Angaben zum Autor und/oder zum Fachberater finden Sie am Ende des Beitrags.

Gebärmutterhalskrebs, Zervixkarzinom - Nachsorge und Nachbetreuung

Nachdem die medizinische Behandlung der Tumorerkrankung abgeschlossen ist, beginnt die Zeit, die als „Nachsorge“ bezeichnet wird.

Die Tumornachsorge hat zur Aufgabe

  • ein Wiederauftreten der Krebskrankheit rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln
  • Begleiterkrankungen festzustellen, zu behandeln und gegebenenfalls zu lindern
  • dem Patienten bei seinen körperlichen, seelischen und sozialen Problemen behilflich zu sein.
  • Nachsorgeuntersuchungen
  • Konnte durch die Behandlung der Tumor entfernt werden, so werden Ihnen die Ärzte in der Klinik raten, sich zu bestimmten Zeitpunkten für Nachuntersuchungen einzufinden.

Nachsorgeuntersuchungen

Die Nachsorgeuntersuchungen finden in den ersten drei Jahren in der Regel alle drei Monate, in den folgenden zwei Jahren alle sechs Monate statt. Danach sollten Sie regelmäßig einmal im Jahr zur Krebsfrüherkennung gehen. Die regelmäßige Kontrolle gibt Ihnen die Sicherheit, dass bei einer erneuten Tumorbildung, aber auch bei möglichen Begleit- und Folgeerkrankungen schnell eingeschritten werden kann. Wie häufig der Arzt seine Patientin letztlich sehen möchte, hängt von der individuellen Situation und dem Krankheitsverlauf ab. Der Arzt berücksichtigt dabei auch das jeweilige Rückfallrisiko der Krebserkrankung, an der die Patientin erkrankt war. Obwohl man nach fünf Jahren von einer Heilung spricht, sollten Sie weiterhin jährlich den Frauenarzt aufsuchen, auch wenn eine Totaloperation vorgenommen werden musste.

Auch Art und Umfang der Nachsorgeuntersuchungen stimmt der Arzt auf Ihre individuelle Situation ab. Er berücksichtigt dabei vor allem, wie weit der Tumor zum Zeitpunkt der Diagnose bereits fortgeschritten war und welche Behandlung durchgeführt wurde. Im Mittelpunkt der Nachsorgeuntersuchungen stehen immer das Gespräch mit der Patientin, Fragen nach dem bisherigen Verlauf der Erkrankung und dem körperlichen Befinden.

Im Gespräch in der Nachsorge sollten somit die nachfolgenden Punkte immer angesprochen werden:

  • vorübergehende und langfristige Auswirkungen von Erkrankung und Therapie
  • psychoonkologische / psychotherapeutische Behandlungsmöglichkeiten
  • Sexualität und Partnerschaft
  • und die Lebensqualität

 Die wichtigsten Nachsorgeuntersuchungen sind:

  • das Gespräch über das Befinden der Patientin
  • gründliche und umfassende körperliche Untersuchung (gynäkologische Tastuntersuchung inklusive Leisten und Halslymphknoten)
  • Zellabstrich bzw. Lupenvergrößerung (Kolposkopie) inklusive Untersuchung der umliegenden Bereiche (Vagina, Vulva, Anus)
  • vaginale Ultraschalluntersuchung
  • Blut- und Urinuntersuchungen
  • Ultraschalluntersuchung der Nieren (bei jedem zweiten Nachsorgetermin)
  • jährlich Mammographie und Ultraschalluntersuchung der Brust
  • In größeren Abständen oder bei Beschwerden bzw. hohem Rückfallrisiko können ferner Röntgenuntersuchungen der Lunge, eventuell auch eine Computertomographie nötig sein.

 

Hinweis: Eine „intensivierte Nachsorge“ mit regelmäßigen apparativen Untersuchungen (z.B. Röntgen der Lunge, Ultraschall der Leber, CT oder MRT) sowie die Bestimmung von Tumormarkern haben bislang keinerlei positive Auswirkungen auf Erkrankungsverlauf und Prognose gezeigt!

Nachbetreuung

Bei der Nachsorge geht es nicht nur um medizinische Untersuchungen, sie beinhaltet auch die Nachbetreuung der Patientin. Die meisten Menschen sind nach einer Krebsbehandlung körperlich und seelisch stark belastet. Im Vordergrund steht die Angst vor einem Rückfall, aber auch der Organverlust wird häufig als schwerwiegend und psychisch belastend empfunden und kann erhebliche Auswirkungen auf Selbstverständnis und Selbstwertgefühl der Frau haben. Die Nachbetreuung soll helfen, die Krankheit zu verarbeiten und die vielfältigen Probleme zu bewältigen, die im Zusammenhang mit einer Tumorerkrankung auftreten. Nützlich kann eine Rehabilitation oder Kur, professionelle Unterstützung zum Beispiel durch Therapeuten oder Krebsberatungsstellen oder die Beteiligung an einer Selbsthilfegruppe sein.

(kvk/red)


Quellen:

[1] Leitlinienprogramm Onkologie (Herausgeber), S3-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Patientin mit Zervixkarzinom, September 2014 http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/032-033OLk_S3_Zervixkarzinom_2014-10.pdf

[2] Deutsche Krebsgesellschaft, dkg-web.gmbh (Herausgeber), Patientenratgeber gynäkologische Onkologie, 2. Auflage, 2016

Fachliche Beratung:
Prof. Dr. Matthias W. Beckmann, Universitätsfrauenklinik Erlangen
Dr. Martin Koch, Universitätsfrauenklinik Erlangen
Prof. Peter Hillemanns, Universitätsfrauenklinik Hannover

Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 31.01.2017

Weitere Basisinformationen zum Gebärmutterhalskrebs:

Nachrichten zum Thema Gebärmutterhalskrebs

Zurück

Aktualisiert am: 22.09.2017 14:22


Fatal error: Uncaught exception Exception with message Query error: Duplicate entry 'https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-infor' for key 'url' (INSERT INTO tl_search (tstamp, url, title, protected, filesize, groups, pid, language, text, checksum) VALUES (1506105689, 'https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/andere-krebsarten/gebaermutterhalskrebs/reha-und-nachsorge/articles/onko-internetportal-basis-informationen-krebs-krebsarten-andere-krebsarten-gebaermutterhalskrebs-reha-und-nachsorge.html', 'Gebärmutterhalskrebs: Nachsorge und Nachbetreuung', '', '76.87', 0, '792', 'de', 'Gebärmutterhalskrebs: Nachsorge und Nachbetreuung Um ein Wiederauftreten von Gebärmutterhalskrebs zu verhindern ist umfassende Nachsorge Pflicht. Hier erhalten Sie wichtige Informationen zur Nachbetreuung, psychosozialen Beratung … deutsch englisch Angaben zum Autor und/oder zum Fachberater finden Sie am Ende des Beitrags. Gebärmutterhalskrebs, Zervixkarzinom - Nachsorge und Nachbetreuung Nachdem die medizinische Behandlung der Tumorerkrankung abgeschlossen ist, beginnt die Zeit, die als „Nachsorge“ bezeichnet wird. Die Tumornachsorge hat zur Aufgabe ein Wiederauftreten der Krebskrankheit rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln Begleiterkrankungen festzustellen, zu behandeln und gegebenenfalls zu lindern dem Patienten bei seinen körperlichen, seelischen und sozialen Problemen behilflich zu sein. Nachsorgeuntersuchungen Konnte durch die Behandlung der Tumor entfernt werden, so werden Ihnen die Ärzte in der Klinik raten, sich zu bestimmten Zeitpunkten für Nachuntersuchungen einzufinden. Nachsorgeuntersuchungen Die Nachsorgeuntersuchungen finden in den ersten drei Jahren in der Regel alle drei Monate, in den folgenden zwei Jahren alle sechs Monate statt. Danach sollten Sie regelmäßig einmal im Jahr zur Krebsfrüherkennung gehen. Die regelmäßige Kontrolle gibt Ihnen die Sicherheit, dass bei einer erneuten Tumorbildung, aber auch bei möglichen Begleit- und Folgeerkrankungen schnell eingeschritten werden kann. Wie häufig der Arzt seine Patientin letztlich sehen möchte, hängt von der individuellen Situation und dem Krankheitsverlauf ab. Der Arzt berücksichtigt dabei auch das jeweilige Rückfallrisiko der Krebserkrankung, an der die Patientin erkrankt war. Obwohl man nach fünf Jahren von einer Heilung spricht, sollten Sie weiterhin jährlich den Frauenarzt aufsuchen, auch wenn eine Totaloperation vorgenommen werden musste. Auch Art und Umfang der Nachsorgeuntersuchungen stimmt der Arzt auf Ihre individuelle Situation ab. Er berücksichtigt dabei vor allem, wie weit der Tumor zum Zeitpunkt der Diagnose bereits fortgeschritten war und welche Behandlung durchgeführt wurde. Im Mittelpunkt der Nachsorgeuntersuchungen stehen immer das Gespräch mit der Patientin, Fragen nach dem bisherigen Verlauf der Erkrankung und dem körperlichen Befinden. Im Gespräch in der Nachsorge sollten somit die nachfolgenden Punkte immer angesprochen werden: vorübergehende und langfristige Auswirkungen von Erkrankung und Therapie psychoonkologische / psychotherapeutische Behandlungsmöglichkeiten Sexualität und Partnerschaft und die Lebensqualität Die wichtigsten Nachsorgeuntersuchungen sind: das Gespräch über das Befinden der Patientin gründliche und umfassende körperliche Untersuchung (gynäkologische Tastuntersuchung inklusive Leisten und Halslymphknoten) Zellabstrich bzw. Lupenvergrößerung (Kolposkopie) inklusive Untersuchung der umliegenden Bereiche (Vagina, Vulva, Anus) vaginale Ultraschalluntersuchung Blut- und Urinuntersuchungen Ultraschalluntersuchung der Nieren (bei jedem zweiten Nachsorgetermin) jährlich Mammographie und Ultraschalluntersuchung der Brust In größeren Abständen oder bei Beschwerden bzw. hohem Rückfallrisiko können ferner Röntgenuntersuchungen der Lunge, eventuell auch eine Computertomographie nötig sein. Hinweis: Eine „intensivierte Nachsorge“ mit regelmäßigen apparativen Untersuchungen (z.B. Röntgen der Lunge, Ultraschall der Leber, CT oder MRT) sowie die Bestimmung von Tumormarkern haben bislang keinerlei positive Auswirkungen auf Erkrankungsverlauf und Prognose gezeigt! Nachbetreuung Bei der Nachsorge geht es nicht nur um medizinische Untersuchungen, sie beinhaltet auch die Nachbetreuung der Patientin. Die meisten Menschen sind nach einer Krebsbehandlung körperlich und seelisch stark belastet. Im Vordergrund steht die Angst vor einem Rückfall, aber auch der Organverlust wird häufig als schwerwiegend und psychisch belastend empfunden und kann erhebliche Auswirkungen auf Selbstverständnis und Selbstwertgefühl der Frau haben. Die Nachbetreuung soll helfen, die Krankheit zu verarbeiten und die vielfältigen Probleme zu bewältigen, die im Zusammenhang mit einer Tumorerkrankung auftreten. Nützlich kann eine Rehabilitation oder Kur, professionelle Unterstützung zum Beispiel durch Therapeuten oder Krebsberatungsstellen oder die Beteiligung an einer Selbsthilfegruppe sein. (kvk/red) Quellen: [1] Leitlinienprogramm Onkologie (Herausgeber), S3-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Patientin mit Zervixkarzinom, September 2014 http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/032-033OLk_S3_Zervixkarzinom_2014-10.pdf [2] Deutsche Krebsgesellschaft, dkg-web.gmbh (Herausgeber), Patientenratgeber gynäkologische Onkologie, 2. Auflage, 2016 Fachliche Beratung: Prof. Dr. Matthias W. Beckmann, Universitätsfrauenklinik Erlangen Dr. Martin Koch, Universitätsfrauenklinik Erlangen Prof. Peter Hillemanns, Universitätsfrauenklinik Hannover Letzte inhaltliche Aktualisierung am: 31.01.2017 Weitere Basisinformationen zum Gebärmutterhalskrebs: Quelle: © Robert Kneschke - fotolia.com Gebärmutterhalskrebs: Symptome Gebärmutterhalskrebs macht sich erst im fortgeschrittenem Stadium bemerkbar. Lesen Sie hier, auf welche Symptome Sie achten sollten. Weiterlesen Gebärmutterhalskrebs: Symptome Themen: Gebärmutterhalskrebs Gynäkologische Tumoren Symptome Quelle: © Yuri Arcurs - fotolia.com Gebärmutterhalskrebs: Therapie Wurde Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert, hat der Arzt verschiedene Möglichkeiten zur Behandlung, darunter Operation oder Chemotherapie. Weiterlesen Gebärmutterhalskrebs: Therapie Themen: Gebärmutterhalskrebs Gynäkologische Tumoren Antikörpertherapie Chemotherapie Operation Strahlentherapie Nachrichten zum Thema Gebärmutterhalskrebs Gebärmutterhalskrebs im Frühstadium Wie radikal muss die Operation sein? Weiterlesen Gebärmutterhalskrebs im Frühstadium Themen: Gebärmutterhalskrebs Operation HPV-Impfung in der Schwangerschaft: Offenbar kein Problem In einer dänischen Studie hatte eine Impfung gegen humane Papillomviren zur Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs keine negativen Auswirkungen, wenn sie versehentlich in der Schwangerschaft durchgeführt wurde. Weiterlesen HPV-Impfung in der Schwangerschaft: Offenbar kein Problem Themen: Gebärmutterhalskrebs Gebärmutterhalskrebs: Vielfältiger als gedacht In genetischer und molekularbiologischer Hinsicht ist Gebärmutterhalskrebs offenbar vielfältiger als bislang vermutet wurde. Und es gibt offenbar ein Entstehungsszenario unabhängig von HPV-Infektionen. Weiterlesen Gebärmutterhalskrebs: Vielfältiger als gedacht Themen: Gebärmutterhalskrebs Themen: Gebärmutterhalskrebs Gynäkologische Tumoren Nachsorge Aktualisiert am: 22.09.2017 14:22 Twitter Facebook Beratung Harnblasenkrebs © Arsdigital fotolia.com Neue Studien zum Urothelkarzinom Prof. Kurt Miller (Berlin) berichtet über aktuelle Erkenntnisse zum Urothelkarzinom vom Europäischen Krebskongress 2017. Mit freundlicher Unterstützung der I-MED.institute GmbH. >> Weiterlesen Alle News anzeigen Multiples Myelom Rituximab und Biosimilar im klinischen Vergleich Vor Kurzem wurde von der EMA das erste Biosimilar von Rituximab in Deutschland für die Therapie von B-Zell-Lymphomen zugelassen. Prof. Buske berichtet im Interview über die Ergebnisse einer Phase-III-Studie, in der Biosimilar und Originalprodukt verglichen wurden und erläutert Gründe und Voraussetzungen für den Einsatz von Biosimilars in der Hämatoonkologie. Mit freundlicher Unterstützung von Mundipharma. >> Weiterlesen Alle Termine anzeigen Wir befolgen den HONcode Standard für vertrauensvolle Gesundheits- informationen. Kontrollieren Sie dies hier. Kontakt | Impressum | Datenschutz | Haftungsausschluss | Sitemap gebärmutterhalskrebs, zervixkarzinom, nachsorge, reha, kontrolle, rückkehr, rezidiv Onko Internetportal, Den Artikel lesen: Gebärmutterhalskrebs: Symptome, , Den Artikel lesen: Gebärmutterhalskrebs: Therapie, Operation, Quelle: © Yuri Arcurs - fotolia.com, Den Artikel lesen: Gebärmutterhalskrebs im Frühstadium, Den Artikel lesen: HPV-Impfung in der Schwangerschaft: Offenbar kein Problem, Den Artikel lesen: Gebärmutterhalskrebs: Vielfältiger als gedacht, Beratung, Alle News anzeigen, Alle Termine anzeigen, afgis-Qualitätslogo mit Ablauf 2017/02: Mit einem Klick auf das Logo öffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen über Deutsche Krebsgesellschaft e.V. und sein/ihr Internet-Angebot: www.krebsgesellschaft.de, Diese Web Seite ist von der Health On the Net Stiftung akkreditiert: Klicken Sie, um dies zu überprüfen, Kontakt zum Onko-Internetportal, Impressum des Onko-Internetportals, Datenschutz, Haftungsausschluss des Onko-Internetportals, Sitemap', '46eed2e065d4d12899e796abc595b674')) thrown in system/modules/core/library/Contao/Database/Statement.php on line 295
#0 system/modules/core/library/Contao/Database/Statement.php(264): Contao\Database\Statement->query()
#1 system/modules/core/library/Contao/Search.php(218): Contao\Database\Statement->execute()
#2 system/modules/core/classes/FrontendTemplate.php(330): Contao\Search::indexPage(Array)
#3 system/modules/core/classes/FrontendTemplate.php(124): Contao\FrontendTemplate->addToSearchIndex()
#4 system/modules/core/pages/PageRegular.php(190): Contao\FrontendTemplate->output(true)
#5 system/modules/core/controllers/FrontendIndex.php(285): Contao\PageRegular->generate(Object(Contao\PageModel), true)
#6 index.php(20): Contao\FrontendIndex->run()
#7 {main}