaut.

Rauchen und Alkohol

Der wichtigste Risikofaktor für Krebs im Kopf-Halsbereich ist das Rauchen, wobei für Kehlkopfkrebs eher der Tabak- und für den Bereich Mundhöhle/Rachen eher der Alkoholkonsum (überwiegend in Kombination) zu nennen sind. Vier von fünf Patienten mit einem bösartigen Tumor der Mundhöhle rauchen. Raucher erkranken an Krebs der Mundhöhle und des Rachens je nach Zigarettenmenge bis zu sechsmal häufiger als Nichtraucher. Alkohol verstärkt die negativen Wirkungen des Rauchens zusätzlich. Eine Kombination von Rauchen und regelmäßigem Alkoholkonsum in größerer Menge ist also besonders gefährlich.

Viren: Anteil HPV-bedingter Tumoren nimmt zu

Tumoren im Nasen- und Rachenbereich werden in vielen Fällen, genau wie der Gebährmutterhalskrebs, mit dem humanen Papillom-Virus in Verbindung gebracht. Dieses Virus (wie auch mehrere andere Viren) löst das Karzinom nicht aus, ist aber ein wichtiger Kofaktor. 

Aktuell ist eine steigende Häufigkeit von Rachenkrebs bei zunehmend jüngeren Patienten zu beobachten. Hintergrund ist die weltweit zunehmende Infektionsrate mit dem humanen Papilloma Virus Typ 16 (HPV 16), der mit der steigenden Neuerkrankungsraten (insbesondere USA) in Zusammenhang gebracht wird. Auch in Deutschland werden zunehmende Neuerkrankungsraten insbesondere bei Rachenkrebs wahrgenommen.

Krebsvorstufen: Leukoplakie

Bösartige Tumoren im Kopf-Halsbereich entstehen oftmals auf dem Boden von Krebsvorstufen, so genannten Präkanzerosen. Hierzu zählt die Leukoplakie, auch "Weißschwielenkrankheit" genannt. Bei dieser Erkrankung kommt es in der Schleimhaut - bevorzugt in Mundhöhle, Rachen und Kehlkopf – zur Bildung weißlicher, nicht abwischbarer Bezirke. Sie entstehen durch eine krankhafte Verdickung der äußersten Schleimhautschicht und neigen dazu, in bösartige Tumoren überzugehen. Diese Vorstufe ist für einen HNO-Arzt leicht zu erkennen.

 

(ks)

Quellen:
[1] N. Stasche, A. Schmieder: Kopf-Hals-Karzinome, in: W. Dornoff, F.-G. Hagemann, J. Preiß, A. Schmieder (Hrsg.): Taschenbuch Onkologie 2010: Interdisziplinäre Empfehlungen zur Therapie 2010/2011, Zuckschwerdt Verlag 2010, S. 137-144
[2] H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2006

Fachliche Beratung: 
Prof. Dr. Andreas Dietz
Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Universität Leipzig
Prof. Dr. Ulrich Keilholz
Comprehensive Carncer Center Charité, Berlin

Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 16.10.2013

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Aktualisiert am: 25.05.2017 17:35


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Kopf-Hals-Tumoren - Ursachen und Risikofaktoren Die Entstehung bösartiger Tumoren im Kopf-Halsbereich wird von verschiedenen Faktoren begünstigt. Dazu gehören das Rauchen, regelmäßiger hoher Alkoholkonsum, virale Infektionen (humanes Papillomvirus, HPV), der berufliche Umgang mit bestimmten Schadstoffen (Asbest, chrom- und nickelhaltige Farben und Lacke, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe), Eine wesentlich geringere Rolle spielen weitere Faktoren, wie UV- und radioaktive Strahlung, schlechte Mundhygiene, ein schwer geschwächtes Immunsystem (zum Beispiel nach Organ- oder Knochenmarktransplantation) und chronische Verletzungen der Schleimhaut. Rauchen und Alkohol Der wichtigste Risikofaktor für Krebs im Kopf-Halsbereich ist das Rauchen, wobei für Kehlkopfkrebs eher der Tabak- und für den Bereich Mundhöhle/Rachen eher der Alkoholkonsum (überwiegend in Kombination) zu nennen sind. Vier von fünf Patienten mit einem bösartigen Tumor der Mundhöhle rauchen. Raucher erkranken an Krebs der Mundhöhle und des Rachens je nach Zigarettenmenge bis zu sechsmal häufiger als Nichtraucher. Alkohol verstärkt die negativen Wirkungen des Rauchens zusätzlich. Eine Kombination von Rauchen und regelmäßigem Alkoholkonsum in größerer Menge ist also besonders gefährlich. Viren: Anteil HPV-bedingter Tumoren nimmt zu Tumoren im Nasen- und Rachenbereich werden in vielen Fällen, genau wie der Gebährmutterhalskrebs, mit dem humanen Papillom-Virus in Verbindung gebracht. Dieses Virus (wie auch mehrere andere Viren) löst das Karzinom nicht aus, ist aber ein wichtiger Kofaktor. Aktuell ist eine steigende Häufigkeit von Rachenkrebs bei zunehmend jüngeren Patienten zu beobachten. Hintergrund ist die weltweit zunehmende Infektionsrate mit dem humanen Papilloma Virus Typ 16 (HPV 16), der mit der steigenden Neuerkrankungsraten (insbesondere USA) in Zusammenhang gebracht wird. Auch in Deutschland werden zunehmende Neuerkrankungsraten insbesondere bei Rachenkrebs wahrgenommen. Krebsvorstufen: Leukoplakie Bösartige Tumoren im Kopf-Halsbereich entstehen oftmals auf dem Boden von Krebsvorstufen, so genannten Präkanzerosen. Hierzu zählt die Leukoplakie, auch \"Weißschwielenkrankheit\" genannt. Bei dieser Erkrankung kommt es in der Schleimhaut - bevorzugt in Mundhöhle, Rachen und Kehlkopf – zur Bildung weißlicher, nicht abwischbarer Bezirke. Sie entstehen durch eine krankhafte Verdickung der äußersten Schleimhautschicht und neigen dazu, in bösartige Tumoren überzugehen. Diese Vorstufe ist für einen HNO-Arzt leicht zu erkennen. (ks) Quellen: [1] N. Stasche, A. Schmieder: Kopf-Hals-Karzinome, in: W. Dornoff, F.-G. Hagemann, J. Preiß, A. Schmieder (Hrsg.): Taschenbuch Onkologie 2010: Interdisziplinäre Empfehlungen zur Therapie 2010/2011, Zuckschwerdt Verlag 2010, S. 137-144 [2] H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2006 Fachliche Beratung: Prof. Dr. Andreas Dietz Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Universität Leipzig Prof. Dr. Ulrich Keilholz Comprehensive Carncer Center Charité, Berlin Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 16.10.2013 Weitere Basisinformationen zu Kopf-Hals-Tumoren: Nachrichten zum Thema Strahlentherapie mit begleitender Chemotherapie bei Kopf-Halstumoren Offenbar kann in bestimmten Tumorstadien eine Chemostrahlentherapie gegenüber der alleinigen Strahlentherapie Überlebensvorteile bringen. Weiterlesen Strahlentherapie mit begleitender Chemotherapie bei Kopf-Halstumoren Themen: Kopf-Hals-Tumoren HPV bei Kopf-Halstumoren im Mundrachen immer häufiger Dies wird für Männer und Frauen gleichermaßen beobachtet. 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#6 index.php(20): Contao\FrontendIndex->run()
#7 {main}